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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 31/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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der Wettbewerbstag ist für die Architektenkammer Baden-Württemberg seit vielen Jahren eine wichtige Veranstaltung. Der Preis „Auslober des Jahres“ lässt eine Kommune hochleben, die aus unserer Sicht alles richtig macht: Sie sammelt bei Planungsbüros die besten Ideen ein und realisiert schließlich den vielversprechendsten Entwurf. Klingt logisch und naheliegend. Dabei wissen wir längst, dass die Chance, an einem Wettbewerb teilnehmen zu können, für ein Büro schon ein kleiner Lottogewinn ist – viel hängt mittlerweile vom Losglück ab. Nicht-offene Planungswettbewerbe, Verhandlungsverfahren, Konzeptvergaben – die Vergabewelt ist diverser geworden. Viele Kommunen kapitulieren gleich ganz vor solchen aufwändigen Auswahlprozessen und vergeben direkt oder beauftragen „Einen für alles“. Trotzdem ist es wichtig, das Ideal hochzuhalten. Das tut die Kammer und beglückwünscht Ditzingen zu dieser Ehrung des Berufsstandes.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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| Wettbewerbstag / Auslober des Jahres 2026 |
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Ditzingen plant vorbildlich |
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Die Große Kreisstadt Ditzingen ist „Auslober des Jahres 2026“. Die Architektenkammer BW zeichnete die Kommune am 14. Oktober im Rahmen des Wettbewerbstags aus. Der Preis würdige „Entschlossenheit und Weitsicht“, sagte der Architekt und Wettbewerbsbegleiter Mark Arnold (li.) in seiner Laudatio. Baukultur beginne stets mit dem richtigen konzeptionellen Ansatz. „Dafür braucht es den Mut öffentlicher Auftraggeber, Planungsleistungen durch die Auslobung von Planungswettbewerben zu vergeben.“ Den Mut von Kommunen wie Ditzingen. Die Stadt führte zahlreiche Wettbewerbsverfahren mit großer Sorgfalt durch – für Bildungsbauten wie eine Grundschule und zwei Kindergärten, aber auch für das Haus für Soziale Einrichtungen im Ortszentrum. Sie stehe „exemplarisch für vorbildliche Planungskultur“, so Dr. Fred Gresens (re.), der Vorsitzende des AKBW-Ausschusses Vergabe und Wettbewerb. Ditzingens Bürgermeister Ulrich Bahmer (2.v.l.) nahm den Preis vor gut 120 Gästen im Haus der Architekt:innen entgegen.
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Genius Loci im Landkreis Emmendingen |
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Ein Gedanke eint die 19 Auszeichnungen beim Beispielhaften Bauen Landkreis Emmendingen 2018-2026: der Genius Loci, die präzise und gut gestaltete Antwort auf den jeweiligen Ort. Unter dem Vorsitz von Thomas Herrmann, Freier Architekt und AKBW-Landesvorstand, prämierte die Jury sensibel eingefügte Nachverdichtungen in wenig genutzten Hinterhofbereichen für neuen Wohnraum – wie beim Quartier Dreikönig (Foto) von Weissenrieder Architekten BDA und sutter³ – sowie mutige Revitalisierungen von Denkmälern oder Schulkomplexen. Wie wichtig das Bauen im Bestand für den Berufsstand ist und welch hervorragende Lösungen dafür gefunden werden, zeigt sich auch in einem multifunktionalen Kirchenumbau oder dem Jugendzentrum in einer alten Feuerwache. Gute Beispiele für Holzbauweise, Fassaden-Photovoltaik beim Einfamilienhaus und optimierten Flächenverbrauch im Gewerbebau runden das Auszeichnungsergebnis ab.
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Weiterbauen im Main-Tauber-Kreis |
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Ein besonderer Schwerpunkt beim Beispielhaften Bauen Main-Tauber-Kreis 2017-2026 lag auf dem Bauen und Weiterbauen im Bestand. „Dies zeigt deutlich, worauf es in Zukunft ankommt: Wir müssen das Vorhandene mit neuem Leben füllen“, so Landrat und Schirmherr Christoph Schauder. Acht Prämierungen von insgesamt 17 würdigen die qualitätvolle Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung bestehender Gebäude, darunter der Gasthof „Möhlers“ (Foto), der vormals leerstehende Gebäude in der Ortsmitte durch Gastronomie und Hotellerie neu belebt (Jochen Elsner, Freier Architekt, und Haines-Leger Architekten + Stadtplaner BDA). Auch die anderen ausgezeichneten Projekte zeigen die Bandbreite zeitgemäßer Baukultur: von Kulturstätten über innovative Gewerbebauten bis hin zur Schaffung klimaangepasster Orte des gemeinschaftlichen Miteinanders. Vorsitzender der Jury war Manfred Sautter, Freier Architekt und AKBW-Landesvorstand.
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Ulm und Alb-Donau-Kreis sind Spitzenreiter |
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98 Einreichungen, 44 besichtigte Objekten, 27 Prämierungen waren beim Beispielhaften Bauen Ulm und Alb-Donau-Kreis 2019-2026 zu zählen. Damit ist es Spitzenreiter der AKBW-Auszeichnungsverfahren in diesem Jahr. Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Susanne Dürr, Architektin und AKBW-Vizepräsidentin, prämierte – nach 14 Stunden Rundfahrt an zwei Tagen – Wohngebäude, eine Sporthalle, ein Feuerwehrhaus, Kindergärten, mehrere Funktions- und Gewerbegebäude, Sanierungen, Innenraumgestaltungen sowie Stadtentwicklungen. Auszeichnungen gingen auch an die Erweiterung der Astrid-Lindgren-Schule und der Jörg-Syrlin-Grundschule (Foto) von Architekten Mühlich + Partner und freiraumplanung mangold. Gemeinsame Träger sind die Stadt Ulm und der Alb-Donau-Kreis.
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Mehr Tempo oder nur mehr Debatte? |
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Über die Auswirkungen des Bauturbos auf die Qualität von Stadtplanung und die Verwaltung diskutierten Kammermitglieder mit Kommunalvertreter:innen in einem Hearing des AKBW-Kompetenzteams Landesentwicklung. Die Erfahrungen nach einem Jahr Anwendung des Instruments zur Wohnraumschaffung sind unterschiedlich. Ob der Bauturbo qualitätsvolles Bauen beschleunigt, hängt vom Zusammenspiel von Baurechts- und Stadtplanungsamt ab. Ebenso wichtig ist ein Gemeinderat, der klare Leitlinien für die Anwendung erlässt. Einigkeit bestand darin, dass der Bebauungsplan das zentrale Instrument kommunaler Planung bleiben und der Bauturbo als Experimentierklausel dienen soll. Bei aller Kontroverse hat der Bauturbo zumindest städtebauliche Qualität und den Wert qualitätvoller Stadtplanung wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt.
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| Architektur macht Schule – Wettbewerb |
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„IBA-HUB“: Umsetzung in der Praxis |
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Mit vier Fortbildungen ist Anfang Oktober der Startschuss für den landesweiten Schüler:innen-Wettbewerb der Architektenkammer BW gefallen: Die begleitenden Lehrkräfte und weitere Interessierte konnten zwischen Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart sowie einem Online-Angebot wählen, um sich mit der Aufgabenstellung von „IBA-HUB – Ort der Bewegung und Begegnung“ vertraut zu machen. In einem Wechsel von theoretischem Impuls und praktischen Übungen umfasste die Fortbildung einen Überblick über die Geschichte der Internationalen Bauausstellungen, Daten und Fakten zum Mobilitätsverhalten in der Gesellschaft mitsamt seinen Auswirkungen auf die gebaute Umwelt, den Energieverbrauch und das Klima sowie verschiedene Impulse etwa zu Gestaltung und „Sozialen Orten“. Eine Kunstlehrerin aus Murrhardt urteilte: „Der Wettbewerb greift viele wichtige Themen auf, auf die es in Zukunft ankommt.“
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| „Der Wettbewerb ist tot, es lebe der Wettbewerb!“ |
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| Mark Arnold, Architekt, Wettbewerbsbetreuer und Laudator „Auslober des Jahres 2026“
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Geballte Kammer-Expertise |
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Tag der Kompetenzteams (KT) im Haus der Architektinnen und Architekten Anfang Oktober: Vier Jahre beschäftigten sich rund 200 Kammer-Mitglieder aus Architektur und Stadtplanung mit der Transformation in Planung und Bauen. Acht Kompetenzteams – jedes zwischen 12 und 40 Mitglieder stark – hatte der Landesvorstand um Präsident Markus Müller zu Beginn der Wahlperiode berufen: Arbeitswelt, Bauwirtschaft, Architekturbüro, Landesentwicklung (LÄND), Nachhaltigkeit, Wohnen, Verfahren sowie eines zur Kammer selbst. Wenige Wochen bevor ein neuer Landesvorstand gewählt wird, diskutierten die Kompetenzteams ihre Ergebnisse. Einig waren sich alle KTs: Der Berufsstand müsse sich noch deutlicher positionieren als derjenige, der den Unterschied mache in der Entwurfsplanung. Müller dankte den Mitgliedern der KTs, sie alle hätten einen riesigen Wissensfundus zusammengetragen und damit „die Basis für rationale Diskussionen“ gelegt.
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Interview: 45 Prozent ESF-Nachlass für alle |
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„Seit der Förderperiode September 2026 haben wir einen neuen Fördersatz“, freut sich Saskia Nehr, Referentin im Institut Fortbildung Bau (IFBau). Statt einer altersabhängigen Staffelung gilt nun ein einheitlicher Fördersatz von 45 Prozent für die ESF-Fachkursförderung. Die Förderung des Landes mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) richtet sich unter anderem an Erwerbstätige, Freiberufler:innen, Unternehmer:innen sowie Gründungswillige und Wiedereinsteiger:innen. Gerade jetzt sei Weiterbildung wichtig, betont IFBau-Referentin Manuela Gantner (Foto): „In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wird oft an Fortbildungsbudgets gekürzt, obwohl es dann besonders wichtig wäre, die eigene Weiterentwicklung im Blick zu behalten.“ Förderfähige IFBau-Veranstaltungen sind in der > Online-Seminarsuche gekennzeichnet.
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Veranstaltungen in der Kammergruppe Ulm/Alb-Donau-Kreis: Am 22. Oktober, 19 Uhr, geht es um Baugeschichte – zum 80-Jährigen der vh Ulm erläutert Sanierungsarchitekt Adrian Hochstrasser die Entstehung des > EinsteinHauses im Club Orange. Tanja Nova, Fachbereichsleiterin Kultur der Volkshochschule Ulm, lädt zur Debatte über den „Dritten Ort“ ein. Am 23. Oktober, 9-17:30 Uhr zeigt Schauspieler und Trainer Volkram Zschiesche bei einem > Präsentationstraining unter dem Motto „Überzeugen, wenn es darauf ankommt“, wie Planerinnen und Planer souverän auftreten.
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Der dänische Architekt Julian Weyer, C. F. Møller Architects, ist am 28. Oktober, 19 Uhr zu Gast bei den > Heilbronner Architekturgesprächen der Kammergruppe Heilbronn. Anhand internationaler Projekte, darunter „Das Herz“ (Foto) in Ikast, ein Kultur-, Bildungs- und Gemeindezentrum, zeigt er, wie integrierte Planung die soziale Begegnung fördert und nachhaltige Lebensräume schafft. Teilnahme vor Ort im Zukunftspark Heilbronn und online möglich.
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„Klimafit für die Zukunft“ |
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Am 6. November, 9:30-17 Uhr, lädt die Akademie für Natur- und Umweltschutz BW gemeinsam mit der AKBW und weiteren Partnern zum 10. Kongress „Klimafit für die Zukunft“ in die Sparkassenakademie Stuttgart ein. Im Fokus stehen Strategien der kommunalen Klimaanpassung. Praxisbeispiele, Fachforen und das Förderprogramm KLIMOPASS liefern Lösungsansätze. Den politischen Blick auf das Thema bringt Umweltministerin Thekla Walker in einer Gesprächsrunde ein.
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| Wissenswertes über die Möglichkeiten, die der alte Baustoff bietet, zusammengetragen aus Lehre, Forschung und Praxis versammelt das neue > Konstruktionshandbuch Stroh. Vorgestellt wird es im Moebelarchiv Karlsruhe am 21. Oktober, 19 Uhr durch die Herausgeber Prof. Florian Kaiser, Jule M. Büchle und Annastasia Hochmuth. Mit Fach-Talk! |
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Bilder von oben: Gerardo Gazmuri; Frank Eppler/AKBW; Michael Spiegelhalter; FOTOSTUDIO PROFIL Brigitte Blesl; Henrik Schipper; AKBW; DAB; AKBW; AKBW; AKBW; Adam Moerk; alghozy auf Unsplash; Edition DETAIL/KIT |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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