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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 30/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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beim jüngsten Symposium in der Architektenkammer fiel ein Satz, der nachwirkte. „Die Bewohner nehmen alles in Kauf, wenn sie einen Balkon bekommen.“ Gesagt hat ihn die Vertreterin einer Baugenossenschaft. Die Menschen, die in deren Gebäuden leben oder auf eine Wohnung darin hoffen, sind diejenigen, die der prekäre Wohnungsmarkt am härtesten trifft. Sie sind es, die am Ende vom Ermessen der Behörden profitieren – wenn kostensenkend von der Stellplatzpflicht befreit oder der Bestand großflächig aufgestockt wird. Baden-Württemberg hat sich den Abbau unnützer Vorschriften vorgenommen. Mindestens so wichtig wäre, ein Klima herzustellen, das selbstbewusstes Entscheiden und das Nutzen von Spielräumen aktiv befördert. Im Sinne des Philosophen Hans Jonas: „Jede Erweiterung der Freiheit ist eine große Wette darauf, dass ihr guter Gebrauch ihren schlechten überwiegen wird.“
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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| Tag der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur 2026 |
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Stadtspaziergänge werden populärer, aber längst nicht so oft genutzt, wie es sinnvoll wäre, sagt Bertram Weisshaar, Atelier Latent. Der freiberufliche Stadtspaziergangsforscher appelliert an Stadtverwaltungen und Bürgerinitiativen: „Mehr davon!“ Zum Auftakt des Tags der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur der AKBW führte Weisshaar Teilnehmende durch Stuttgart. Durch Stadterkundungen habe man „sofort eine gemeinsame Sprache, nicht die Fachsprache der Planer und Architekten“, und man rede „über das, was man sieht, anstelle von dem, was auf dem Plan eingezeichnet ist.“ Zum Beispiel, wie in Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden Extremhitze Begrünung und Entsiegelung für Bewohner und Bewohnerinnen den Unterschied machen: „Die einen sind privilegiert, die anderen haben den Nachteil.“ Dass Engagement öde Stadtflächen verändern kann, zeigte ein Halt am Österreichischen Platz. Für Carolin Lahode vom Verein „Stadtlücken“ einer dieser Orte mit Potenzial für Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt – „Räume, wo man wieder ansetzen kann.“
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel.
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#16 Schlichtung statt Gerichtsverfahren |
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Sind Mitglieder der Architektenkammer BW mit Bauherrschaften oder Berufskolleg:innen in Streit geraten, kann die Anrufung des AKBW-Schlichtungsausschusses eine elegante Alternative zu einem gerichtlichen Verfahren sein. Der Schlichtungsausschuss ist eine anerkannte Gütestelle, bei der sich die Parteien auf dem Weg eines Vergleichs außergerichtlich einigen können. Grund für den ganz überwiegenden Erfolg der Schlichtungsverfahren ist die fachliche Bewertung der streitgegenständlichen Leistung durch die Beisitzer:innen des Schlichtungsausschusses, die versierte Mitglieder der AKBW und Kolleg:innen sind. Diese fachliche Grundlage führt erfahrungsgemäß zu einer höheren Akzeptanz und Bereitschaft der Parteien, den Vergleichsvorschlag anzunehmen.
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Gute Prozessbegleitung immer wichtiger |
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BMA, IPA, ARCH-E ... Bei Wettbewerbs- und Vergabeverfahren verlangen die komplexen Rahmenbedingungen und steigenden Anforderungen kontinuierliche Weiterentwicklung, etwa durch Beratungsgremien, innovative Abwicklungsmodelle oder eine europäische Netzwerk-Plattform – ohne dabei Bewährtes aus den Augen zu verlieren. „Um tragfähige Ergebnisse zu erzielen, wird eine fachkundige, qualitätsorientierte Prozessbegleitung immer wichtiger“, so Dr. Fred Gresens, Vorsitzender des AKBW-Ausschusses Wettbewerb und Vergabe. Mit weiteren Expert:innen des Wettbewerbswesens beleuchtet er beim „Wettbewerbstag 2026“ am 14. Oktober, 10-16:30 Uhr, Stuttgart, aktuelle Positionen und Entwicklungen. Ein Höhepunkt: Die Preisverleihung „Auslober des Jahres“ an die Stadt Ditzingen.
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| Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ |
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Am 22. September erst eröffnet, wird die Aquabox in Stuttgart-Zuffenhausen ganz aktuell im nächsten Online-Seminar der Holzbau-Bildungsoffensive vorgestellt: Am 19. Oktober, 17-19:30 Uhr, sprechen Vertreter von Landeshauptstadt Stuttgart, 4a Architekten (Architektur), POOL out of the BOX (Konzept) und Blumer Lehmann (Holzmodulbau) unter anderem über Chancen und Besonderheiten der Holzbauweise für den Bäderbau. Das in Holzmodulbauweise erstellte Hallenbad wurde weitgehend vorgefertigt und in nur neun Monaten errichtet. Es lässt sich vollständig zurückbauen und nach dem Baukastenprinzip wiederverwenden.
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Die bauordnungsrechtliche Grundlage für den Holzbau im Land ist die HolzBauRL. Diese technische Baubestimmung wurde 2025 novelliert. Neuerungen, Besonderheiten und Abweichungsmöglichkeiten thematisiert das Online-Seminar > Die neue Holzbaurichtlinie Baden-Württemberg am 11. November, 9:30-11 Uhr (Anmelden bis 4. November).
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| „Standardisierung? Die Frage ist, wo! Es gibt unheimlich viel Angst vor Gleichförmigkeit.“ |
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| Tabea Huth, Architektin & Holzbauingenieurin, TU München
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Aufstockung aus dem Konfigurator? |
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Release im Haus der Architektinnen und Architekten in Stuttgart: Nach dreijähriger Forschung stellte Tabea Huth (Foto) die Ergebnisse des Projekts DENSITIM vor – urbane Nachverdichtung in Holzbauweise. Das Land Baden-Württemberg förderte das Projekt an der Technischen Universität München (TUM), das eine Baugruppensystematik für Aufstockungen auf vergleichbare Zeilenbauten der Nachkriegszeit entwickelte, aus Mitteln der Holzbauoffensive – „keine Blaupause, aber eine Vorlage“, präzisierte Moderatorin Dr. Sandra Schuster. Angesichts der Fülle an Grundlagendaten befand ein Teilnehmer: „Sie sind relativ nah an einer Typengenehmigung.“ Dies sei ebensowenig Forschungsgegenstand gewesen wie eine parametrische Nutzung der Daten, so Huth, aber klar sei: „Eine Systematisierung erhält nur durch Digitalisierung einen Wirkungsgrad.“ Vorstellbar sei etwa ein Konfigurator.
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Nachhaltige Baukonzepte stehen bei > # Architektur Praxis 2026 der Kammergruppe Rems-Murr-Kreis am 16. Oktober, 13:30-17 Uhr, im Fokus. Fachvorträge beleuchten CO₂-Reduktion, den Umgang mit Bestandsgebäuden, zirkuläres Bauen und Ortsentwicklung. Vorgestellt werden auch Beispiele, wie das IBA’27-Projekt „Leben in der Vorstadt“ und der Weleda Cradle Campus.
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Wie können Klimaanpassung, energetische Sanierung und gemeinschaftliches Wohnen das Bauen der Zukunft prägen? Dieser Frage widmet sich die Veranstaltung > „Land in Sicht – Gemeinsam Zukunft bauen“ am 14. Oktober, 17-20 Uhr, in Künzelsau. Die Kammergruppe Hohenlohekreis lädt zu Fachvorträgen und Impulsen aus Forschung und Praxis sowie zum Austausch mit Akteur:innen aus Architektur, Energieberatung, Klimaschutz und Kommunen ein. Mit dabei ist auch Kammerpräsident Markus Müller.
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Die > Herbst-Exkursion der Kammergruppe Nordschwarzwald am 24. Oktober führt zu vier wegweisenden Projekten aus den Bereichen innovative Fassadentechnologie, nachhaltiger Holzbau, Denkmalschutz und kommunale Infrastruktur in Reutlingen und Tübingen.
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Bei den > 28. Heidelberger Schlossgesprächen am 10. November, 19 Uhr, spricht die Architektin Almut Grüntuch-Ernst über die Arbeit ihres Berliner Büros zur sozialen und ökologischen Transformation der Städte. Die Anmeldefrist endet bereits am 11. Oktober.
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| Die Zahl der Christen sinkt – und was geschieht mit den Kirchen? Eine hochaktuelle Frage, die aber noch nicht im breiten gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen ist. Welche adäquaten Nachnutzungen sich anbieten, ist Gegenstand des > 21. Schwäbischen Städtetags am 12. Oktober, 13-18 Uhr, in Stuttgart. Eine Veranstaltung des Schwäbischen Heimatbunds in Kooperation u. a. mit der Architektenkammer BW. |
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| Zirkulär und erneuerbar – Veranstaltungstipps |
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In der Reihe > „Zirkuläres Bauen“ vom Architekturschaufenster Karlsruhe steht am 8. Oktober mit > #7: Zirkuläre Innenräume die letzte Präsenzveranstaltung auf dem Programm: Im Rahmen einer Exkursion nach Straßburg werden die Innenräume einer Bankfiliale sowie von zwei Hotels besichtigt. Eine Gesprächsrunde, die die zwei Jahre „Zirkuläres Bauen“ bilanziert, schließt sich an. Das vorerst letzte Webinar findet am 15. Oktober, 12:30-14 Uhr, statt: Bei > #8: Bodenständig – Lehmbau in der Praxis stellen Expert:innen aus Deutschland und Frankreich realisierte Projekte und Lösungen aus dem Leichtlehmbau vor.
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Um Klimaschutz und Wärmewende umzusetzen, hat Baden-Württemberg bei einem Heizungsaustausch eine Nutzungspflicht von 15 Prozent erneuerbarer Energien festgeschrieben. Auch für Denkmäler gibt es verträgliche Lösungen. Welche das sind, ist am 9. Oktober, 9-16 Uhr, Gegenstand des > Arbeitsgesprächs „Erneuerbare Energien für Baudenkmale“.
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Ikonische Architektur durch die Linse |
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Der Vitra Campus in Weil am Rhein bietet ideale Motive für die Architekturfotografie. Am 3. Oktober, 14-17 Uhr, verbindet ein Workshop mit Führung architektonisches Hintergrundwissen mit praktischen Tipps zu Bildkomposition, Perspektive, Belichtung und Detailaufnahmen. Geeignet für Teilnehmende mit guten Grundkenntnissen sowie Fortgeschrittene, eigene Kamera und Stativ erforderlich.
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Bilder von oben: Raissa Axmann; AKBW; AKBW; AKBW; David Matthiessen; AKBW; AKBW; Lisa Fecker auf Unsplash; Schwäbischer Heimatbund; Thomas Dorgler auf Unsplash; Arvydas Venckus auf Unsplash |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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