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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 29/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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während in Hessen oder Rheinland-Pfalz schon wieder Herbstferien anstehen, kehren im Südwesten die letzten Sommerurlauber zurück – und treffen auf ungelöste, unverändert drängende Probleme. 500 Millionen Euro sollten in die Sanierung maroder Infrastruktur fließen. Doch Aufträge aus dem sogenannten Sondervermögen? Weitgehend Fehlanzeige. Mehr Wohnungsbau durch Bau-Turbo? Mitnichten. An kritischer Befassung und Vorschlägen fehlt es nicht, ob vom AKBW-Wettbewerbstag oder vom Nachwuchsarchitekt:innentag NAT ausgehend, auch auf Bundesebene, wie der Ihnen alle zwei Wochen zugehende Newsletter DAB Update belegt. Doch die Sach- und Fachpolitik hat es derzeit schwer, auf die Agenda zu kommen – jedenfalls so lange im Land, gesamtpolitisch gesehen, Sturmwarnung aktiviert ist.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Gezieltere Förderung statt alter Rezepte |
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Selbst unter historisch günstigen Bedingungen wurden in Baden-Württemberg nicht ausreichend Wohnungen gebaut, um den Bedarf zu decken. Der Zinssprung und knappe Kassen in der freien Wirtschaft wie der öffentlichen Hand haben das Delta weiter vergrößert. „Wir müssen uns eingestehen, dass die alten Rezepte nicht mehr funktionieren – vielleicht nie funktioniert haben“, meint Kammerpräsident Markus Müller. Die AKBW schlägt vor, die einzelnen Marktsegmente gezielter zu fördern. „Wenn wir immer nur über den sozialen Wohnungsbau mit seinen großen Subventionssummen sprechen, kommen wir nicht vom Fleck. Wir brauchen verzahnte Ansätze von Landes- und Bundesebene, um Wohnungsbau im privaten, gewerblichen und gemeinnützigen Bereich wieder in Gang zu bringen – und auch institutionelle Investoren wieder anzulocken“, so Müller.
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel
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# 15: Was wie lange aufbewahren? |
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Das Ausscheiden eines Büroinhabers, die Abwehr von Gewährleistungsansprüchen oder die Durchsetzung von urheberrechtlichen Ansprüchen, ein Umzug in andere Büroräume oder eine Prüfung des Finanzamts: die Fallgestaltungen, in denen gesetzliche Aufbewahrungspflichten eine Rolle spielen können, sind vielfältig. Ebenso wie die Rechtsgrundlagen, aus denen sich diese ergeben können. In Betracht kommen vertragliche Vereinbarungen, zivilrechtliche Gewährleistungs- oder Herausgabeansprüche sowie urheber- und steuerrechtliche Vorschriften. Wie lange muss eigentlich was aufgehoben werden? Anworten dazu finden sich im Merkblatt „Aufbewahrungspflichten“.
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„Nachhaltigkeit ist anstrengend“ |
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Wie viel Technik braucht es in Gebäuden? Welche Verantwortung haben Planende bei der Entscheidung? Sind gesetzliche Vorgaben dabei Hilfsmittel oder Hürde? Alldem geht das zweite Forum Nachhaltige Architektur nach, das die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) am 21. Oktober, 12-18 Uhr, in Kooperation mit der AKBW sowie den Kammern NRW und Hessen veranstaltet. „Nachhaltigkeit ist anstrengend, weil sie uns abverlangt, weiter als bis zur nächsten Ecke zu denken“, so AKBW-Präsident Markus Müller. Weil sich die soziale Dimension der Nachhaltigkeit nicht allein im einzelnen Bauwerk manifestiere, beschäftige sich seine Kammer intensiv mit den Fragen des bezahlbaren Wohnens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Müller zählt zu den fast 20 Referierenden in Mannheim. Am Abend schließt sich die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur an. Zu den > neun Nominierten gehören auch das ZERO. (Foto oben) von RIEHLE KOETH und die Josef-Schwarz-Schule (unten) von Behnisch Architekten.
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| Kulturstätte Landeshauptstadt |
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Warnung vor Schnellschüssen |
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Die Architektenkammer Baden-Württemberg warnt im Zusammenhang mit der Kostendebatte über die Sanierung der Oper Stuttgart vor publikumswirksamen Schnellschüssen. „Beide Projektpartner arbeiten seit Jahren in einem professionellen Erkenntnisprozess. Dieser wird im Dezember, also in wenigen Wochen, mit der Jurierung eines europaweiten Wettbewerbs zu detaillierten Sanierungsvorschlägen führen – eine zielführende Diskussionsgrundlage für die unbestreitbar notwendigen Spardebatten“, so Kammerpräsident Markus Müller. Der vor Jahresfrist ausgelobte Wettbewerb liefere zahlreiche Erkenntnisgewinne, die als Fundus für Sparmaßnahmen genutzt werden müssten. „In dem Expertengremium versammelt sich das Who-is-who der Opernsanierer Deutschlands“, so Müller. Dort werde herausgearbeitet, welche Eingriffe in den Littmann-Bau wirklich notwendig seien und welche lässlich. Ohne solche Projektrationalität werde eine sinnvolle Sanierung scheitern.
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Vergleichsweise ausgewertet |
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Baukosten berechnen für Passiv- und Effizienzhäuser? Ein zunehmend schwieriges Unterfangen. Erst recht, wenn Lebenszyklusdaten zu berücksichtigen sind. Das Baukosteninformationszentrum BKI mit Sitz in Stuttgart hat auf 834 Seiten den „Objektdaten-Sonderband S9“ mit 63 Referenzobjekten aus allen Stadt- und Landkreisen in Deutschland zusammengestellt – Neu- und Bestandsbauten, alle ausführlich mit Bild und Berechnungen dokumentiert. Die Kostenkennwerte können entsprechend dem regionalen Baupreisniveau angepasst werden. Eine gute Vergleichsgrundlage.
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| „Je schneller, nachhaltiger und kostengünstiger wir bauen, sanieren, aktivieren, desto sozialer und wirtschaftlicher handeln wir! Auch hier brauchen wir Mut zum Machen!“ |
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| Cem Özdemir, Ministerpräsiedent von Baden-Württemberg
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Jung, kritisch, konstruktiv |
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Beim Nachwuchsarchitekt:innentag (NAT) 2026 am 23. Oktober, 10-18 Uhr, geht es „quasi um alles“: Digitalisierung, Wohnen, Klimaverantwortung und die Zukunft des Berufsbildes sind Themen, die Saskia Nehr, AKBW-Referentin, im Interview nennt. Herzstück bilden zehn kuratierte Workshops in kleineren Gruppen, „sodass man wirklich in den Austausch kommt und keine reine Input-Veranstaltung hat“. Die erarbeiteten Ideen sollen in einer gemeinsamen Abschlusserklärung münden. Zur Teilnahme an der Veranstaltung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingeladen sind Studierende, Berufseinsteiger:innen und Planer:innen aus der Praxis. Der NAT bringt alle zwei Jahre junge Planende mit erfahrenen Akteur:innen aus Praxis, Lehre, Industrie und Politik zusammen. Die Organisation liegt bei nexture+, der Bundesarchitektenkammer sowie – dieses Mal – bei der AKBW.
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| Zum > zehnjährigen Jubiläum lädt der CHAPEL e.V. gemeinsam mit den vier Gründungsvereinen und der Kammergruppe Heidelberg am 19. September, 16-22 Uhr, ein. Gefeiert wird eine Dekade Begegnung und lebendige Stadtkultur in der Heidelberger Südstadt – auch eine Gelegenheit, das Haus und die Akteure besser kennenzulernen. |
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Mit dem Einfluss künstlicher Intelligenz auf die Architektur setzt sich das > Hohenheimer Gespräch am 24. September, 19:30-21:30 Uhr, in Stuttgart auseinander. Im Zentrum steht die Frage, ob KI lediglich ein weiteres Werkzeug im Entwurfsprozess ist oder langfristig die kreative Leistung von Architekt:innen ersetzen könnte, gerade bei nicht in Algorithmen abbildbaren Teilbereichen. Christian Holl (frei04-publizistik) moderiert das Gespräch von Ulrich Blum (Zaha Hadid Architects London), Jürgen Bartenschlag (Sauerbruch Hutton Architects), Prof. Dr. Sandra Meireis (TU Darmstadt) sowie Prof. Thomas Wortmann (ICD Uni Stuttgart).
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Zu einer > Podiumsdiskussion über gute Quartiersentwicklung lädt die Kammergruppe Biberach am 29. September, 19:30 Uhr, ins Museum Biberach ein. Als Einstieg werden Ausschnitte aus dem Film „Ein Dorf rückt zusammen – Leuchtturmprojekt ‚Am Garnmarkt‘ in Götzis“ vorgeführt. Es diskutieren Prof. Julia Siedle (Hochschule Biberach) und Herbert Singer (Sozialbau Kempten) über zukunftsfähiges Wohnen im Allgemeinen und mit Blick auf Biberach. Ergänzt wird das Gespräch mit Einblicken in den Planungsstand zur Quartiersentwicklung Hirschberg und in eine fiktive studentische Arbeit – Leben und Arbeiten im ehemaligen Krankenhaus.
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Ein Willkommen für die Neumitglieder |
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„Persönlichen Austausch und gute Kontakte in unserer Kammer halten wir für ungemein wichtig und notwendig“, so Andreas Grube und Thomas Schramm, 1. und 2. Vorsitzender des Kammerbezirks Karlsruhe. Die beiden laden am 5. Oktober, 15:30 Uhr, alle neuen Mitglieder zu einem Willkommenstreffen ins Tollhaus in Karlsruhe ein. Nach einer Führung über das Gelände des Alten Schlachthofs stellt sich das Netzwerk der Junior-Architekt:innen und -Stadtplaner:innen (JunAS) vor. Ebenfalls im Tollhaus findet ab 18 Uhr im Rahmen der trinationalen Architekturtage ein Vortragsabend mit der preisgekrönten französischen Architektin Maud Caubet (Foto: Viaterra Lyon) statt.
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Die Landschaft als zentraler Akteur |
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Vom 1. bis zum 25. Oktober laufen die trinationalen Architekturtage: 180 Veranstaltungen in rund 50 Städten entlang des Oberrheins. Das Thema der 26. Festival-Auflage lautet „Architektur & Landschaft“. Lange Zeit als bloße Kulisse betrachtet, ist die Landschaft heute ein zentraler Akteur bei der Transformation von Städten und Regionen. Es gilt, das Verhältnis zwischen bebauter Umwelt, Natur und Nutzung neu auszurichten. Vorträge, Ausstellungen, Führungen, Spaziergänge, Performances, Filmvorführungen und Workshops regen dazu an, über die Gestaltung zukünftiger Lebensräume nachzudenken.
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Kommunen in Bewegung bringen |
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Unter dem Titel „Impulse für die Stadtentwicklung durch große Projekte in kleineren Städten“ beleuchtet eine Transferwerkstatt am 29. und 30. September in Ellwangen (Jagst), wie Maßnahmen der Stadtplanung die Entwicklung von Kommunen über die eigentlichen Vorhaben hinaus anstoßen können. Auf dem Veranstaltungsprogramm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung stehen unter anderem die Landesgartenschau Ellwangen (Foto), die interkommunale Gartenschau in Baiersbronn und Freudenstadt, die REGIONALE in Südwestfalen, aber auch die Wiederbelebung von Leerständen und Brachflächen in Mössingen und Oettingen.
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Rohstoffdepot statt Abfallquelle |
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Sechste Folge der Veranstaltungsreihe „Zirkuläres Bauen“ des Architekturschaufensters Karlsruhe: wie die Wiederverwendbarkeit von Ressourcen bereits in der Planung mitgedacht werden kann und welche digitalen Werkzeuge, Methoden und Datenstrukturen dabei helfen, zirkuläre Materialflüsse in der Baupraxis umzusetzen, sind Inhalte des Webinars „Wiederverwendbar planen“ am 21. September, 12:30-14 Uhr. Das Spektrum reicht vom Materialpass bis zum digitalen Gebäuderegister.
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Zum Thema: Der > Kompetenzatlas Zirkuläres Bauen ist eine digitale Plattform, auf der Unternehmen, Planungsbüros und Organisationen nach Registrierung ihre Leistungen und Produkte präsentieren können. Kommunen, Bauherrschaften und weitere Akteure erhalten so eine Übersicht, welche Lösungen es bereits gibt und wer sie umsetzen kann. Die AKBW ist Projektpartnerin des von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH initiierten Kompetenzatlas‘.
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Wettbewerbsthema: IBA-HUB |
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Mit ihrem zweiten landesweiten Schüler:innen-Wettbewerb greift die AKBW ein zentrales Thema der IBA’27 auf: die Gestaltung von multifunktionalen Verkehrsknotenpunkten. Unter dem Titel „IBA-HUB“ sollen die jungen Menschen (ab der 5. Klasse) bestehende Ein- oder Umstiegsstellen durch zusätzliche Nutzungen wie Co-Working, Kultur- oder Sportangebote zu Orten der Begegnung aufwerten. „Wir möchten auch erfahrbar machen, wie sehr Architektur und Stadtentwicklung das Zusammenleben und letztlich die Stabilität der Demokratie beeinflussen können“, betont AKBW-Präsident Markus Müller. Kooperationspartner des Projekts, das im aktuellen Schuljahr läuft, ist die IBA’27; das Konzept stammt von der bauwärts gGmbH, gefördert wird es von der Baden-Württemberg Stiftung. Die Schirmherrschaft liegt bei Kultusminister Andreas Jung.
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Bilder von oben: Ivan Nemec; AKBW, generiert mit Claude Opus; AKBW; Achim Birnbaum | David Matthiessen; Pasqualino Capobianco auf Unsplash; DAB; AKBW; Chapel e.V.; Maud Caubet Architectes; MEA; Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH; AKBW |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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