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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 26/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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abgesagte Sommerfeste, stornierte Besichtigungen am Tag der Architektur, Krankenhäuser melden Kapazitätsengpässe, der Deutsche Wetterdienst zählte im Juni elf Extremhitzetage hintereinander, Tausende sterben hierzulande an Hitzefolgen. In Frankreich brennt’s. Zwar nimmt die Planungsaufgabe Klimaanpassung tendenziell zu, aber Schulen und Kitas mit 40 Grad im Klassenraum, baumlose Schulhöfe und öffentliche Plätze mit Bäumchen, die Stämme dünn wie Unterarme, sind keine Seltenheit. Vor zwei Jahren bereits richteten die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Landesärztekammer einen dringlichen Appell an Land und Kommunen, Hitzeschutz als Pflichtaufgabe gesetzlich zu verankern und den Kommunen dabei zu helfen, dem Schutz ihrer Bürger nachzukommen. Die Botschaften aus der Bruthitze scheinen zu verhallen. Wann soll das oft beschworene Umdenken stattfinden, wenn nicht jetzt? Eine Frage, die sich am heutigen Erdüberlastungstag einmal mehr aufdrängt.
Eine gesunde Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Neuester Stand ArchG, Bau-Turbo, VwV-TB |
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Vollgepackt mit Wissenswertem aus Berufspolitik und Gesetzgebung war Update 2026 – das jährliche Informationsformat der Architektenkammer Baden-Württemberg: Kammer-Justiziarin Sonja Scharkowski erläuterte relevante Neuerungen in der Novelle des Architektengesetzes. Der Stadtplaner Oliver Strobel (2.v.l.), cityplan Reutlingen, beleuchtete die Anwendungschancen des neuen „Bau-Turbo“ für Kommunen. Und AKBW-Referent Jochen Stoiber (3.v.l.) gab eine Übersicht über die neue Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen, die er mit dem Plädoyer für einen „Belastungsstopp bei Bauvorschriften“ schloss. Beim Auftaktgespräch appellierte AKBW-Präsident Markus Müller (1.v.r.) an die rund 1.000 anwesenden und zugeschalteten Mitglieder: „Gehen Sie wählen! Das wird die Kammer nochmal stärken“ – und Vizepräsident Stephan Weber (2.v.r.) stellte die neu gegründete Architektenkooperative > ARKO vor, die treuhänderisch ein kuratiertes digitales Ökosystem für Planungsdaten bietet.
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| AKBW zu gesundheitlichem Hitzeschutz |
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Baukultur? Botschaften aus der Bruthitze |
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Zwei Jahre ist es her, dass die Architektenkammer BW mit der Landesärztekammer Baden-Württemberg eine Handreichung zum sommerlichen Hitzeschutz erarbeitet hat. Gesundheitliche Aspekte, so die Forderung, müssten bei Planung und Genehmigung (neuer) baulicher Maßnahmen eine erheblich größere Rolle spielen als bisher. Angesichts der massiven Zunahme an Extremwetter sei gesundheitlicher Hitzeschutz zwingend als gesetzliche Pflichtaufgabe in der LBO BW zu verankern. Das Land müsse zudem Kommunalprogramme für Hitzeschutz in städtischen Freiräumen auflegen. Das AKBW-Kompetenzteam Nachhaltigkeit hat aktuell ein Positionspapier zum Baumschutz erarbeitet mit konkreten Vorschlägen für eine landeseinheitliche Regelung des Baumschutzes – als ein Baustein im Reigen der Klimaanpassungsmaßnahmen. AKBW-Landesvorstand Albrecht Reuß dazu im SWR-aktuell-Interview: „Es ist unbedingt wichtig, die Bäume, die da sind, mit ihrer Kühlungswirkung zu erhalten, und gleichzeitig neue Bäume zu pflanzen, die wir noch in viel größerer Zahl brauchen.“
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| AKBW-Architekturgespräche |
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Neue Praxis ohne Autorenschaft |
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„Neue Praxis! Neue Praxis?“ hieß es zum dritten Mal bei den Architekturgesprächen 2026. Moderator Christian Holl und Gäste gingen der Frage nach, wie Architekt:innen künftig arbeiten werden. Das Thema sei „ein scheues Reh, das schon wieder woanders steht, während man darüber spricht.“ Dagmar Pelger (li.), coopdisco, und Julia Naumann, Naumann Wasserkampf Architekten, präsentierten Ansätze, die auf Dialog, Kooperation und gesellschaftliche Verantwortung setzen. Ziel des Berliner Vereins coopdisco ist es, gemeinwohlorientiere Orte zu entwerfen. Die Mitglieder verstehen Architektur nicht als isolierte Disziplin, sondern als Werkzeug, um gesellschaftliche Prozesse zu begleiten. Julia Naumann warb mit Slogans wie „Kill the Author“ oder „Kill your Style“ für den Abschied von klassischen Autorenschafts- und Stilvorstellungen. Ihr Fazit: „Don’t kill the Idea.“ Beide Planerinnen betonten den Wert guter Auftraggeber:innen. „Ein Projekt ist nur so gut, wie alle Beteiligten“, so Naumann.
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| Mitglieder-Umfrageergebnisse |
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Fiktion Genehmigungsfiktion |
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Die Einführung der Genehmigungsfiktion sollte das Bauen beschleunigen – weil die Baurechtsbehörden angehalten sind, Baugenehmigungen zügig zu erteilen, da ansonsten mit fingierter Genehmigung gebaut werden darf. „Wir waren bei der Einführung der Fiktion skeptisch, ob bei der aktuellen Ausgestaltung eine Beschleunigungswirkung eintritt“, sagt Präsident Markus Müller. Eine Umfrage unter Gremienmitgliedern bestätigt die Befürchtungen der Kammer. Nur drei von 56 Befragten haben das Instrument bislang genutzt. Größte Hemmnisse sind die Erwartung einer formalen Baugenehmigung durch die Bauherrschaft oder die Sorge vor Haftungsrisiken. Aber auch Baurechtsämter wirken mitunter aktiv darauf hin, dass die Genehmigungsfiktion nicht in Anspruch genommen wird.
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| „Wir brauchen in der Stadtplanung ein ganz anderes Verhältnis von grünen, unversiegelten und versiegelten Flächen – vereinfacht gesagt: mehr Grün, mehr Wasser.“ |
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| Albrecht Reuß, Vertreter der Stadtplanung im AKBW-Landesvorstand
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| AKBW-Schüler:innenwettbewerb |
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Gesucht: Junge Ideen für den IBA-HUB |
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Nach den Ferien startet der zweite landesweite Schüler:innenwettbewerb der AKBW. „IBA-HUB: Ort der Bewegung und Begegnung“, so der Titel. In Kooperation mit der IBA’27 und gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung widmet sich der Wettbewerb Kerninhalten der Internationalen Bauausstellung. Den Schwerpunkt legt er dabei auf nachhaltige Knotenpunkte für Mobilität und soziale Netzwerke. Bei einem Kick-off auf dem Stuttgarter Killesberg führte die mit der Erarbeitung des Konzepts betraute bauwärts gGmbH in die Aufgabenstellung ein; darüber hinaus konnten die Pädagog:innen und Architekturvermittler:innen vor Ort die beiden IBA-Projekte Umbau Brenzkirche sowie Neubeu Weissenhof.Forum kennenlernen. „Die Vorstellung der Aufgabe durch Architekten war total inspirierend“, so das Urteil einer Lehrerin. Im Oktober folgen ganztägige Fortbildungen in Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart.
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Bei drei Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ endet demnächst die Einreichungsfrist: beim „Main-Tauber-Kreis 2017-2026“ am 6. August, beim „Landkreis Emmendingen 2018-2026“ am 8. September und im Verfahren „Ulm/Alb-Donau-Kreis 2019-2026“ am 14. September. Teilnahmeberechtigt sind Architekt:innen, Landschafts- und Innenarchitekt:innen, Stadtplaner:innen sowie Bauherrschaften, die mit den zuvor genannten geplant und gebaut haben. Die Architektenkammer BW würdigt die ausgezeichneten Objekte mit einer Bronzeplakette und Urkunde, stellt die Prämierungen in einer Wanderausstellung vor, gibt eine Broschüre heraus und veröffentlicht die Arbeiten im Internet.
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Impulse für die Stadtplanung |
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Wie lässt sich Bauleitplanung künftig wirksamer und praxistauglicher gestalten? Der Tag der Bauleitplanung am 28. und 29. August in der Centralstation Darmstadt bringt Fachleute aus Planung, Verwaltung und Politik zusammen, um aktuelle Herausforderungen der Stadt- und Gemeindeentwicklung zu diskutieren. Veranstalter des Netzwerktreffens sind die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen sowie die Architektenkammern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden. Das Programm umfasst eine Fachtagung sowie eine Exkursion zu neuen Darmstädter Stadtquartieren.
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Stadtbaukultur: Innovationen gesucht |
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Bis zum 30. September können sich Stadtplaner:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Architekt:innen sowie öffentliche und private Planungsträger um den Deutschen Städtebaupreis 2027 und bis zu fünf Auszeichnungen bewerben. Vergeben wird außerdem der Sonderpreis „Räume des Zusammenhalts – Städtebau, der verbindet“. Die städtebaulichen Projekte müssen nach dem 1. Januar 2021 in Deutschland realisiert worden sein; Teilfertigstellungen sind möglich, wenn bereits auf das Gesamtprojekt geschlossen werden kann. Ausloberin ist die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL).
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| „Truly life changing. I’m so grateful!” So die Reaktion einer aus Irland stammenden Absolventin des Masterstudiengangs „architecture typology“ an der TU Berlin. Grund der Euphorie: ihrer Anerkennung als Architektin durch das Royal Institute of Architects in Ireland steht nichts mehr im Wege. |
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Die AKBW begleitet federführend als deutsche Notifizierungsstelle die Anerkennung von deutschen Studiengängen in EU-Mitgliedsstaaten – so auch in diesem Fall. Gesetzesgrundlage sind die Berufsanerkennungsrichtlinie (BARL) und das Architektengesetz Baden-Württemberg.
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Bilder von oben: Jonathan Sage Photography; AKBW; AKBW; djedj auf Pixabay; AKBW; AKBW (KI-generiert mit Claude); AKBW; Max Kovalenko; Max Böttinger auf Unsplash; DASL; Caleb Holden auf Unsplash |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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