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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 24/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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fast vier Monate sind seit der Landtagswahl vergangen. Vor zwei Monaten wurde die neue Bauministerin vereidigt. Seither geht die Branche auf Tuchfühlung mit Theresa Schopper. Auch die AKBW-Spitze traf sich zum Kennenlerngespräch, zahlreiche „Baustellen“ im hochkomplexen Themenfeld Planen und Bauen im Gepäck. Ohne ins Detail zu gehen: Der Austausch stimmte optimistisch. Die Kammer als berufsständische Vertretung traf auf eine Ministerin, die zuhörte, Offenheit, pragmatischen Lösungswillen und die Bereitschaft zeigte, Dinge auch mal anders zu denken. Anfang kommender Woche wird Theresa Schopper die Gastrednerin auf dem Sommerlichen Empfang der Architektenkammer BW sein. Wir sind gespannt.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Maßstäbe für nachhaltiges Bauen |
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„Der Wettbewerb Beispielhaftes Bauen zeigt, wie viel richtig gute Architektur es im Stadt- und Landkreis gibt“, so Norbert Heuser, Landrat des Kreises Heilbronn. „Zugleich setzt er Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und inspiriert Kommunen, Unternehmen sowie private Bauherrinnen und Bauherren.“ Der Schirmherr freute sich über die große Resonanz von 70 Einreichungen beim Beispielhaften Bauen Stadt und Landkreis Heilbronn 2020-2026. Die Jury unter Vorsitz von Matthias Schuster, Freier Architekt und Stadtplaner, vergab letztlich 22 Auszeichnungen: darunter auch die Innengestaltung der Stadtbibliothek Heilbronn (Foto) von DIA – Dittel Assoziierte und der Stadt Heilbronn. Die Prämierungen reichen von inklusivem Wohnen als innerstädtische Nachverdichtung über gelungene Schulsanierungen bis zum neuen Stadtgarten Heilbronn als grünes Wohnzimmer der Stadt.
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Innovativ und spektakulär |
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Eine beeindruckende Holzkonstruktion und eine Hülle aus Glasziegeln: das neue Eckgebäude des Historischen Museums Oberamteistraße (Foto), geplant von wulf architekten in ARGE mit Ingenieurbüro GRAU Wurst.Wisotzki.GbR sowie bäuerle landschaftsarchitektur + stadtplanung, ist eines von 16 Objekten, das die Jury des Beispielhaften Bauens im Landkreis Reutlingen 2020-2026 überzeugte. Die Bandbreite reicht von flächensparendem Wohnungsbau über das Texoversum mit seiner innovativen Fassade aus gewickelten Glas- und Kohlestofffasern bis hin zu zukunftsfähiger Ortskern- und Freiflächengestaltung. 64 Einreichungen hatte die Jury unter Vorsitz von Wolfgang Sanwald, Freier Architekt und Stadtplaner sowie AKBW-Landesvorstand, zu bewerten. Die Schirmherrschaft hat Landrat Dr. Ulrich Fiedler.
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Eindrucksvolles Potpourri |
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Beim Beispielhaften Bauen Enzkreis und Stadt Pforzheim 2017-2026 beurteilte die Jury unter Vorsitz von Mirjam Schnapper, Architektin und Innenarchitektin sowie Mitglieder im AKBW-Landesvorstand, 49 Einreichungen und prämierte 18 Objekte: von Holz-Hybrid-Wohnungsbauten über bemerkenswerte Innenräume bis zu klimaangepassten Stadt- und Verkehrsräumen – darunter auch der Pfälzer Platz (Foto) in Pforzheim von Glück Landschaftsarchitektur. Schirmherr des Auszeichnungsverfahrens ist Landrat Bastian Rosenau. Die Erste Landesbeamtin, Dr. Hilde Neidhardt, ist überzeugt: „Gute Architektur verleiht unseren Städten und Gemeinden Identität und Charakter.“
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Besonders eindrucksvoll sind die ausgezeichneten Projekte, die Bestehendes weiterdenken – etwa die Umnutzung des ehemaligen Bader-Retourengebäudes. Das griff auch der Südwestrundfunk in seiner > Nachrichtensendung SWR aktuell auf.
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Grundsatzurteil: Praktikumszeit zählt! |
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Die zweijährige praktische Tätigkeit während der Zeit als Juniorarchitekt:in/Juniorstadtplaner:in wird als sogenannte „Erfahrungszeit“ anerkannt, sodass sich daraus die Eingruppierung in eine höhere Besoldungsstufe ergeben kann. Mit diesem Urteilsspruch des Bundesverwaltungsgerichtes (BVerwG) endete ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen einer als Landesbeamtin tätigen, eingetragenen Architektin und dem Landesamt für Besoldung und Versorgung BW. Die AKBW unterstützte die Klage des Mitglieds finanziell wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für alle Architekt:innen und Stadtplaner:innen im Beamtendienst. Das Verwaltungsgericht Freiburg und der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatten die Anerkennung der Praxiszeit vorinstanzlich verneint. Das BVerwG kam im Revisionsverfahren nun zur gegenteiligen Auffassung.
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel
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#14 neu: Bautechnischer Konstrukteur |
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Die Ausbildung zum „Bauzeichner“ wurde modernisiert: Sie wird ab dem 1. August offiziell von der Ausbildung „Bautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin“ abgelöst und fokussiert sich stärker auf digitale Arbeitsweisen wie Building Information Modeling (BIM) und nachhaltiges Bauen. Außerdem schließt die Ausbildung künftig mit einem neuen praktischen Prüfungsformat ab, das sich mehr am jeweiligen Tätigkeitsbereich der ausbildenden Architekturbüros orientiert. „Aber mit der neuen Berufsbezeichnung, wird inhaltlich und formal nicht alles neu und anders,“ beruhigt Sonja Hauska, die das Thema als ehrenamtliche Referentin bei der AKBW betreut. So würden etwa Büros, die schon bisher ausgebildet haben, auch weiterhin ihre IHK-Zulassung behalten.
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Mit großen Erwartungen startete vor einem Jahr das virtuelle Bauamt, das das Baugenehmigungsverfahren digitalisieren sollte. Einer Umfrage unter den AKBW-Gremienmitgliedern zufolge haben sich diese bislang noch nicht erfüllt. Keine Beschleunigung – oder gar noch längere Genehmigungszeiten – und technische Hindernisse prägen das Bild. Verbesserungen gebe es nur vereinzelt. „Das ViBa ist ein erster Schritt, der ging auch in die richtige Richtung“, urteilt Kammerpräsident Müller. „Wir brauchen jetzt aber den Drive, das ViBa dahin zu entwickeln, dass es sich an den Workflows der Architekten und Baurechtsbehörden orientiert und so eine bessere und schnellere Zusammenarbeit möglich macht.“
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Junge Ideen für den Transit |
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„IBA-HUB – Ort der Bewegung und Begegnung“: so der Titel des zweiten landesweiten Wettbewerbs, den die AKBW im Schuljahr 2026/27 für Jugendliche ab der 5. Klasse auslobt. Als Kick-off waren Lehrkräfte und Architekturvermittler:innen auf den Stuttgarter Killesberg eingeladen, um Ideen der Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027 (IBA’27) kennenzulernen und Grundzüge des Wettbewerbs vorgestellt zu bekommen. Aufgabe wird die Gestaltung eines nachhaltigen Knotenpunkts („HUB“) für Mobilität und soziale Netzwerke sein. „Jeder junge Mensch ist Spezialist für Orte des Transits, etwa durch den Weg zu Schule, Verein, Freunden“, so Jan Weber-Ebnet, bauwärts gGmH. Hier seien Ideen gesucht, die den Gedanken des sozialen Zusammenhalts in einem kleinen punktuellen Bauwerk lebendig werden lassen. Der Wettbewerb, den die AKBW in Kooperation mit der IBA’27 durchführt, wird von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert.
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| „Die große Resonanz beim Beispielhaften Bauen zeigt, dass Baukultur auch in herausfordernden Zeiten Bestand hat.“ |
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| Norbert Heuser, Landrat des Landkreises Heilbronn
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Zu teure „Kosten des Nichtstuns“ |
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Volles Haus bei der 2. Fachtagung des Netzwerks für Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) Baden-Württemberg im Haus der Architekt:innen, Stuttgart. Zur Eröffnung betonte Prof. Dr. Thomas Stark, HTWG Konstanz: „Die Umsetzung der Energiewende ist auch eine Frage der Baukultur.“ Dominik Bernauer, Abteilungsleiter im Umweltministerium BW, hob die Bedeutung einer resilienten Energieversorgung hervor: Die „Kosten des Nichtstuns“ seien zu teuer. Vorgestellt wurden die einzelnen Bausteine des dritten geförderten Kooperationsprojekts der BIPV-Initiative, das am 1. November 2025 gestartet ist – darunter erste Vorschläge für ein mobiles Kompetenzzentrum. Die Teilnehmenden konnten dazu auch ihre Stimme abgeben. Im Rahmen der Best-Practices-Präsentationen erläuterte das PV-Kompetenzzentrum des Landesbetriebs Vermögen und Bau u. a. die Herausforderungen der PV-Anlage auf dem Landtag und Steffen Poschik, a+r Architekten, referierte über BIPV und Baukultur am Beispiel des Landratsamts in Waiblingen. Eine Fachausstellung regionaler BIPV-Hersteller (Foto) ergänzte das Programmangebot.
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| Kompetenzteam Architekturbüro |
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KI-Agenten: wo können sie wie unterstützen? |
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Wie sich KI-Agenten sinnvoll im Architekturbüro einsetzen lassen, diskutierten die Teilnehmenden beim zweiten KI-Stammtisch, moderiert von Stephan Weber, AKBW- und BAK-Vizepräsident, sowie Wiebke Schneider vom Kompetenzteam Architekturbüro. Die vorgestellten praktischen Erfahrungen reichten von Routineaufgaben wie E-Mail-Bearbeitung und Terminverwaltung bis hin zur spezialisierten Suche nach wiederverwertbaren Bauteilen. Deutlich wurde: Erfolgreiche Lösungen benötigen klare Prozesse, hochwertige Daten und realistische Erwartungen. Carlos Andrés Espinosa Romero, asp Architekten GmbH, brachte es auf die Formel: „Agenten sind nur so gut wie die Ziele, die man definiert.“ Konsens bestand darin, dass grundlegende KI-Kompetenzen künftig zum Handwerkszeug aller Mitarbeitenden gehören, während die Entwicklung von komplexeren Agenten wohl einer kleinen Gruppe von Powerusern vorbehalten bleibt. Und: KI-Agenten können unterstützen, die fachliche Verantwortung verbleibt jedoch beim Menschen.
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Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Kirche, Kommunen, Planung, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeitet der Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen BW“ daran, die Potenziale kirchlicher Ressourcen für die Wohnraumversorgung sichtbar zu machen und neue Lösungsansätze zu entwickeln. Unter dem Titel „Kirche gibt Raum – Allianzen für die Wohnraumversorgung“ findet dazu am 23. Juli, 14-18 Uhr, im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung statt. Mit dabei: Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen BW.
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Am 30. Juli, 18 Uhr, lädt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW zu „Baukultur am Abend“ auf die Sparkassen-Heimatbühne in Ellwangen ein. Im Rahmen der Landesgartenschau Ellwangen 2026 sollen innovative Ansätze für die Gestaltung öffentlicher Räume entwickelt werden. Angesichts von Starkregen, Dürre und zunehmenden Hitzeperioden diskutieren Expert:innen, wie Wasser und Begrünung gezielt bei der Stadt- und Freiraumplanung eingesetzt werden können, um den Folgen des Klimawandels aktiv entgegenzuwirken. Auf dem Podium sprechen Hannes Bäuerle, AKBW-Vorstand Fachrichtung Landschaftsarchitektur, Dr. med. Robin Maitra, Vorsitzender der Landesärztekammer Baden-Württemberg, sowie weitere Fachleute.
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Der db-Wettbewerb „Respekt & Perspektive“ würdigt als Bauen-im-Bestand-Preis Sanierungen, Umbauten und Erweiterungen, bei denen es gelingt, Bauwerke mit angemessenen und herausragenden gestalterischen Mitteln fit für die Zukunft zu machen. Die Lösungen sollten dabei über technisch etablierte Standards hinausgehen. (Innen-)Architekt:innen, Bauingenieur:innen und Fachplaner:innen können ihre nach Anfang 2024 fertiggestellten Objekte bis 15. August einreichen.
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Bilder von oben: Philip Kottlorz; Dietmar Strauß; Brigida González; Lucas Reyer; AKBW; AKBW; AKBW generiert mit Claude; AKBW; AKBW; AKBW; SDB; Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH; db deutsche bauzeitung |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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