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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 23/24 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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es darf gewählt werden! Die Kammerwahlen 2026 sind eröffnet mit der ersten Wahlrunde für die Vorsitze bzw. Leitungsteams der Kammergruppen sowie für die Delegierten der Landesvertreterversammlung (LVV). Es ist der Auftakt zu einem Jahr der Weichenstellungen: Von Kammergruppen bis Präsidentin oder Präsident – selten standen so viele Neubesetzungen an, waren auch so viele jüngere Mitglieder bereit, Verantwortung zu übernehmen und die Kammer in die Zukunft zu führen. Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat einiges unternommen, den Wahlakt niederschwelliger und attraktiver zu gestalten durch digitale Tools wie den Wahl-O-Mat, Kandidat:innen-Vorstellungen auf der Homepage oder die Stimmabgabe selbst. Nehmen Sie sich die Zeit. Die Kammer 2027 ist die, die Sie wählen.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Jetzt mitentscheiden: Wahlperiode gestartet |
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Seit dem 1. Juli sind die virtuellen Wahlkabinen geöffnet: Rund 26.000 Mitglieder der Architektenkammer Baden-Württemberg sind aufgerufen, online oder optional per Briefwahl ihre Stimme abzugeben. Der Wahlzeitraum läuft noch bis zum 1. August. AKBW-Hauptgeschäftsführer Hans Dieterle wirbt im Interview für eine hohe Beteiligung: „Meine herzliche Bitte an die Kammermitglieder wäre zu wählen, weil wir viele neue, junge, motivierte Interessenten für das Ehrenamt haben, und die sind natürlich noch ein wenig mehr motiviert, wenn sie mit einer guten Wahlbeteiligung gewählt werden.“ Gewählt werden die Kammergruppenvorsitze und die Deligierten der Landesvertreterversammlung. Aufgrund der Amtszeitbegrenzung steht zudem ein bedeutender Generationswechsel bevor. Denn im Herbst wählt die Landesvertreterversammlung eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Dieterle betont: „Es kommen neue Köpfe, neue Ideen – und das ist das, was die Wahlen ausmacht.“
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AKBW-Mitglieder haben dieses Jahr erstmals die Gelegenheit, zu den Kammerwahlen einen Wahl-O-Mat zu nutzen – falls sie beispielsweise das Gefühl haben, nicht ausreichend Kandidierende zu kennen, um eine informierte Wahlentscheidung treffen zu können. Anhand von 33 Thesen zur Ausrichtung der Kammer und zur Berufspolitik können die Wahlberechtigten ihre eigene Haltung mit derjenigen der Kandidierenden vergleichen.
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Die Fertigstellung von Stuttgart 21 verschiebt sich um weitere fünf Jahre. Damit rücken die in der Landhauptstadt dringend benötigten neuen Wohnungen im Rosensteinviertel in die Ferne – und Baustellen und Umleitungen bleiben weiterhin prägende Faktoren. Dazu Albrecht Reuß, AKBW-Landesvorstand Fachrichtung Stadtplanung, in SWR aktuell: „Das größte Manko ist die fehlende Visitenkarte“ – etwa für Leute, die sich eventuell in Stuttgart niederlassen wollten, um dort wirtschaftlich tätig zu werden. Umso wichtiger für ihn, dass nach der jahrelangen Durststrecke nun das Bahnhofsareal Schritt für Schritt wieder nutzbarer gemacht werde, es sichtbar aufwärts gehe und man sich auch auf das Ausstellungsjahr der IBA’27 freuen könne. „Das könnte eine positive Dynamik in der Gesellschaft auslösen.“
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| AKBW und Stadtentwicklung Stuttgart |
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Hitzige Diskussion über Planung |
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Mehr als 200 Interessierte folgten der Einladung der Architektenkammer BW und der FÜNF Stuttgarter Kammergruppen zum „Nachdenken über das Herz der Stadt“ am 1. Juli im StadtPalais. Anlass: Die Eigentümerin des „Wittwer-Gebäudes“ am Kleinen Schlossplatz plant eine Neugestaltung. Umbau, Sanierung oder Abriss? Die teils hitzig geführte Diskussion drehte sich um Denkmalschutz, Klimaziele, Identifikation, aber auch um Wettbewerb und städtebauliche Perspektiven für diesen zentralen Ort in Stuttgart. „Vielleicht ist der Kleine Schlossplatz kein misslungener Ort, sondern einfach ein Ort, an dem der Wandel sichtbar wird“, sagte der Vorsitzende des AKBW-Bezirks Stuttgart, Markus Weismann. Aufgrund der Fülle an Aspekten, blieb manch diskussionswürdige Frage aus dem Publikum unbeantwortet. „Diese werden an die Bauherrschaft weitergeleitet, sodass die Anregungen nicht verloren gehen“, versprach Kammerpräsident Markus Müller. Eine Vertiefungsveranstaltung wird erwogen.
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| „Planungsrecht sollte städtebaulich richtigen Lösungen nicht im Weg stehen. Ein 22 Jahre alter Bebauungsplan spiegelt nicht den heutigen Wandel wider.“ |
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| Gast der AKBW-Veranstaltung „Nachdenken über das Herz der Stadt“
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| Architekturkooperative ARKO |
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Aufbruch in digitale Selbstbestimmung |
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Historischer Ortstermin in Wiesbaden: Die Architekturkooperative ARKO wurde in der Casino-Gesellschaft aus der Taufe gehoben durch 84 Gründungs- und 13 investierende Mitglieder – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Angebot einer unabhängigen Dateninfrastruktur für Planende. Intensiv vorbereitet durch einen Bund-Länder-Arbeitskreis unter Federführung der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH), bietet sich die Datengenossenschaft ARKO an als berufsständische Lösung zum Schutz von Urheberrechten und Wahrung der Datensouveränität. Die AKBW, im Arbeitskreis aktiv, stellt mit Landesvorstandsmitglied Manfred Sautter (Foto: 3. v. l.) den Schriftführer, Stephan Weber, Vizepräsident der AKBW und der BAK, wird den Fachbeirat leiten. Dr. Martin Kraushaar (Foto: 2. v. l.), AKH-Hauptgeschäftsführer, wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Bis Frühjahr 2027 soll die Genossenschaft ihre Arbeit aufnehmen.
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Bereicherung der Debatten vor Ort |
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Schorndorf (Foto: als beispielhaft prämiertes > Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz) hat bereits einen Gestaltungsbeirat, ebenso wie weitere gut 50 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg. Auch künftig wird das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen diese finanziell dabei unterstützen, kommunale Gestaltungsbeiräte einzurichten, weiterzuentwickeln oder deren Arbeit durch Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten. „In finanziell schwierigen Zeiten möchte ich eine Lanze für diese Gremien brechen: Sie bereichern die wichtige Debatte vor Ort“, sagt Bauministerin Theresia Schopper. „Wo sich ein Gestaltungsbeirat mit seiner Expertise einsetzt, gibt es eine Aufwertung der Bauprojekte und sogar eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.“ Förderanträge sind bis 31. Oktober 2026 zu stellen.
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Neue Wege für Architekturbüros |
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Die Architekturbranche muss den Mut haben, über den Tellerrand zu schauen und erfolgreiche Geschäftsmodelle anderer Branchen für die eigene Praxis nutzbar zu machen, so lautet das Fazit der Tübinger Bezirkswerkstatt 2026 „Systemsprenger. Alternative Geschäftsmodelle“. „Unsere Kunden sind eigentlich die Systemsprenger“, brachte es Michael Frey, Schmelzle + Partner, auf den Punkt. Jannis Merz, Merz Objektbau, plädierte dafür, Planungs- und Projektentwicklungsprozesse grundlegend zu hinterfragen, um Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Veränderung brauche aktive Begleitung, so Prof. Dr. Thorsten Feix, Technische Hochschule Augsburg, in Hinblick auf Unternehmensfusionen. Die zentrale Frage bleibe: „Wie steigere ich Wert?“
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Der Kammerbezirk Stuttgart lädt am 30. Juli, 16-22:30 Uhr, zum Sommerfest ins Haus der Architektinnen und Architekten. Auf dem Programm stehen: eine Hausführung für Neumitglieder und Interessierte (Anmeldung erforderlich), die Begrüßung der Junior:innen und neuen Vollmitglieder, Impulse und Gespräche mit jungen Kolleg:innen aus verschiedenen Fachrichtungen sowie ein Familienfest mit Kinderbaustelle und Eiswagen. Im Sommerkino zeigt der Film „My Playground“, wie Parkour und Freerunning die Wahrnehmung des urbanen Raums verändern.
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| ARCHITEKTINNENPREIS akbw 2026 |
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Zwei Punkte – ein Ausrufezeichen! |
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Die Preisträgerinnen des zweiten ARCHITEKTINNENPREIS akbw stehen fest. Aus 42 Einreichungen wählte die weiblich besetzte Jury vier Preisträgerinnen in den Kategorien „Junior-Architektinnen“ (ehemals AiP/SiP), „U 40“, „Einzelobjekte“ sowie „Innovative Ansätze, Prozesse / Forschung“. Verraten wird noch nichts. Die feierliche Preisverleihung findet am 21. Juli, 19 Uhr, im Haus der Architektinnen und Architekten statt – eine Anmeldung ist erbeten. Die Preisträgerinnen stellen ihre jeweiligen Gewinner-Projekte vor. In der hybriden Veranstaltung wird zudem über den Publikumspreis abgestimmt, auch online Zugeschaltete können voten.
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Gesucht: Innovation für historische Substanz |
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Das denkmalnetzBW – Dachverband für Denkmalschutz und Denkmalpflege in Baden-Württemberg e. V. präsentiert im November eine Ausstellung im Architekturschaufenster Karlsruhe. Im Fokus stehen Best-Practice-Beispiele sowie Zukunftsvisionen für die Sanierung, Umnutzung und Weiterentwicklung historischer Gebäude mit erhaltenswerter Bausubstanz. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten aus Karlsruhe und der Region. Gesucht werden realisierte oder aktuell in Umsetzung befindliche Vorhaben, die beispielhaft zeigen, wie Denkmalschutz und zukunftsfähige Weiterentwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
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Am 9. Juli, 17:30 Uhr, organisiert die > Kammergruppe Tübingen eine Führung durch den Freiraum mit Annette Sinz-Beerstecher. Treffpunkt ist die Obere Viehweide vor der Sternwarte in Tübingen (s. Headerbild). Im Anschluss werden bei einem Austausch im Biergarten die Kandidat:innen für die Kammerwahl 2026 vorgestellt.
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Die Kammergruppe Ludwigsburg und die Stadt Bietigheim-Bissingen präsentieren bis 21. Juli die > Wanderausstellung Beispielhaftes Bauen Ludwigsburg 2019-2025 im Foyer des Bissinger Rathauses. Sie zeigt alle 21 Auszeichnungen, unter anderem die von KMB PLAN | WRK | STADT geplante Firmenzentrale REKO auf dem ehemaligen Elbe-Fabrikareal (Foto) – eines von drei prämierten Objekten in Bietigheim-Bissingen.
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Am 23. Juli, 17-21 Uhr, wird die Multihalle im Mannheimer Herzogenriedpark erneut zum Treffpunkt für den baukulturellen Diskurs: > MULTI_MA – das Mannheimer Forum für Baukultur in der Metropolregion Rhein-Neckar bringt Expert:innen aus Architektur, Stadtplanung und Politik zusammen. Ein Podium widmet sich dem architektonischen Werk von Carlfried Mutschler, dessen Geburtstag sich zum 100. Mal jährt. Impulsvorträge dazu von Herwig Spiegl (AllesWirdGut) und Christian Roth (zanderroth). Ein weiteres Podium zum Themenfeld „Wohnen“ bestreiten AKBW-Präsident Markus Müller sowie Prof. Alexander Bartscher (TU Kaiserslautern) und Ludwig Schwöbel (ORIENTierung, ehem. Büro Mutschler).
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Das Architekturforum Freiburg lädt zur Exkursion nach Brüssel ein, das heute als Umbaumetropole und Vorbild für zukunftsweisende Stadtentwicklung gilt. Vom 1. bis 4. Oktober sollen die besondere Planungskultur der belgischen Hauptstadt und die dort praktizierten Ansätze des Weiter- und Neubauens erkundet werden. Aber auch der Brüsseler Jugendstil gehört zum Besichtigungsprogramm.
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Bilder von oben: freiraumconcept; AKBW; SWR; Jan Potente/AKBW; Andreas Henn/AKH; Joel Hieber; AKBW; AKBW; AKBW; Xavier Messina auf Pexels; Markus Guhl; Daniel Lukac; NakNakNak auf Pixabay |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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