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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 22/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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Baden-Württemberg hat beim Holzbau die Nase vorn. Deutschlandweit nimmt der Südwesten bei den Baufertigstellungen eine Spitzenstellung ein. Auch die seit diesem Jahr geltende neue Holzbaurichtlinie, gemeinsam eingeführt mit der VwV TB, eröffnet im Bundesvergleich die meisten Möglichkeiten. Holz ist zwar ein uralter Baustoff, aber ein innovativer. Durch den hohen Vorfertigungsgrad können Holzbauten in kürzester Zeit und höchster Präzision errichtet werden, gleichzeitig bleiben die Baustelle sauber und die Emissionen für die Nachbarschaft gering. Der heimische Werkstoff ist sehr gut hybrid verwendbar, etwa mit Beton oder auch mit Lehm und anderen biobasierten Baustoffen, hat ein geringeres Gewicht und benötigt deshalb weniger Fundamente. Damit eignet er sich besonders gut für Nachverdichtungen in Quartieren. Ein großes Plus auch für die CO₂-Bilanz – ein Stichwort, das mit Blick auf die zurückliegenden Extremhitzetage zusätzliche Aktualität erhält. Mit ihrem intensiven Engagement in der Holzbauoffensive BW sieht sich die AKBW auf dem richtigen Weg.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Eine enorme Herausforderung |
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Wie lässt sich Baukultur vermitteln, wenn das Thermometer Rekordwerte zeigt? Der diesjährige Tag der Architektur brachte enorme Herausforderungen mit sich. Teils musste das ursprünglich vorgesehene Programm nachjustiert werden, die meisten Kammergruppen konnten aber ihre Führungen wie geplant anbieten (Foto: Mannheim). Allerdings blieb die Zahl der Teilnehmenden mitunter deutlich hinter derjenigen der Angemeldeten zurück. Mehrere Kammergruppen konnten dennoch bis zu 60 Gäste begrüßen. Dazu AKBW-Präsident Markus Müller: „Dass sich selbst unter extremen Wetterbedingungen so viele Menschen auf den Weg gemacht haben, ist ein starkes Signal für die Bedeutung von Baukultur im Land.“ Das landesweite Besichtigungsprogramm reichte von genossenschaftlichen Wohnmodellen und gemeinschaftlichen Wohnanlagen über nachverdichtete Quartiere und denkmalgerechte Sanierungen bis hin zu Umnutzungen, Bildungsbauten sowie neuen Formen des Zusammenlebens und Arbeitens. Das Motto dieses Jahr: „einfach wohnen!“ Für das enorme Engagement der Kammergruppen, die mit ihren oft sehr anspruchsvollen Programmangeboten den Tag der Architektur zum Erfolgsmodell machen, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt!
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Ein Jahr neue Landesbauordnung |
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Die LBO-Novelle sollte eine Reihe von Erleichterungen bringen, um unter anderem durch die Genehmigungsfiktion schneller zu mehr Wohnraum zu kommen. Demnach gilt ein Bauantrag als genehmigt, wenn er drei Monate prüfbereit beim Baurechtsamt lag. Dazu muss er allerdings vollständig und die Anhörung der einzubeziehenden Stellen abgeschlossen sein. Genau das sei die Krux, so Kammerpräsident Markus Müller auf Anfrage des SWR: „Auch die Baurechtsbehörde prüft für sich, ob es rechtliche Risikofaktoren gibt.“ Sei das der Fall, würden so lange Nachforderungen gestellt, bis die Behörden die Themen für sich abgearbeitet hätten. „Erst dann erkennen sie die Vollständigkeit an. Und das führt dazu, dass die Verfahren nicht wirklich kürzer sind.“
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| Bis zum 1. August, 16 Uhr, sind die rund 26.000 Kammermitglieder aufgerufen, ihre Landesvertreterinnen und Landesvertreter sowie die Kammergruppenvorsitzenden und deren Stellvertretungen zu wählen. |
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Die Wahlen finden online und optional per Brief statt. Zugangsdaten erhalten die Mitglieder per Post – der Versand mit den Wahlunterlagen startete Ende Juni, Briefwahlunterlagen müssen bis 20. Juli beantragt werden (für die falsche Fristangabe auf der Postkarte bittet die AKBW um Entschuldigung). „Bitte nehmen Sie an den Wahlen teilt“, wirbt Hauptgeschäftsführer Hans Dieterle. „Legitimieren Sie die ehrenamtliche Arbeit in den Kammergruppen und in der Landesvertreterversammlung. Da die LVV dieses Jahr das Präsidium und große Teile des Landesvorstands neu wählt, kommt Ihrer Stimme eine besondere Bedeutung zu.“
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Der SDB geht in die zweite Runde |
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Der Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ (SDB) wird weiterentwickelt, heißt es im Koalitionsvertrag. „Wir freuen uns, die neue Landesregierung dabei unterstützen zu dürfen, und haben hierfür die SDB-Geschäftsstelle neu aufgestellt“, so Hans Dieterle, AKBW-Hauptgeschäftsführer und Vertreter der Bietergemeinschaft aus AKBW, DGNB und (neu) IBA’27 StadtRegion Stuttgart. Prof. Dr.-Ing. Anke Karmann-Woessner ist die neue Geschäftsstellenleiterin. Sie wird unterstützt von neuen wie bewährten Mitarbeiterinnen. „In schwierigen konjunkturellen Zeiten ‚bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen‘ noch fokussierter zu unterstützen, ist unser Ziel“, so Hans Dieterle. Und Anke Karmann-Wössner ergänzt: „Der SDB ist im Koalitionsvertrag prominent vertreten. Dies sehen wir als eindeutiges Bekenntnis der neuen Landesregierung zu unserem Anliegen.“ Mit der neuen Regierung unter Ministerpräsident Cem Özdemir soll der SDB zur zentralen Plattform für die Transformation des Bauwesens im Land ausgebaut werden. Das Netzwerk aus Planung, Bauwirtschaft, Forschung und Verwaltung bildet bereits ein leistungsstarkes Innovationsökosystem.
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Lage in den Büros ist angespannt |
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Leichtes Wirtschaftswachstum und ein leicht positiver Trend bei den Baugenehmigungen – wenn auch von einem Niedrigstniveau ausgehend – haben Hoffnung auf eine allmähliche konjunkturelle Erholung gesät. Die Lage in der Baubranche bleibt aber kompliziert. Der Iran-Krieg hat die ohnehin konstant hohen Baupreise weiter nach oben getrieben. Der Auftragsbestand in den baden-württembergischen Architekturbüros ist auf einem Tiefststand. Schlechte Finanzierungsbedingungen, lange Verfahren und zu teures Bauen haben den Markt in einigen Segmenten zum Erliegen gebracht. Das ifo-Institut erhebt den Geschäftsklimaindex, der die volkswirtschaftliche Lage abbilden soll. In Baden-Württemberg beantworten ausreichend Architekturbüros die Befragung, sodass hier eine Teilauswertung möglich ist. Büros, die ebenfalls an der monatlichen Befragung teilnehmen möchten, können beim ifo-Institut ihr > Interesse bekunden.
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| „Teamworking und Bildungsarbeit zahlen sich aus: Dank unserer schlagkräftigen Offensive erzielen wir beim Holzbau messbare Erfolge im Land.“ |
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| Carmen Mundorff, AKBW-Geschäftsführerin Architektur und Baukultur
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel
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#13 Die neue Holzbaurichtlinie BW |
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Mit der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen wurde Anfang des Jahres auch die Holzbaurichtlinie Baden-Württemberg in der neuen Fassung November 2025 eingeführt. Welche bauordnungsrechtliche Relevanz sie hat, was gegenüber der bisherigen Ausgabe neu ist und welche Möglichkeiten sie für den modernen Holzbau in Baden-Württemberg eröffnet: Antworten dazu finden AKBW-Mitglieder exklusiv (nach Mitglieder-Login) im Merkblatt Nr. 618. Auch über die wichtigsten Änderungen in der „Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Bauteile und Außenwandbekleidungen in Holzbauweise Baden-Württemberg“ gibt es Auskunft.
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| Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ |
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Flexibel, demontierbar und minimalinvasiv |
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Das Online-Seminar am 20. Juli, 17-19 Uhr, im Rahmen der Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ beleuchtet die Transformation der Fabrikhalle von Álvaro Siza auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein. Sie beherbergt seit 2024 den Studiengang Architektur der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dafür realisierte das studio ne (Basel) in einem Teil der Halle einen zweigeschossigen Einbau aus Holz mit Arbeits-, Seminar- und Werkstatträumen – ohne in die bestehende, denkmalgeschützte Struktur einzugreifen. Unter anderem Bauherrenvertreter und Projektleiter Christian Germadnik spricht im Seminar über Digitalisierung im Holzbau und darüber, welche Möglichkeiten Holz bietet für einen respektvollen Umgang mit denkmalgeschütztem Bestand.
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Neues zum Planungs- und Baurecht |
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Die Architektenkammer Baden-Württemberg bietet ihren Mitgliedern jährlich ein kostenloses „Wissens-Update“ zu aktuellen berufspolitischen Themen und Neuerungen im Planungs- und Baurecht. Am 27. Juli, 18-20 Uhr, geht es um das neue Architektengesetz 2026 sowie um Befreiungen und Abweichungen durch den Bau-Turbo. Außerdem gibt die Veranstaltung im Haus der Architektinnen und Architekten einen Überblick zu den VwV Technische Baubestimmungen 2026. Anschließend besteht die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Damit alle teilnehmen können, wird update26 zusätzlich per Livestream übertragen.
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| Architekturgespräche Teil 3 |
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Zwischen Wandel und Kontinuität |
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Wie lässt sich architektonisches Wissen weiterdenken, wenn sich die Fragen an Architektur verändern? Der dritte und finale Abend der AKBW-Architekturgespräche 2026 greift unter dem Leitthema „Neue Praxis! Neue Praxis?“ genau diese Spannung auf. Neue Aufgaben prägen die Praxis, zugleich bleibt der Kern von Architektur – die Gestaltung des Raums – bestehen. Am 23. Juli diskutieren Dagmar Pelger (re.), Kooperative coopdisco, sowie Julia Naumann (li.) und Max Wasserkampf (2.v.l.), Naumann Wasserkampf Architekten, im Haus der Architektinnen und Architekten in Stuttgart über gemeinwohlorientierte Ansätze, ortsbezogene Entwürfe und die Zukunft des Berufs. Publikumsfragen und ein Get-Together runden den Abend ab. Eine Teilnahme ist in Präsenz oder online möglich.
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Nachhaltige Wertschöpfung dank Holz |
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Wie kann der Baustoff Holz durch Wiederverwendung einen dauerhaften Beitrag zur nachhaltigen Wertschöpfung leisten? Dieser Frage widmet sich am 17. Juli, 9 Uhr, ein Fachsymposium am Karlsruher Institut für Technologie KIT. Die ganztätige Veranstaltung beleuchtet Perspektiven unterschiedlicher Fachrichtungen. Ausgerichtet wird sie von den Professuren Konstruieren und Entwerfen (Prof. Andrea Klinge), Holzbau und Baukonstruktion (Prof. Dr.-Ing. Philipp Dietsch) und Kreislaufgerechter Holzbau (T.T.-Prof. Florian Kaiser).
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In alter Frische mit dabei: Mitarbeitende der Landesgeschäftsstelle beim jährlichen Firmenlauf. Nach dem Gruppenbild im AKBW-Panoramagarten ging’s gemeinsam nach Degerloch, zu den Startblöcken direkt unter dem Fernsehturm. Die sechs Kilometer lange Strecke bot reichlich Gelegenheit, die Sprüche auf den T-Shirts der Mitläufer:innen zu studieren – das Motto der AKBW: „Yes, we plan“.
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Bilder von oben: Hanns Joosten; AKBW; SWR; AKBW; SDB; ifo Institut; AKBW; Moritz Wetzig; AKBW; Naumann Wasserkampf Architekten | coopdisco c/o MIAMI; Alexandre Jaquetoni | Unsplash; AKBW |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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