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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 21/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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sich in diesen Tagen über Hitze auszulassen, ist nicht originell. Aber offenbar nötig. Vor zwei Jahren schon verfassten Architektenkammer und Landesärztekammer einen dringenden Appell, Hitzeschutz als Pflichtaufgabe im Planen und Bauen festzuschreiben. Gewiss, es werden Hitzeschutzpläne und Hitzeaktionspläne verlangt. Doch es fehlt die Stringenz. 2024 war die Erderwärmung Thema der Architektur-Biennale in Venedig. Hitzesimulationen („Stresstest“) sollten die Dringlichkeit zu handeln spürbar machen. Das DAM in Frankfurt thematisiert aktuell „too hot“: Städte müssten neu gedacht werden. Beim Tag der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur der Kammer wurden Gleichungen aufgemacht: die 15-Minuten-Stadt ist aktive Sozialpolitik, nachhaltige Stadtplanung ist Klimaschutz- und Standortpolitik. Während anderswo in Europa Straßen zu grünen Begegnungsräumen werden, wird hierzulande über die Verschiebung von Klimaschutzzielen diskutiert, wegen der Kosten. Wie wäre es mit der Überlegung, dass Klimaschutz einen neuen, menschengerechten Wohlstand definieren könnte?
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Am 27. Juni öffnen Bauherren in ganz Baden-Württemberg die Türen für Architekturinteressierte. Unter dem Motto „Einfach wohnen“ gibt es viel zu sehen: Bauwagen zum Wohnen am Bodensee, Tiny-Häuser im Landkreis Böblingen (Foto), ein solidarisch finanziertes Wohnprojekt in Reutlingen ... Insgesamt präsentieren sich annähernd 100 Objekte am kommenden Tag der Architektur der Öffentlichkeit.
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Countdown zu den Kammerwahlen läuft |
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Am 1. Juli öffnet das Online-Wahl-Portal der Kammerwahlen 2026. Alle 26.000 Architekt:innen, Innenarchitekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen sind aufgerufen, die Kammergruppenvorsitzenden und die Landesvertreter:innen zu wählen. Die Zugangsdaten zu den Wahlen gehen den Mitgliedern im Laufe der kommenden Woche zu. In so gut wie allen Kammergruppen liegen Kandidaturen für den Vorsitz vor. Auf die 42 Plätze in der Landesvertreterversammlung (LVV) bewerben sich 101 Kolleginnen und Kollegen. Das elektronische Wahllokal schließt am 1. August um 16 Uhr. Briefwahl kann mit der den Wahlunterlagen beiliegenden Postkarte angefordert werden. Die Bezirksvorstände, der Landesvorstand und das Präsidium werden im Herbst auf den jeweiligen Bezirksvertreterversammlungen bzw. auf der sich konstituierenden Landesvertreterversammlung gewählt.
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| Tag der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur 2026 |
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Übersetzen, aktivieren, zusammen essen? |
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Transformation braucht Kommunikation. Und Kommunikation ist mehr als Beteiligung. Diese Grundaussagen bildeten das Gerüst beim Tag der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur 2026. Die Referent:innen waren sich einig: Kommunikation in der Stadt- und Raumplanung braucht Empathie, Verständlichkeit, Ehrlichkeit und passgenaue Formate, die die Menschen aktivieren und ihnen Wirksamkeit geben. „Wir müssen Menschen zu Verbündeten machen“, so der Stadtplaner und AKBW-Landesvorstand Albrecht Reuß. Und Vorstandskollege Hannes Bäuerle, Landschaftsarchitekt, empfahl „mehr narrative als planerische Logik.“ An Formaten, um sich den Zielgruppen anzunähern, mangelt es nicht: Von Bauzaungesprächen bis hin zu Besuchen ähnlicher Projekte. Ein Instrument konnten einige der gut 150 Tagungsteilnehmenden selbst austesten: den Planungsspaziergang. Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar schwört auf „Gehen, um zu verstehen“. Empfehle sich auch für Gemeinderäte.
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| Gebäudemodernisierungsgesetz |
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Bundesrat fordert Privileg für BRNH |
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Im Spätsommer oder Herbst wird mit einer Entscheidung beim Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), dem Nachfolger des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) gerechnet. Der Regierungsentwurf des Gesetzes sieht vor, dass ab 1. Januar 2028 Neubauten nur bei Vorliegen einer Ökobilanz genehmigt werden dürfen. Eine Ökobilanz dürfen jedoch nur speziell fortgebildete Personen ausstellen. Bei der Debatte im Bundesrat hatte sich unter anderem das Land Baden-Württemberg dafür eingesetzt, im Bundesregister Nachhaltigkeit (BRNH) gelistete Personen von diesem zusätzlichen Fortbildungserfordernis auszunehmen, weil diese bereits entsprechend qualifiziert sind. „Wir danken der Landesregierung für ihren Einsatz für eine bürokratiearme und praxisnahe Umsetzung der Ökobilanzierungspflicht“, sagt AKBW-Hauptgeschäftsführer Hans Dieterle. Der Nachweis eines anerkannten Systemanbieter-Abschlusses berechtigt zur Eintragung ins BRNH. Alternativ ermöglicht ein erfolgreicher Online-Leistungsnachweis die Listung.
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| Stadtentwicklung Landeshauptstadt |
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Nachdenken über das „Herz der Stadt“ |
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Die Diskussion über das Wittwer-Gebäude in Stuttgart gibt aus Sicht der AKBW Anlass, grundsätzlicher über die Herausforderung „Stadtumbau“ nachzudenken. „Es geht um mehr als ein einzelnes Projekt“, sagt deren Präsident Markus Müller. Die AKBW und die FÜNF Stuttgarter Kammergruppen laden deshalb am 1. Juli, 19 Uhr, ins StadtPalais Stuttgart zur öffentlichen Informations- und Diskursveranstaltung „Wittwer / Kleiner Schlossplatz – Nachdenken über das ‚Herz der Stadt‘“. Geplant sind vertiefende Statements zu einzelnen Aspekten, sämtliche fachliche Positionen kommen zu Wort. Zudem soll aus erster Hand über den Sachstand informiert werden.
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| „Leerstand ist kein Problem von gestern, sondern eine Chance für morgen.“ |
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| Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
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Programm der KG Mannheim zum Jahresthema > „Wohnen“ im Juli:
- 100 Jahre GBG in 100 Geschichten – Buchvorstellung am 1. Juli, 18-18:30 Uhr, MARCHIVUM | Angesichts der Wohnungsnot gründete Mannheim 1926 ein kommunales Wohnungsbauunternehmen: die GBG. Zu den Themen des Buchs zählen Bauprojekte, bunte Einbauküchen – aber auch die Verfolgung jüdischer Mieter:innen.
- > Modernisierung Bäckerwegsiedlung 2020-2029 – Kammer vor Ort am 2. Juli, 17-19 Uhr | 1931 fertiggestellt, besteht die Anlage aus sechs gestaffelten Zeilen und umfasste ursprünglich 348 Wohnungen in 75 Häusern. Motorplan Architekten BDA stellt die denkmalgerechte Sanierung der Siedlung vor.
- > Transformation des Bestands – Jour Fixe am 9. Juli, 17-19 Uhr | Fragen für die Gesprächsrunde: Wie lassen sich Büroflächen in Wohnraum umwandeln? Welche gestalterischen, technischen und rechtlichen Herausforderungen bringt die Weiterentwicklung von denkmalgeschützten Verwaltungsgebäuden mit sich?
- > Typologie des Wohnhauses in Mannheim 1850–1914 – Vortrag am 16. Juli, 17-19 Uhr | Von den Vorstadt-, Arbeiter- und Reihenhäusern über Mietshäuser unterschiedlichsten Anspruchs bis hin zu herrschaftlichen Villen und Stadtpalais: Dr. Tobias Möllmer Universität Innsbruck, Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, erläutert die seit Mitte des 19. Jahrhunderts neu entstandenen Wohnformen.
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Spiel, Sport, Spaß und geselliges Beisammensein – darum geht es beim > Architekten Golf-Cup in Baden-Baden, zu dem die örtliche Kammergruppe am 3. Juli zum 21. Mal einlädt. Gespielt wird in vier Klassen nach den offiziellen Golfregeln des Deutschen Golf Verbands e. V. (DGV) sowie der Platz- und Spielordnung des Golfclubs Baden-Baden. Im Anschluss folgt ein gemeinsames Abendessen mit Siegerehrung. Anmeldung bis 26. Juni.
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Den eigenen Mitarbeitenden günstigen und attraktiven Wohnraum zur Verfügung zu stellen, kann ein gutes Instrument sein, Fachkräfte zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden. Gemeinsam mit der Stabstelle Wirtschaftsförderung und der Koordinierungsstelle Generalistische Pflegeausbildung lädt die Kammergruppe Rhein-Neckar-Kreis zur Online-Infoveranstaltung > „Wohnraum für Fachkräfte schaffen – Impulse für unsere Region“ am 16. Juli, 17-18:30 Uhr, ein.
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Bestandsquartiere zertifizieren |
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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat ein Zertifizierungssystem für Bestandsquartiere entwickelt, das als Planungs- und Optimierungstool dient. Es unterstützt Eigentümer, Kommunen und weitere Akteure dabei, den Zustand des Quartiers zu analysieren und Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung zu erarbeiten. Die Bewertung basiert auf rund 15 Kriterien, darunter Klima und Energie, Resilienz, ökonomische Anpassungsfähigkeit, Mobilität, Freiraum und Beteiligung. Am 16. Juli, 10-11 Uhr, präsentiert die DGNB das neue Zertifizierungssystem in einer digitalen > Infoveranstaltung.
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Mit einem bundesweiten Innovationspreis zum Wohnen in ländlichen Räumen wollen das Bundesbauministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Kommunen, Landkreise, Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, soziale und kirchliche Träger, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Privatpersonen motivieren, ungenutzte Gebäude für Wohnraum und Ortsentwicklung zu aktivieren. Von besonderem Interesse sind in diesem Jahr Strategien im Umgang mit mehreren Wohngebäuden in einem Stadtgebiet oder in verschiedenen Ortsteilen, innovative Konzepte für neue Wohnformen sowie zivilgesellschaftliches Engagement zur Aktivierung von Leerstand für Wohnnutzung. Realisierte Projekte, Strategien und Konzepte können bis 15. Juli eingereicht werden.
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| Der Wegfall von Gewerbesteuereinnahmen in der Region Stuttgart wirkt sich auch deutlich auf die Bauwirtschaft aus – wichtige Projekte geraten ins Stocken. Derweil stehen Bestandsbauten wie das Schwabenzentrum oder das Wittwer-Haus auf der Liste der abzureißenden Bauten – allen Debatten zum Trotz. |
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> „Kultur sanieren!“, so der dringende Appell, den die HfT Stuttgart mit einem Symposium am 10. Juli, 9-17 Uhr, unterstreicht. Die Veranstaltung versteht sich als „neutrale Plattform für das so aktuelle und dringende Thema der Realisierung und Sanierung von Kulturbauten“. Basis für den Wissensaustausch sei das Netzwerken. Entsprechend stammen die Referierenden aus ganz unterschiedlichen Fachdisziplinen – sie sind Planende, Nutzer, Kulturschaffende, Projektsteuerer oder Bauherren. Das Ziel: bestmögliche Umsetzungsstrategien für Kulturbauten erörtern, um Kosten, Termine und Qualitäten einzuhalten. Dabei sollen unterschiedliche Vertragsmodelle maßgeblicher Gegenstand des Symposiums sein.
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„Heiße Städte, neue Wege“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Gezeigt werden Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole, die auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung reagierten: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen und eine Vielzahl von Veranstaltungen zu sozialen und gesellschaftspolitischen Aspekten. „Too hot“, die Ausstellung, geht bis 7. Februar 2027.
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Bilder von oben: Michael Bauer Photography; Michael Ehmann; AKBW; AKBW; AKBW/Philippa Walz; AKBW/KG Mannheim; DGNB; Michael Apel; BDA; Moritz Bernouilly/DAM |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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