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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 20/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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wem gehören die Daten eines Projektes? Die Risiken der zunehmenden Digitalisierung treten inzwischen offen zutage. In den Büros herrscht wachsende Unsicherheit, was mit den in Clouds abgelegten Planungsdaten geschieht. Dass große IT-Konzerne Daten abgreifen, um ihre KI-Software zu trainieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Da geht es schon lange nicht mehr „nur“ um Ideenklau, es höhlt zunehmend die Grundlagen und die Souveränität des Berufsstandes aus. Umso wertvoller ist die Initiative der Länderarchitektenkammern, ihren Mitgliedern über die Architekturkooperative ARKO eine Möglichkeit anzubieten, sich die Hoheit über das geistige Eigentum zu sichern oder zurückzuholen.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Vielfalt erleben im Steingauquartier |
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Architektur ist langweilig und immer gleich? Ganz im Gegenteil! Am 27. Juni öffnet der Tag der Architektur Türen zu spannenden Projekten – etwa zum Steingauquartier in Kirchheim unter Teck. Dort entstand auf einer ehemaligen Industriebrache ein „gemischt genutztes, vielfältiges, tolles buntes Quartier”, so Prof. Sascha Luippold, Hochschule RheinMain, und Katja Pörtner, Kammergruppe Esslingen II, beide LP&H Architekten aus Kirchheim/Teck. Dank Konzeptvergabe und intensiver Beteiligung wurde hier mehr als gebaut: „Baugemeinschaften verankern sich ganz anders”, ist Gernot Pohl, Leiter des Bauamtes von Kirchheim/Teck und selbst Mitglied der Baugemeinschaft „Werkstadt“, überzeugt. „Das Besondere am Steingauquartier ist der soziale Aspekt.” Am Tag der Architektur können in ganz Baden-Württemberg solch überzeugende Beispiele guter Gestaltung und Planung besichtigt werden.
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| Initiative der Länderkammern |
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ARKO: Meine Ideen, meine Daten |
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Am 24. Juni ist es so weit: In Wiesbaden gründet sich die Architekturkooperative (ARKO) – eine berufsständische Genossenschaft als treuhänderische Plattform. Dem unkontrollierbaren Abfluss digitaler Planungsdaten an große Softwareunternehmen will die ARKO eine abgestimmte, sichere und strukturierte Datenhaltung sowie transparente Prüf- und Dokumentationsprozesse entgegensetzen und damit freiberufliche Architektinnen und Architekten in der Herstellung ihrer Datensouveränität unterstützen. „Die ARKO folgt dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe“, so AKBW-Hauptgeschäftsführer Hans Dieterle. „Ich bin froh, dass die konzeptuelle Phase nun vorbei ist und wir unseren Mitgliedern eine Lösung anbieten können für die Absicherung ihres geistigen Eigentums.“ Dass ein solches Modell funktioniert, hat die Buchhaltungssoftware DATEV bereits vorgemacht. ARKO ist eine Initiative der Kammern Hessen und Baden-Württemberg gemeinsam mit den Kammern Bayern, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Gründungsveranstaltung ist für alle Interessierten offen.
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Gestalten mit Photovoltaik |
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Seit sechs Jahren engagiert sich die AKBW federführend in der vom Umweltministerium BW geförderten Initiative für Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV). Am 15. Juli, 13-18:30 Uhr, findet die 2. Fachtagung BIPV im Haus der Architekt:innen in Stuttgart statt. Neun Vorträge geben Einblick in das aktuell laufende Förderprojekt der Initiative und informieren über Erfahrungen, Prozesse und Standards bei der Umsetzung von BIPV in der Praxis. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung regionaler Hersteller von BIPV-Produkten sowie die Möglichkeit, sich zwischendurch und bei einem abschließenden Get-together mit den Netzwerkpartnern und Ausstellern auszutauschen. Eine Teilnahme ist auch online möglich. (Foto: Energiewürfel Stadtwerke Konstanz, geplant von Arnold Wild/Stadtwerke Konstanz)
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Wie viele Agenten braucht ein Büro? |
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Wer würde lästige und zeitintensive Routineaufgaben, etwa die tägliche Recherche von Ausschreibungen, nicht gerne abgeben? Hier lassen sich KI-Agenten gut einsetzen. Dank sprachbasierter künstlicher Intelligenz können sie relativ einfach erstellt werden. Doch wo macht der Einsatz von solchen Agenten im Architekturbüro Sinn und welche Erfahrungen gibt es bereits mit ihnen? Die AKBW lädt beim zweiten KI-Stammtisch am 13. Juli, 18-20 Uhr im Haus der Architekt:innen, Stuttgart, alle Interessierten zum Austausch über die Erstellung und den Einsatz von KI(-Agenten) ein, gemeinsam mit den Expert:innen der Stammtischrunde.
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| „Die steinerne Stadt ist passé.“ |
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| BAK-Präsidentin Andrea Gebhard anlässlich des Hitzeaktionstags letzte Woche
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Vor dem Rückbau: JunAS vor Ort |
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Ein besonderes Erlebnis bot sich zum Auftakt der Neumitgliederbegrüßung den Junior-Architekt:innen (JunAS) im Kammerbezirk Tübingen: die Baustelle der B10 am Blaubeurer Tor in Ulm. Die Teilnehmenden konnten das letzte Teilstück der Wallstraßenbrücke begehen, bevor es zurückgebaut wird. Das Großprojekt setzt als partnerschaftliches Verfahren neue Maßstäbe in BW. Im Anschluss folgte ein intensiver Austausch in der Bezirksgeschäftsstelle zu Kammerarbeit und ehrenamtlichem Engagement. Ein herzliches Willkommen allen neuen AKBW-Mitgliedern!
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Zum > „Update Reutlingen“ lädt die örtliche Kammergruppe am 24. Juni ab 18 Uhr: ein Informations- und Diskussionsabend – als Mitgliederversammlung und gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt Reutlingen, u. a. mit Baubürgermeisterin Angela Weiskopf.
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188 Seiten stark ist der neue Baukulturbericht 2026/27. Die Bundesstiftung Baukultur hat ihren siebten „Lagebericht“ zum Planen und Bauen in Deutschland übertitelt mit „Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt“. Der Vorstandsvorsitzende Reiner Nagel sagte bei seiner Vorlage an die Adresse von Politik, Verwaltung, Planenden, Handwerk, Zivilgesellschaft und Wirtschaft: „Bauen muss wieder stärker im Gesamtkontext geplant und umgesetzt werden. Gute Architektur, Ingenieurbauwerke und qualitätsvolle Freiräume entstehen dort, wo einzelne Vorhaben nicht isoliert betrachtet werden, sondern einen positiven Beitrag zu ihrem städtebaulichen Umfeld leisten.“ Dies habe große gesellschaftliche Relevanz. Die Art und Weise, wie wir gestalten, konstruieren und umbauen, entscheide mit über sozialer Teilhabe, Klimaresilienz, Wohlbefinden, Gesundheit und kulturelle Identität. Baukultur werde so „zum verbindenden Element unserer Demokratie.“
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Mit „Langen Tafeln der Baukultur 2026" begeht die Bundesstiftung Baukultur am 19. Juni deutschlandweit ihr 20-jähriges Bestehen. Der Aktionstag soll den Austausch über Architektur und Baukultur in der Bevölkerung befördern. In Stuttgart lädt der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten, Landesverband BW, an die > „Lange Tafel der Baukultur“ auf dem Kleinen Schlossplatz ein zum öffentlichen Gespräch über das „Wittwer-Haus“. Zeitrahmen: 16 bis ca. 20 Uhr.
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„Klare Sätze können dabei helfen, einer Gesellschaft aufzuzeigen, warum es in der Art und Weise, wie heute gebaut wird, einen fundamentalen Wandel braucht, wenn Mensch und Natur auch in Zukunft auf der Welt eine Chance haben wollen“, so die Überzeugung von Laura Weißmüller (Foto), Süddeutsche Zeitung, München, die am 18. Juni ab 18:30 Uhr im Architekturforum Freiburg spricht. Titel ihres Vortrags: > „Zukunft gesucht. Warum wir eine neue Baukultur brauchen“. Die Journalistin und Architekturkritikerin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, welche Art von Gestaltung notwendig ist, damit die Gesellschaft sich trifft und das Bauen die Umwelt nicht zerstört, sondern schützt.
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Wenn Trends wie Urbanisierung, Klimaanpassung, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel gleichzeitig auf die Städte einwirken, entstehen neue urbane Realitäten. Damit setzt sich der vom Fraunhofer IAO kuratierte Kongress > „Futuromundo FORESIGHT. Transforming Cities: Future Urban Realities“ am 25. Juni, 10-17 Uhr, in der Liederhalle Stuttgart auseinander. Vorgestellt und konsequent weitergedacht werden sollen Visionen und mutige Ideen für die Stadt von morgen. Clemens Lindner, ZAHA HADID ARCHITECTS, übernimmt die Keynote. Diese „setzt einen visionären Impuls an der Schnittstelle von Architektur und Technologie und weitet den Blick auf internationale Ansätze der Stadtgestaltung.“ Für AKBW-Mitglieder gibt es einen Ticketrabatt über den Promo-Code n0pjyo6d, für JunAS gilt der Code FUMUArchitekt66.
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Türe für den Nachwuchs öffnen |
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Für Architektur- und Stadtplanungsbüros eine gute Chance, Kontakt zu möglichen Nachwuchstalenten zu bekommen, bieten die Praktikumswochen Baden-Württemberg. Veranstaltet vom Land, finden sie rund um die Herbstferien 2026 vom 12. Oktober bis 6. November statt. Die Unternehmen können selbst auswählen, an welchen Tagen sie innerhalb dieser Zeitspanne Schülerinnen und Schülern Einblick in ihren Betrieb gewähren möchten.
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Bilder von oben: Oliver Rieger Photography; AKBW; ARKO; Patrick Pfeiffer, Photodesign Konstanz; AKBW; Bundesstiftung Baukultur; Niklas Keller, SZ; stafftastic |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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