|
|
|
|
|
|
| Architektenkammer Baden-Württemberg |
|
| Newsletter 19/26 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
|
|
|
|
|
im Mai brachte das Bundeskabinett Änderungen des Baugesetzbuches ins Parlament ein – darunter den sogenannten Bauturbo. Die Novelle ermöglicht einige Verfahrensumgehungen und -erleichterungen. Nur: Wo abgekürzt wird, fällt etwas weg. Zum Beispiel Umweltverträglichkeitsprüfungen, die bei schnellen Nachverdichtungen gerade sinnvoll sein können. Keine Frage, die Kommunen bekommen ein gewichtiges Instrument an die Hand. Doch der Bauturbo ist kein „Freibauschein“. Eine Stadt oder eine Gemeinde tut gut daran, sich vor der Anwendung rechtsfest darauf zu verständigen, wie ihre langfristige Entwicklung aussehen soll. Will sie Schwammstadt sein, verbieten sich manche Bebauungszonen, will sie Wohnraum in attraktiven Gegenden schaffen, müsste sie eigentlich Ferienwohnungen verbieten. Dass Kommunen unter dem Druck des Bauturbos eine Vision entwickeln und sich mit ihrer Zukunft beschäftigen, dürfte nicht das Schlechteste sein.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
|
|
|
|
|
| Deutsches Architekt:innenblatt Regionalteil BW |
|
|
|
Wahlablauf, Strukturänderungen und mehr |
|
|
|
|
Wie laufen die Kammerwahlen 2026 ab und welche strukturellen und personellen Änderungen stehen in der neuen Legislaturperiode an? Was bringt die Novellierung von Architektengesetz und Architekteneintragungsverordnung an Wissenswertem mit sich? Dies und mehr beleuchtet der Regionalteil BW des Deutschen Architektenblatts, das seit 2026 einmal pro Quartal als Printheft erscheint. Anfang Juni ging es mit seinen gut 90 Seiten allen Mitgliedern per Post zu: ein Schaufenster der Kammeraktivitäten und Positionierungen des Berufsstandes, diesmal mit dem Schwerpunkt „Architekturvermittlung“. Das in der Gesamtausgabe enthaltene achtseitige Magazin für Baden-Württemberg steht auch online zur Verfügung.
|
|
|
|
|
|
Freigeschaltet: Portal der Kandidierenden |
|
|
|
|
Die AKBW-Kammerwahlen nähern sich mit großen Schritten: Am 1. Juli beginnt die Wahlzeit. Einige Kandidatinnen und Kandidaten haben ihre Profile bereits angelegt und präsentieren sich den Mitgliedern auf einem Portal: der zentralen Informationsplattform über die Kandidaturen bei diesen Online-Kammerwahlen. Dort kann gezielt nach Fachrichtung, Berufsgruppe oder Kammergruppe gefiltert werden. Die Profile aus dem Kandidierendenportal werden zudem auf dem digitalen Wahlzettel verlinkt, um eine informierte Wahl so einfach wie möglich zu machen. Noch bis zum 22. Juni haben die Kandidierenden Zeit, das Portal mit ihren Profilen zu vervollständigen.
|
|
|
|
|
|
Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel
|
|
|
|
|
|
Teil #12: Honorierung informeller Planung |
|
|
|
|
Außerhalb des Planungsrechts und der HOAI bilden Städtebauliche Entwürfe sowie Gestaltungs-, Rahmen- und Masterpläne die gestalterische Grundlage der Bauleitplanung. Das Merkblatt 51 „Städtebaulicher Entwurf“ definiert Inhalte, Leistungsumfang sowie Aufwand und gibt Empfehlungen zu Wettbewerben. Die wachsende Bedeutung freiräumlicher Planung für Biodiversität, Klimaanpassung und Umweltschutz erfordert eine einheitliche Systematik: Das Merkblatt 52 „Freiräumlicher Entwurf“ schließt diese Lücke als klare Handreichung dieses Planungsbereichs. „Die Merkblätter sind eine wichtige Orientierung für die Honorierung städtebaulicher und freiräumlicher Planungsleistungen und ein Exportschlager der AKBW. Wir bekommen positive Rückmeldungen dazu aus ganz Deutschland,“ so Albrecht Reuß, Vertreter der Fachrichtung Stadtplanung im Landesvorstand.
|
|
|
|
|
| AKBW-Eintragungsvoraussetzungen |
|
|
|
Mehr Transparenz für Stadtplaner:innen |
|
|
|
|
Biografien von Stadtplaner:innen sind im Vergleich zu anderen Disziplinen häufig von nicht unmittelbar aufeinander aufbauenden Studiengängen geprägt. Dies führt dazu, dass die Prüfung der Voraussetzungen für die Eintragung oft im Einzelfall erfolgt, was wiederum zu Unsicherheiten seitens potenzieller Antragssteller:innen führt. Im neuen Merkblatt 360 „Eintragungsvoraussetzungen für konversive Studiengänge – Stadtplanung“ wird erklärt, welche Wege Absolvent:innen im Bereich der Stadt- und Raumplanung für eine Mitgliedschaft in der Architektenkammer BW offenstehen und unter welche Voraussetzungen sie eintragungsfähig sind.
|
|
|
|
|
| Fachtag Stadtplanung / Landschaftsarchitektur |
|
|
|
Planung verständlich machen |
|
|
|
|
„Wir müssen uns in Mehrsprachigkeit üben“, sagt Moderatorin Dörte Meinerling mit Blick auf den Tag der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur, der am 22. Juni, 14-18:30 Uhr, im Haus der Architekt:innen in Stuttgart und online unter dem Motto „Echt jetzt – Planung für alle begreifbar machen“ stattfindet. Landesvorstand Albrecht Reuß betont im Video: „Als Stadtplaner:innen und Landschaftsarchitekt:innen bearbeiten wir die ganz großen Herausforderungen unserer Zeit: Klimawende, Mobilitätswende und seit jeher Baukultur. Deshalb haben wir eine gesellschaftliche Aufgabe und müssen unsere Themen in die Breite transportieren.“ Mit Fachvorträgen, Diskussionen inklusive Publikumsbeteiligung, einem exklusiven Stadtspaziergang sowie Möglichkeiten zum Austausch will das große baden-württembergische Netzwerk-Event für Stadtplaner:innen und Landschaftsarchitekt:innen dazu beitragen, diese Kommunikation zu optimieren.
|
|
|
|
|
| Stadtentwicklung Landeshauptstadt |
|
|
|
Nachdenken über Stuttgarts Herz |
|
|
|
|
Stuttgart diskutiert erneut über ein Gebäude: Nach der Debatte über die Opernsanierung nun der Wittwer-Bau am Schlossplatz (Foto: 2. Gebäude v. r.). Dessen Eigentümerin erwägt eine Überplanung an dieser Stelle. Der Architektenkammer BW und ihren FÜNF Stuttgarter Kammergruppen ist es ein Anliegen, den Diskurs über das Einzelgebäude „Haus Wittwer“ hinaus auf Aspekte der Stadtentwicklung auszuweiten und fachliche Argumente für die Bürgergesellschaft transparent zu machen. Sie lädt deshalb am 1. Juli, 19 Uhr, ins StadtPalais Stuttgart zu einer offenen Veranstaltung ein unter der Überschrift „Wittwer – Kleiner Schlossplatz – Nachdenken über das ‚Herz der Stadt‘“. Als Gäste begrüßt AKBW-Präsident Markus Müller u.a. Dr. Herrmann Brandstetter, Vorstandsvorsitzender der Sedlmayr AG, Mehrheitseigentümerin des Wittwer-/Dinkelacker-Gebäudes, Stuttgarts Baubürgermeister Peter Pätzold sowie Impulsgeber aus verschiedenen Fachdisziplinen wie Stadtgeschichte oder Denkmalschutz. „Der Kleine Schlossplatz war als Autobahnkreuz eben zum Schloss oder als Straßendeckel Experimentierfeld der Stadtplanung. Anlass genug, dieses Herz der Stadt im Dialog der Stadtgesellschaft zu diskutieren“, so Markus Müller.
|
|
|
|
|
| „Seit Anfang des 19. Jahrhunderts denken Generationen von Architekten und Stadtplanern über das Vis-a-vis des Neuen Schlosses in Stuttgart nach. Nun gibt es erneut Anlass, auf die langen Linien zu blicken.“ |
|
|
|
| Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg
|
|
|
|
|
| Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ |
|
|
|
Das Mannheimer Franklin Village ist eine der größten Konversionen Deutschlands. Bereits 2021 beleuchtete die Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ die fünf Neubauten auf dem ehemaligen US-Militärgelände. Das Online-Seminar „Franklin Village – zwei Geschosse on top“ am 22. Juni, 17-19 Uhr, widmet sich nun der Transformation des Gebäudes aus dem Jahr 1954: Die zweigeschossige Aufstockung in Holzbauweise zeigt, wie ressourcenschonende Nachverdichtung im Bestand gelingen kann, ohne diesen zu überformen. Im Anschluss an den Projektfilm vertiefen Dirk Stefan Walliser, Innovatio Projektentwicklung GmbH, Vera Hartmann, Sauerbruch hutton, und Sebastian Dienst, PIRMIN JUNG Deutschland, das Thema Bauen im Bestand mit Holz im urbanen Kontext und erläutern unter anderem baurechtliche Aspekte der Nachverdichtung und den Brandschutz im Holzbau.
|
|
|
|
|
|
Sachverstand für Schäden an Gebäuden |
|
|
|
|
Im Oktober 2026 startet der nächste berufsbegleitende IFBau-Lehrgang „Schäden an Gebäuden“. Die Qualifizierung richtet sich an Architekt:innen und Bauingenieur:innen, die ihre Expertise in der Beurteilung von Bauschäden vertiefen oder sich für die Sachverständigentätigkeit qualifizieren möchten. Sie eröffnet zudem die Möglichkeit, das eigene fachliche Profil zu schärfen und sich ein zusätzliches, weitgehend konjunkturunabhängiges Tätigkeitsfeld aufzubauen. Am 17. Juni, 18-19:30 Uhr, findet dazu in Stuttgart und per Livestream ein kostenloser Info-Abend statt. Im Rahmen des kompakten Überblicks über den Lehrgang berichten auch Absolventen über ihren Weg von der Qualifizierung bis zur Sachverständigentätigkeit.
|
|
|
|
|
|
Am 19. Juni um 19 Uhr präsentiert der Kammerbezirk Karlsruhe in der Kinemathek Karlsruhe einen > Dokumentarfilm über Margarete Schütte-Lihotzky. Die Pionierin der Moderne prägte mit der Frankfurter Küche die Architekturgeschichte und widersetzte sich mutig dem Nationalsozialismus. Als eine der ersten Architektinnen Österreichs steht sie für funktionales, nutzerorientiertes Design sowie für politisches Engagement und weibliche Selbstbehauptung im 20. Jahrhundert. Als Vorfilm läuft die Kurzdokumentation „Margarete Schütte-Lihotzky: Die Frankfurter Küche“. Eingeladen sind Kolleg:innen aller vier Fachrichtungen und ihre private Begleitung.
|
|
|
|
|
|
|
Am 17. Juni, 19-21 Uhr, Stuttgart, lädt der Kammerbezirk Stuttgart zum nächsten > Macher:innengespräch „Kraft der Region zu Gast beim MGV Berger Plätzle“ ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, was eine Region im Alltag zusammenhält. Im Gespräch mit Luisa Händle, Martin Gürtler und Florian Wachter geht es um Nachbarschaft, Vereinsleben, lokales Engagement und soziale Verantwortung – sowie darum, wie solche Orte Impulse für Stadtentwicklung, Planung und regionale Transformation geben können.
|
|
|
|
|
|
|
Ebenfalls der Kammerbezirk Stuttgart lädt zum > Stadtfest der Architekt:innen ein: am 24. Juni 2026 ab 18 Uhr in der Schankstelle in Stuttgart. Drinnen und draußen, laut oder leise, im Sitzen oder Stehen bietet der Abend Raum für Austausch und Begegnung – musikalisch begleitet von einem DJ.
|
|
|
|
|
|
|
>„Systemsprenger – Alternative Geschäftsmodelle“, so der Titel der Bezirkswerkstatt 2026 des Kammerbezirks Tübingen. Am 3. Juli, 9-17 Uhr, richtet sich der Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Planungsbüros mit den zentralen Fragen: Welche Veränderungen sind für eine nachhaltige Weiterentwicklung notwendig? Reichen optimierte Abläufe oder braucht es ganz neue Strategien? Angesichts steigender Komplexität, knapper Honorare und wachsender Herausforderungen bei Personal und Nachfolge gilt es, neue Handlungsspielräume zu erschließen. Vier Ansätze werden diskutiert: Spezialisierung, Fördermodelle, Fusions- und Beteiligungsmodelle sowie Netzwerkstrukturen. Impulse und Workshops bieten praxisnahe Einblicke.
|
|
|
|
|
|
|
Der Verein „Klimaschutz im Bundestag e. V.“ lädt am 18. Juni, 17-18:30 Uhr zur Online-Podiumsdiskussion > „Vom EFH zum MFH“ ein. Im Fokus stehen die Umnutzung, Aufstockung und Nachverdichtung von Einfamilienhausgebieten sowie die Potenziale für zusätzlichen Wohnraum und neue Nutzungsmodelle. Diskutiert werden baurechtliche Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Fragen, Herausforderungen in der Umsetzung sowie Praxisbeispiele und Förderansätze im Spannungsfeld zwischen Strukturwandel und Wohnraumbedarf.
|
|
|
|
|
|
|
Über > „Das Gewebe des Bestandes“ spricht Lilitt Bollinger am 25. Juni, 18 Uhr, im Architekturforum Freiburg. In ihrem Vortrag schildert sie, wie sie in bestehenden Strukturen weiterbaut und dabei mit räumlichen Collagen nach poetischen Raumkonfigurationen sucht. Den Transformationsprozess versteht Bollinger als ein fortlaufendes, iteratives Ausloten, bei dem Handwerk und Prozess im Zentrum stehen.
|
|
|
|
|
|
|
Die JUNG Architekturgespräche feiern 2026 ihr 20-jähriges Jubiläum. Am 9. Juli, 18 Uhr, diskutieren Marc Frohn (li.), FAR frohn&rojas (Berlin), Sebastian Kofink, Buero Kofink Schels (München), und Angelika Hinterbrandner, Architecture – Politics – Communication (Berlin), über das Thema > Zusammenleben gestalten | Der Wohnungsbau zwischen Krise und Chance. Die Veranstaltung im Kreativpark Lokhalle Freiburg ist eine Kooperation mit dem Architekturforum Freiburg.
|
|
|
|
|
|
|
|
| Mit einem Open Call laden Architects for Future zur Teilnahme an der European Action Week 2026 ein: ein Festival (5.-13. September) für die sozial gerechte und nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt. |
|
|
|
|
|
|
Bilder von oben: Patrick Möhrle; BAK/AKBW; AKBW; AKBW; AKBW; AKBW; Moritz Wetzig – visuelle kommunikation/AKBW; Lois Lammerhuber/MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien; AKBW; FAR frohn&roja | Sebastian Schels | Oliver Magda; A4F |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
|
|
|
|
|
|
|
|