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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 18/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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die Forschungshäuser in Bad Aibling markierten vor vielen Jahren einen Wendepunkt. Seither hat es das Wörtchen „einfach“ in jeden Bau-Diskurs geschafft. Die Einsicht wächst, dass Verzicht positiv sein kann. Die Sehnsucht nach Klarheit, nach Übersichtlichkeit ist groß. Unter dem Druck leerer Kassen könnte es tatsächlich gelingen, all die Kinkerlitzchen, mit denen unsere gebaute Umwelt beladen wurde, aber auch die vielen Hürden und Schleifen in den Prozessen endlich auf ein übersichtliches Maß zu bringen. Gebäudetyp E, Hamburg-Standard, demnächst vielleicht ein „BW-Standard“ – Bund, Land und Kommunen senden identische Botschaften. Auch wir haben den Tag der Architektur in Baden-Württemberg mit „einfach wohnen!“ überschrieben – nicht etwa, weil es schon so viel einfach Gebautes gäbe. Das Motto ist zugleich der Appell, das „einfach“ einfach mal ernst zu nehmen. Am Tag der Architektur staunen die meisten über Objekte von neuer Schlichtheit, was kaum verwundert. Schon Leonardo wusste: Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse.
Der nächste Newsletter kommt am 11. Juni.
Eine schöne Pfingstzeit wünscht Ihr AKBW-Team
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Besichtigungstouren unter dem Titel „einfach wohnen!“ |
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Am Samstag, 27. Juni, heißt es wieder „Hereinspaziert!“ Am Tag der Architektur 2026 lädt die AKBW zu Besichtigungstouren in allen Regionen des Landes ein. Der bundesweite, jährliche Aktionstag will die Öffentlichkeit für Architektur und Baukultur begeistern. Baden-württemberg stellt ihn unter die Überschrift „einfach wohnen!“ Das Motto soll die Aufmerksamkeit auf die vielen Möglichkeiten lenken, gute, funktionierende Gebäude auch ohne überbordenden Einsatz von Technik und Material zu realisieren, aber auch Appell sein: Mehr davon! Die Ehrenamtlichen in den Kammergruppen haben ein buntes Programm zusammengestellt. Zu Fuß, per Rad oder mit dem Bus geht es zu den unterschiedlichsten Objekten – vom Mehrgeschoss aus Holz bis zu Tinys. Eine Voranmeldung ist erforderlich.
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Eine Filmdokumentation über die Mannheimer Multihalle soll nicht nur den Berufsstand in Sachen Holzbau schulen, sondern auch neuen Schwung in die Unterstützung dieser weltweit beachteten Tragwerkskonstruktion bringen. Seit 2017 ist ein > Verein dabei, die von Frei Otto als „temporäres Experiment“ konzipierte Multihalle für die Zukunft zu sichern. Doch die Sanierung ist aufwändig. Mit dem Film hofft der Verein, auch international Mitglieder gewinnen oder Sponsorengelder einwerben zu können. Die Doku entstand im Rahmen der Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ und wurde zu diesem Zweck englisch untertitelt. In dem an zeithistorischen Fotos und bautechnischen Details reichen Porträt kommen zahlreiche Multihallen-Engagierte zu Wort. Maximilian Stehmer (Foto), Kammerreferent Holzbau, führt ins Thema ein.
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Herbstverfahren ausgelobt |
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Mit dem Beispielhaften Bauen im Main-Tauber-Kreis, im Landkreis Emmendingen sowie im Alb-Donau-Kreis und in Ulm sind nun auch die Auszeichnungsverfahren ausgelobt, die nach der Sommerpause juriert werden. Gesucht sind Neubauten, Sanierungen, Innenraumgestaltungen, Garten- und Landschaftsanlagen oder städtebauliche Gestaltungen, die gute Baukultur unter Beweis stellen. Zur Teilnahme berechtigt sind Architekt:innen, Landschafts- und Innenarchitekt:innen, Stadtplaner:innen sowie Bauherrschaften, die mit selbigen geplant und gebaut haben.
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Endspurt für die Jurierung im Sommer |
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Die Einreichungsfristen für die Sommerverfahren enden in Kürze: für das Auszeichnungsverfahren in Stadt und Landkreis Heilbronn (2020–2026) am 11. Juni, im Enzkreis und in Pforzheim (2017–2026) am 15. Juni sowie im Landkreis Reutlingen (2020–2026) am 16. Juni.
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| Gestaltungs- und Ortsentwicklungsbeiräte |
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Gestalten statt warten: Bauturbo als Chance |
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„Der Bauturbo ermöglicht bewusstes, gesteuertes Beschleunigen unter Wahrung der kommunalen Planungshoheit.“ So beurteilte Oliver Strobel (Foto), citiplan GmbH, in einer Fortbildung für Gestaltungs- und Ortsentwicklungsbeiräte die durch die Gesetzesnovelle geschaffenen Möglichkeiten, von Bebauungsplänen abzuweichen. Klug angewendet, könne der Bauturbo die städtebauliche Entwicklung vorantreiben, ohne zwingend stadtplanerische Verfahren oder eine Qualitätssicherung vorzuschalten. Daher sei wichtig, Kommunen Leitlinien an die Hand zu geben, wie der Bauturbo vor Ort gewinnbringend eingesetzt werden kann, ohne eine Zersiedelung wie seinerzeit durch die 13b-Bebauungspläne auszulösen. Ortsentwicklungsbeiräte seien wichtige Multiplikatoren, so Strobel, der im Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ die > Handreichung für Kommunen mitentwickelt hat. Einhellige Erkenntnis und Tipp an die Kommunen: Keine Einzelfallentscheidungen zum Bauturbo, sondern Anwendung nach vorab festgelegten Grundsätzen. Dann werde der Bauturbo erfolgreich.
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| „Gute Räume sind kein Luxus, sondern Grundlage für Lebensqualität, Zusammenhalt und zukunftsfeste Städte.“ |
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| Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, anlässlich der Übergabe des Baukulturberichts 2026/27
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Von anderen lernen, wie einfach geht |
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„Einfach bauen – einfach wohnen: Neue Wege im Geschosswohnungsbau“ lautet der Titel eines Fachseminars am 24. Juni, 10 bis 18 Uhr. Das AKBW-Kompetenzteam Wohnen widmet sich aktuellen Ansätzen für kostengünstigen und qualitätsvollen Wohnungsbau – von standardisierten Wohn- und Gewerbebauten der Zürcher Stiftung Einfach Wohnen über bayerische Pilotprojekte zum Gebäudetyp E bis hin zu Beispielen für einfaches und kostengünstiges Bauen in Baden-Württemberg. Ziel des Fachseminars ist, auszuloten, welche Prinzipien vereinfachten Bauens übertragbar sind und zur Ausgestaltung des von der neuen grün-schwarzen Landesregierung im Koalitionsvertrag verabredeten Gebäudetypus' „BW-Standard“ beitragen können.
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| Netzwerk Innenarchitektur |
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Digitaldruck als Gamechanger |
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Ob in Fitnessstudios, in Hotels oder in Fastfoodketten: Mit Materialien, Formen und Farbe beeinflusst die Innenarchitektur das Corporate Design einer Marke maßgeblich. Welche Möglichkeiten der Digitaldruck dabei bietet, beleuchtet eine Fortbildung des Netzwerks Innenarchitektur im Kammerbezirk Karlsruhe am 16. Juni, 13-17:30 Uhr in Kleinheubach. Hartmut Michalke studierte Innenarchitektur und ist Leiter Marketing, Business Development & Anwendungstechnik bei der MB Digitalprint GmbH & Co. KG. Er zeigt Best-Practice-Beispiele, gibt Einblick in die Produktpalette des mittelständischen Unternehmens und bei einer Werksbesichtigung auch Einblick in die Produktion.
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| Kammergruppen und -bezirk aktiv |
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Der Kammerbezirk Tübingen lädt am 12. Juni, 16 Uhr, alle neuen Junior-Architekt:innen und -Stadtplaner:innen (JunAS) zum > Kennenlernen, Informieren, Netzwerken und Austauschen ein. Nach einer Führung über die Baustelle der B10/Blaubeurer Tor folgt in der Bezirksgeschäftsstelle in Ulm die offizielle Begrüßung durch den Bezirksvorsitzenden Jens Rannow. Das Netzwerk JunAS erläutert zudem, was die Kammer so macht und was das Versorgungswerk bietet.
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Im Rahmen ihres Themenjahres Wohnen lädt die Kammergruppe Mannheim am 11. Juni, 17 Uhr, zum > Vortrag „Vom Schloss zum Tagelöhnerhäuschen – Wohnen im 18. Jahrhundert und was davon übrigblieb“ ein. Referent Volker Keller, Stadtbild Mannheim e. V., skizziert die Entwicklung der Wohnverhältnisse in der Residenzstadt Mannheim vom Barock bis heute. Anhand umfangreichen Bildmaterials werden Strategien zur Herausarbeitung der barocken Stadtstruktur sowie ausgewählte Beispiele gelungener Denkmalpflege aus anderen Städten vorgestellt.
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Meet Together – die > Heilbronner Architekturgespräche bieten seit 30 Jahren mit Diskussionen und Vorträgen namhafter Architekt:innen ein Forum für Baukultur. Unterstützt von der Kammergruppe Heilbronn der AKBW, leistet das Format einen wesentlichen Beitrag zur Fachdebatte über die Gestaltung der gebauten Umwelt in der Region. Am 17. Juni, 19 Uhr, sind Mathias Heinz und Marcel Jäggi (pool Architekten, Zürich) zu Gast. Ihr Vortrag „Für eine Kultur des Dialogs und der Debatte“ ist angereichert durch die Vorstellung ausgewählter Projekte wie der FHNW-Campus, Muttenz, und das Primarschulhaus Vinci (Foto), Suhr (CH). Heinz engagiert sich prominent im Baukultur-Diskurs, Jäggi verbindet Praxis mit Lehre und gemeinsam stehen sie für nachhaltige Architektur mit Fokus auf gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Veranstaltung wird live gestreamt.
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Weniger Aufwand mehr Wirkung |
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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat ihr Zertifizierungssystem für Neubauten weiterentwickelt. Die „Version 2023.2“ beinhaltet einen deutlich kompakteren Kriterienkatalog und reduziert Aufwände, ohne das Ambitionslevel zu senken. Die Anschlussfähigkeit an Instrumente wie die EU-Taxonomie oder das förderrelevante Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) ist weiterhin gegeben. Konkrete Vereinfachungen ergeben sich beispielsweise beim Kriterium „Zirkuläres Bauen“, für dessen Bearbeitung mit dem > Zirkularitäts-Check ein neues Einstiegstool zur qualitativen Bewertung der geplanten und umgesetzten Maßnahmen bereitsteht. Projekte, die auf die Version 2023 zur Zertifizierung angemeldet sind, haben auf Anfrage die Möglichkeit umzusteigen.
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| Stadtentwicklung Stuttgart |
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Wittwer am Schlossplatz: Bewahrenswerter Brutalismus oder Chance für Stadtreparatur? |
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Das Wittwer-Gebäude am Stuttgarter Schlossplatz muss im Zuge einer städtebaulichen Überplanung möglicherweise weichen. Protest gegen einen Abriss wird laut. Der BDA hat die Website > www.wittweristnichtfertig.de online gestellt, „um die Debatte aufzugreifen und unterschiedliche Stimmen sichtbar zu machen.“ Die Architektenkammer BW veranstaltet aus diesem Grund am 1. Juli, 19 Uhr, im StadtPalais – Museum für Stuttgart eine öffentliche Diskussionsrunde u. a. mit Dr. Hermann Brandstetter, dem Vertreter der Immobilien-Eigentümerin Münchner Sedlmayr AG, dem Stuttgarter Baubürgermeister Peter Pätzold sowie AKBW-Präsident Markus Müller: „Die Kammer will ihren Teil beitragen zu einer sachlichen Diskussion über die städtebaulichen Möglichkeiten an dieser markanten Stelle Stuttgarts. Uns ist daran gelegen, die Stadtgesellschaft einzubeziehen in den fachlichen Diskurs und die Argumentationen transparent und nachvollziehbar zu machen.“
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Bilder von oben: Achim Mende; AKBW; mw visuelle kommunikation; Max Kovalenko; AKBW; AKBW; MB Digitalprint GmbH & Co. KG; AKBW; Ralph Feiner; DGNB; AKBW |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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