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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 17/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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der 18. Landtag von Baden-Württemberg hat sich konstituiert, das Personaltableau der neuen Landesregierung steht. Alle Spekulationen, die auch uns beschäftigten und, zugegeben, auf die falsche Fährte führten, haben ein Ende. Die Ministerinnen, Minister und Staatssekretär:innen sind berufen. Manche Besetzung kann Fragen aufwerfen, etwa die der neuen Spitze des Wohnungsbauressorts durch die bisherige Kultusministerin des Landes. Fachlichkeit war immer nur eines, nicht aber das einzige Kriterium bei der Personalauswahl für Regierungsämter. Regionalproporz, persönliche Bande, Geschlecht, Erfahrung – vieles kann den Ausschlag geben. Entscheidend wird sein, was sich daraus entwickelt. Wir freuen uns jedenfalls auf Gesprächsbereitschaft und Neugierde auf unsere Themen.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Neu: Bauministerin Schopper |
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Nun ist es offiziell: Theresa Schopper ist die neue Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen. Die aus Füssen im Allgäu stammende Grünen-Politikerin folgt auf Nicole Razavi, die künftig das Verkehrsministerium leitet. Theresa Schopper stand bislang an der Spitze des Kultusministeriums und erbt nun die Herausforderung, Wohnraum zu schaffen bei knappen (Kommunal-)Finanzen. Für die Architektenkammer Baden-Württemberg wird das erste Zusammentreffen kein Erstkontakt sein: Theresa Schopper war im vergangenen Jahr Schirmherrin des landesweiten Schüler:innen-Wettbewerbs „Kleine Bauten – große Wirkung!“ „Wir freuen uns darauf, dass die Ministerin mit dieser Offenheit auch in ihrer neuen Rolle mit uns zusammenarbeitet“, so AKBW-Präsident Markus Müller.
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Kammer zum Koalitionsvertrag |
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Der Koalitionsvertrag der frisch vereidigten Landesregierung unter Cem Özdemir (Grüne) ist 163 Seiten stark. Zehn Seiten sind dem „Bauen, Wohnen und Planen“ gewidmet. Die AKBW hat sich zu wesentlichen Punkten in einer Pressemitteilung geäußert: Die Priorisierung der Wirtschaft sei richtig, diese habe direkte Auswirkungen auf die Baukonjuktur, heißt es darin. Positiv bewertet die Kammer die Einführung eines neuen Gebäude-Typus „BW-Standard“, die Idee einer „Zukunftskommission Land und Kommunen“, die Betonung der Wichtigkeit von „Reallaboren“ und dem Landesentwicklungsplan als „Ermöglichungsrahmen“. Kammerpräsident Markus Müller: „Die neue Regierung muss aber auch den Ehrgeiz aufbringen, die Lösungen zu Ende zu denken und nicht in Überschriften stecken zu bleiben.“
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| Internationale Berufspolitik |
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Verschiedene Systeme, dieselben Probleme |
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Im Rahmen eines globalen Seminars war der chinesische Verband für Stadtplanung (Chinese Association for City Planning, CACP) im Haus der Architekt:innen zu Gast. Die Delegation informierte sich bei Besuchen in Frankfurt, Stuttgart und Straßburg über europäische Ansätze, Städte im Bestand nachhaltig umzubauen und zu dekarbonisieren. „Der bauliche Zustand der vielen dichten urbanen Gebiete in China verschlechtert sich“, erklärte Dr. Xie Yingying, Generalsekretärin der CACP. „Wir sehen, dass es in Europa gute Ansätze gibt, wie man das angehen kann, auch wenn sich hier das Tempo etwas verlangsamt hat.“ Neben dem Austausch über Fachliches ging es auch um die Organisation der Verbände. Bei allen Unterschieden der politischen Systeme ließ sich Vieles miteinander vergleichen: Begleitung des Berufsstands, Beratung, politische und wissenschaftliche Arbeit sowie Vernetzung der relevanten Akteure des Wandels. „Ein sehr inspirierender Austausch“, schloss Dr. Yingying, nicht ohne eine Gegeneinladung nach China auszusprechen.
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Stv. Bezirksvorsitzende in LVV und BVV |
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Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat einen dringlichen Umlaufbeschluss der Landesvertreterversammlung (LVV) zur Änderung von Satzung und Wahlordnung genehmigt. Die Änderung sieht vor, dass stellvertretende Bezirksvorsitzende mit ihrer Wahl Mitglied der jeweiligen Bezirksvertreterversammlung (BVV) und der LVV werden. Dies war nach einem Beschluss zur Verkleinerung des Landesvorstands, dem die Stellvertretenden bislang angehören, in der alten Fassung nicht mehr der Fall.
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| „Bauen werden wir konsequent vereinfachen, beschleunigen und kostengünstiger machen, unter anderem durch einen „BW-Standard“ für Bau und Umbau.“ |
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| Aus dem Koalitionsvertrag BW zwischen Grünen und CDU
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| Studierendenwettbewerb 2026 |
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Barrierefreiheit als Selbstverständlichkeit |
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Der mit 2.500 Euro dotierte erste Preis beim Studierendenwettbewerb „Inklusiv gedacht – der Umbau beginnt im Kopf“ geht an Yasin Ahsen Cavuslar, Yasin Sahin und Amar Hadzic (Foto Preisträger v. l.), Hochschule Karlsruhe, für ihren Entwurf „Assistenzhäuser – Inklusion durch Ergänzung“. Die Jury unter Vorsitz von Stadtplaner Albrecht Reuß lobte die maßvollen, wirtschaftlichen Eingriffe, die eine barrierefreie Erschließung der Siedlung ermöglichen und beispielhaft für vergleichbare Bestandssituationen seien. Insgesamt 63 Studierende der Architektur und Stadtplanung hatten sich an dem von der AKBW und fünf weiteren Institutionen ausgelobten Wettbewerb beteiligt und Konzepte für eine Weiterentwicklung des Wohnquartiers „Mühlburger Feld“ in Karlsruhe eingereicht. Stephan Weber (Foto li.), Vizepräsident von AKBW und Bundesarchitektenkammer, hielt bei der Preisverleihung am 11. Mai fest: „Barrierefreiheit ist kein Sonderthema mehr oder gestalterischer Kompromiss, sondern vielmehr gute Architektur und sollte deshalb selbstverständlich sein.“
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„Ich glaube, der Satz, den ich am allerwenigsten mag, ist: ‚Wir machen das schon immer so‘“, sagt Charis Nichtern im Kammerinterview. Die stellvertretende Vorsitzende der Kammergruppe Heidelberg spricht über ihre Erfahrungen im Ehrenamt und die Möglichkeiten, die es bietet. „Wir sind ein Berufsstand, der auch die Chance hat, mit seiner Arbeit Dinge zu verändern. Und diesem Anspruch sollten wir uns auch stellen.“ Handlungsbedarf sieht sie insbesondere bei der Stellung der Frauen in der Planungsbranche: „Nicht, dass es nicht auch andere Beispiele gibt, aber wir haben ein grundsätzliches Thema und sollten nicht aufhören, daran zu arbeiten.“ Die Erfahrungen im Ehrenamt bestärken sie dabei in ihrem Engagement: „Offen und herzlich“ sei die Atmosphäre.
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| 2026 sind Kammerwahlen. Bis zum 25. Mai ist eine Kandidatur für den (stv.) Kammergruppenvorsitz oder als Landesvertreter:in möglich. Die Wahl selbst erfolgt vom 1. Juli bis 1. August, 16 Uhr, ganz einfach per Online-Stimmabgabe. |
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| Stadtplanung & Landschaftsarchitektur |
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Augenschein und Anwendung |
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Beim Tag der Stadtplanung und Landschaftsarchitektur am 22. Juni, 14-18:30 Uhr, dreht sich alles um Kommunikation, Beteiligung, Vermittlung. Zum Einstieg wird ein exklusiver Stadtspaziergang angeboten, geführt von Bertram Weisshaar, Atelier Latent, Leipzig. Im Anschluss spricht Prof. Dr. Florian Kluge, Aachen, im Haus der Architekt:innen, Stuttgart, über kreative Formate für Beteiligung und Ko-Produktion. Michael Adler, Bonn, beleuchtet Transformation als Kommunikationsthema und Kristina Oldenburg, Mainz, stellt ein Best-Practice-Projekt vor. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
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Unterwegs im Viertel beim Jane’s Walk |
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Gemeinsam zu Fuß im Stadtteil unterwegs, um sich offen über Wahrnehmung, Teilhabe und die soziale Dimension von Planung und Stadtgestaltung auszutauschen: so das Grundkonzept des internationalen Formats „Jane's Walk“. Mit diesem Ziel wurden auch im > Kammerbezirk Stuttgart zwei Stadtspaziergänge durchgeführt. Im Anschluss fand sich die Gruppe zu einer Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format rund ums Thema feministische Stadtplanung zusammen. „Dabei standen Fragen nach Intersektionalität, Mobilität, Sicherheit und öffentlichen Räumen im Mittelpunkt“, berichtet Helen Koch, AKBW, und hält fest: „Viele Beiträge machten sichtbar, dass Planung immer ein Abwägen von Zielkonflikten bleibt.“
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Ebenfalls auf Achse war das Architektinnen-Netzwerk vom > Kammerbezirk Freiburg. Deren Jane's Walk führte zu öffentlichen Plätzen mit unterschiedlichen Nutzungen: als Quartiersmittelpunkt, zum Warten, zum Sporteln oder als Spielplatz. Ein mit Mietergärten organisierter Hinterhof einer historischen Wohnanlage wurde ebenfalls besucht.
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Große Innovationen, Krisen und eine immer schneller werdende digitale Welt: Wie kann eine notorisch langsame Disziplin wie die Architektur angesichts dessen reagieren? Diese Frage stellt die > Vortragsreihe Skizzenwerk In Tune am KIT Karlsruher Institut für Technologie jeweils mittwochs, 19 Uhr, im Fritz-Haller-Hörsaal. Nach einer Einführungsveranstaltung (warm up) am 13. Mai folgen diese Büros als Gäste: Vonwegenleer (Hamburg) am 3. Juni, Opposite office (München) am 10. Juni, Something fantastic (Berlin) am 17. Juni. Am 24. Juni spricht Jesko Fezer von der Hochschule für bildende Künste (HFBK Hamburg).
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Vergabe von Architektenleistungen; Widerruf von Architektenverträgen; Rechtsberatung durch Architekten – wo liegen die Grenzen? Über diese drei Themen referieren am 21. Mai, 18-20 Uhr, zwei Fachanwältinnen und eine Rechtsanwältin im Architekturschaufenster Karlsruhe. Zu dem neuen Veranstaltungsformat > Vortragsabend mit Recht lädt die Kammergruppe Karlsruhe-Stadtkreis ein.
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Der Tourismusverband und die Architektenkammer BW haben gemeinsam herausragende Weinbauten mit dem Siegel „Weinsüden Architektur“ ausgezeichnet. Acht der prämierten Gebäude befinden sich in Weinstadt und werden im Rahmen von Touren vorgestellt. Am 30. Mai um 15 Uhr führt eine fünf Kilometer lange > Wanderung durch die Großheppacher Weinberge zur Luitenbächer Höhe, zur Vinothek am Steingrüble (Weingut Klopfer) und zum Weingut Gold. Weinerlebnisführerin Corina Oesterle und Architekt Martin Bühler, Atelier Wolfshof Architekten, vermitteln Einblicke in Architektur, Weinbau und Landschaft. Weinproben runden das Angebot ab.
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Holzbau in der Praxis: Amsterdam-Exkursion |
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Die Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ bietet vom 24. bis zum 26. Juni eine dreitägige Fach-Exkursion nach Amsterdam an. Im Fokus steht der innovative Holzbau der Niederlande – von historischen Mühlen über Wohnhochhäuser bis hin zu zeitgemäßen Schulbauten. Das Programm bietet Projektbesuche mit praxisnahen Einblicken in unterschiedliche Holzbauanwendungen. Architekt:innen und Ingenieur:innen erläutern vor Ort ihre Planungsansätze, konstruktiven Lösungen und projektspezifischen Herausforderungen. Anmeldeschluss für die Reise ist der 27. Mai.
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Südwesten erfolgreich beim polisAward |
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Die Stuttgarter Büros asp Architekten, Ippolito Fleitz Group und Koeber Landschaftsarchitektur haben für das Haus des Tourismus Stuttgart (Foto) den polisAward 2026 erhalten. Die Umgestaltung des ehemaligen Modehauses Breitling aus den 1950er Jahren setzte sich in einem Feld von insgesamt 160 Einreichungen durch. In der Kategorie „Reaktivierte Zentren“ teilt es sich den 1. Platz mit der Alten Feuerwache Köln. Auch das Blautal Quartier Ulm – MAAS & PARTNER Architekten (Münster) mit silands Gresz+Kaiser Landschaftsarchitekten (Ulm) – überzeugte die 15-köpfige Jury. Es kam auf den ersten Platz in der Kategorie „Urbanes Flächenreycling“. In insgesamt acht Rubriken waren zunächst jeweils fünf Nominierungen und schließlich neun erste, sieben zweite und acht dritte Plätze vergeben worden.
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Bilder von oben: Jörg Sigmund; Kultusministerium BW; AKBW; AKBW; AKBW; AKBW; Kirsten Bucher | Mirène Schmitz Photography | Jan Wittkopp | Stella Weiß | Andreas Steindl; Jana Melber; AKBW; SKIZZENWERK; Leon Gold; Anna Odulinska; asp Architekten |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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