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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 16/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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von wegen Holzweg: Baden-Württemberg liegt beim Wohnungsbau mit überwiegend verwendetem Baustoff Holz bundesweit mit Abstand vorn. Unter den Gewinnern des DAM-Preises finden sich mehrere Holzbauten aus Südwest. Gerade wurde der Holzbaupreis des Landes vergeben mit beeindruckenden, wiewohl durchaus bekannten Beispielen. Gefühlt seit der BUGA Heilbronn 2019, wo das damals höchste Holzhochhaus „Skaio“ entstand, jagt ein Rekord den anderen: immer höhere Mehrgeschossbauten, größere Spannweiten, mehr Einsatzbereiche – kaum noch eine Typologie, die nicht zumindest in Holzhybridbauweise realisiert werden kann. Das liegt auch an Programmen wie der Bildungsoffensive „Auf Holz bauen“ in Kooperation mit der Architektenkammer. Der Mix aus praxisorientierter Fortbildung, einem engagierten Ministerium und abgesenkten Bauvorschriften zahlt sich aus – auch auf die Lust der Planenden, die Grenzen immer mehr auszuloten.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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„Was für eine Architektur muss sich entwickeln, wenn Konstruktionen aus anderen Materialien bestehen, sodass Holz nicht nur konstruktiv richtig eingesetzt wird, sondern auch zu schöner Architektur führt?“ Diese Frage beschäftigt Prof. Stefan Krötsch, HTWG Konstanz und Klingelhöfer Krötsch Architekten, seit dem Studium – und, so der Holzbauexperte lächelnd im AKBW-Interview, „lässt mich auch nicht mehr los!“ Architektinnen und Architekten verfügen laut Krötsch über einen starken Hebel: Jede Entwurfsentscheidung sei eine, den Holzbau zu begünstigen oder zu verhindern. Krötsch ist auch Referent beim Seminar > „Holzbau im Bestand“ am 18. Mai, 9:30-17 Uhr, in Stuttgart; Anmeldeschluss: 14. Mai.
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Die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen und CDU sind beendet. Die Ressortverteilungen stehen fest. Das bisher CDU-geführte Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) wird künftig von den Grünen besetzt. Die Stuttgarter Regierungspräsidentin Susanne Bay soll Nicole Razavi als Ministerin ablösen. Bay ist mit dem Themenfeld vertraut. Von 2016 bis 2022 vertrat die Diplomverwaltungswirtin den Wahlkreis Heilbronn im Landtag und war Sprecherin der grünen Regierungsfraktion für Bauen und Wohnen. Am 13. Mai soll die Wahl des Ministerpräsidenten und, im Nachgang, die Ernennung der Minister:innen stattfinden. Kleiner Wermutstropfen: Die Grünen verzichten ausgerechnet im Bauministerium auf die Staatssekretärsposition, die bislang Andrea Lindlohr (Grüne) innehatte.
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Effizienz als Wettbewerbsvorteil |
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ARCH E – die Europäische Plattform für Architektur- und Planungswettbewerbe – hat Daten zur wirtschaftlichen Effizienz von Wettbewerben erhoben und dazu das White Paper „Empfehlungen für qualitätsorientierte Beschaffungsprozesse mit Hilfe von Architektur- und Planungswettbewerben“ veröffentlicht. „Die Studie zeigt, dass Projekte, die aus einem Wettbewerb hervorgehen und durch eine qualitative Bewertung ausgewählt werden, nicht nur eine höhere architektonische und funktionale Qualität aufweisen, sondern auch im Vergleich deutlich geringere Bruttogrundflächen und -rauminhalte aufweisen, d. h. zu geringeren Baukosten führen“, so Tom Treitz, AKBW-Referent für Vergabe und Wettbewerb. Die Gewinnerkonzepte zeichneten sich tendenziell durch kompaktere Flächen- und Volumenkennwerte aus, effiziente Lösungen bedeuteten einen Wettbewerbsvorteil – und das lohne sich für den Bauherrn.
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| „Wohnen ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betrifft und an dem sich auch ihr Zusammenhalt mitentscheidet.“ |
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| Susanne Bay, Grüne, designierte Bauministerin des Landes
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Parkhaus, Büros, Brücke, Aufstockung |
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Die Träger der Holzbaupreise 2026 stehen fest. Aus 18 Nominierten bei 78 Einreichungen wählte die Jury unter Vorsitz von Prof. Markus Lager vier Preisträger-Projekte aus. „Gute Beispiele sind die überzeugendsten und besten Argumente für den Holzbau: Sie zeigen, was heute bereits möglich ist und wie aus politischen Zielen und fachlichen Debatten konkrete gebaute Realität wird“, so > Minister Peter Hauk, in dessen Haus der Holzbau (noch?) ressortiert. „Wir sind der Zukunft nicht ausgeliefert. Wir können sie gestalten!“ Viele der ausgezeichneten Projekte stellten für die Weiterentwicklung des Holzbaus echte Pionierarbeit dar. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Drei-Länder-Fachkongresses Holzbau in Friedrichshafen statt.
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- Holz(park)haus der Zukunft, Wendlingen am Neckar | herrmann+bosch architekten GbR, Stuttgart | Planstatt Senner GmbH, Stuttgart | TWP: knippershelbig GmbH, Stuttgart | Holzbau: Pletschacher Projects GmbH & Co. KG, Dasing | Brandschutz: brandschutz plus GmbH, Berlin
- NORDGRÜN, Karlsruhe | Drescher Michalski Architekten PartG mbB, Karlsruhe | TWP: Schuler Ingenieurbüro für Bautechnik, Karlsruhe | Holzbau: Amolsch Holzbau GmbH, Karlsruhe
- Rathausbrücke, Tuttlingen | Birk Heilmeyer und Frenzel Gesellschaft von Architekten mbH, Stuttgart | Planstatt Senner GmbH, Stuttgart | TWP: sbp schlaich bergermann partner, Stuttgart | Holzbau: SCHLEITH GmbH Baugesellschaft, Achern
- ZERO., Stuttgart | RIEHLE KOETH GmbH+Co. KG, Stuttgart | TWP: merz kley partner GmbH, Dornbirn (AT) | Holzbau: Kaufmann Bausysteme GmbH, Reuthe (AT); BS Holzmodulbau GmbH, Ebersburg/Weyhers | Brandschutz: DEKRA Automobil GmbH, Hamburg
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| Studierendenwettbewerb: die Nominierten |
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7 starke Konzepte für ein inklusives Quartier |
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Der Studierendenwettbewerb „Inklusiv gedacht – der Umbau beginnt im Kopf!“, ausgelobt von der Architektenkammer Baden-Württemberg, dem Dachverband Integratives Planen und Bauen, dem Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e. V. sowie dem Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Baden-Württemberg, in Kooperation mit dem Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. und der Wüstenrot Stiftung setzt Impulse für eine inklusive, nachhaltige Stadtentwicklung. Gesucht waren innovative Entwurfslösungen für die Weiterentwicklung des Karlsruher Quartiers Mühlburger Feld aus den 1960er Jahren. 63 Studierende aus vier Hochschulen reichten einzeln oder in Teams insgesamt 30 Arbeiten ein. Eine Fachjury wählte daraus eine Shortlist von sieben Entwürfen. Wir beglückwünschen schon jetzt alle Nominierten. Die Preisverleihung findet am 11. Mai um 15 Uhr im Haus der Architektinnen und Architekten statt.
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| Architekturgespräche 2026 |
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Geänderte Anforderungen – konstanter Kern |
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Der Architekturberuf muss immer wieder neu erfunden werden – so vielfältig wie er ist, so eng verwoben mit der Gesellschaft, der Kultur, der Ökonomie. Doch so sehr sich die Anforderungen ändern: die Idee der Raumkunst bleibt im Kern eine Konstante. Dazu diskutieren am 21. Mai, 19-21:30 Uhr, Katharina Neubauer (Foto li.), TOMAS Transformation of Material and Space, Berlin/Essen, Aimée Michelfelder, AFEA Association For Ecological Architecture, Berlin, und Jurek Brüggen, undjurekbrüggen, Berlin, unter der Moderation von Christian Holl, Journalist und Publizist, Stuttgart. Der Titel der diesjährigen Architekturgespräche, die in Stuttgart und per Livestream zu verfolgen sind, lautet „Neue Praxis! Neue Praxis?“
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„Eindrucksvolle Transformationsorte“ |
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Zu „zwei eindrucksvollen Transformationsorten deutscher Unternehmensgeschichte“ führt eine Tagesexkursion der Kammergruppe Karlsruhe-Stadt am 19. Juni, zu der ihr Vorsitzender Simon Joa einlädt: zum adidas-Campus World of Sports in Herzogenaurach (Foto) sowie zum ehemaligen Quelle-Versandzentrum in Nürnberg. Der Campus mache die Transformation eines militärisch geprägten Areals räumlich erfahrbar. „Arbeitsorte, Sportflächen, Wege, Plätze und Landschaftsräume verbinden sich zu einem großzügigen, parkähnlichen Gefüge. Die architektonische Vielfalt reicht von ikonischen Büro- und Verwaltungsbauten bis zu Sport- und Begegnungsorten“, so Joa. In Nürnberg wandele sich der ehemals abgeschottete Logistikkomplex zu einem offenen, gemischt genutzten Stadtbaustein und zeige, wie tiefgreifende Bestandsarchitektur zeitgemäß weiterentwickelt werden kann. > Anmeldung bis 15. Mai.
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Wer gestaltet die Bauwende mit? |
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Architekturbüros mit Sitz in Europa können sich noch bis 15. Juni für den HeinzeAWARD 2026 bewerben. Er prämiert Hochbauten, die in den letzten fünf Jahren realisiert worden sind und ökologische, ökonomische und soziokulturelle Standards setzen. Dabei steht die Vermeidung von Emissionen ebenso im Vordergrund wie der innovative Umgang mit dem Bestand und der Einsatz kreislauffähiger Materialien. Auch Studierende an Architekturfakultäten haben die Möglichkeit, ihre Entwürfe und Konzepte einzureichen.
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Der Neckar steht als stark kanalisiertes Gewässer im Spannungsfeld zwischen Industrie, Klimaanpassung, Biodiversität, Freizeitnutzung und regionaler Entwicklung. Die Fachtagung > „Flussregion werden! Die Fabrik, die Stadt und ihr Fluss“ widmet sich seiner Zukunft als gemeinsam genutzter Lebens- und Wirtschaftsraum. Am 21. Mai, 9-17 Uhr, in der Kulturinsel Stuttgart, beleuchtet die Kooperationsveranstaltung vom Verband Region Stuttgart und der IBA'27, unter welchen Bedingungen wirtschaftliche Nutzung und vielfältige Funktionen zusammengeführt werden können. Eingeladen sind Interessierte aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die den Neckar aktiv mitgestalten wollen.
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In der Reihe > „Stadtentwicklung im Dialog“ lädt Heidelbergs Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck am 21. Mai, 17:30-19:30 Uhr, zu Impulsen und einem fachlichen Austausch rund um das Thema „Kooperation als Ressource – Stadt gemeinsam gestalten“ ein. Unter dem Leitgedanken, Stadt zusammen mit zivilgesellschaftlichen Netzwerken zu entwickeln, soll gezeigt werden, wie kreative und auch unkonventionelle Ansätze helfen können, urbane Herausforderungen trotz knapper Ressourcen zu bewältigen.
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| Trinationaler Schüler:innenwettbewerb |
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| Von 15. Mai bis 5. Juni sind im Architekturschaufenster Karlsruhe Modelle aus dem Wettbewerb „Oscar“ zu sehen. Sie stammen von Schüler:innen aus dem Großraum Karlsruhe. Bereits zum 18. Mal hat das Europäische Architekturhaus den Wettbewerb entlang des Oberrheins ausgelobt. Das Thema diesmal: „Eine Bühne für Geschichten“. |
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Bilder von oben: Julian Bauer; AKBW; Jan Potente/RP Stuttgart; Felix Kästle/AKBW; Florina Althaus und Leandra Sinn; Magdalena Gruber | AFEA.; adidas AG; Heinze ArchitekturAWARD 2026; IBA'27/Franziska Kraufmann; MEA |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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