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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 15/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte, |
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es war schon einfacher, den Tag der Arbeit zu begehen. Damals, als es immer nur bergauf ging, die Aufträge nur so reinflatterten und Gewerkschaften für immer weniger Arbeitszeit und mehr Geld kämpften. Wofür steht der Tag der Arbeit heute? Strukturwandel, KI und das Sparkorsett öffentlicher Haushalte transformieren die Büros mehr als manchen lieb ist. Kleine werden von Großen geschluckt, Kommunen bauen mit Generalunternehmern, die Konkurrenz mit Bauvorlageberechtigung wächst, Junior-Architekt:innen suchen ihr Auskommen und einen sinnstiftenden Platz in der Berufswelt. Arbeit ist reichlich vorhanden. Doch deren Wert, Art und Verteilung wird mal wieder neu ausgehandelt. Es gäbe also Gründe, am Tag der Arbeit ins Grübeln zu verfallen. Oder eben das Gegenteil zu tun: sich Mut machen, sich öffnen für neue Geschäftsfelder, neue Nischen, neue Kooperationen. Die Kammer berät, begleitet und befähigt ihre Mitglieder dabei.
Ein schönes Feiertagswochenende wünscht Ihr AKBW-Team |
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| Verbändeappell an Koalitionsverhandler:innen |
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| 23 Verbände mahnen Gestaltungswillen an |
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| Hoffnung auf einen baupolitischen Neustart äußert ein branchenübergreifendes Bündnis von Architektenkammer über Bauwirtschaft hin zu Wohnungsbauunternehmen in einer > Pressemitteilung rechtzeitig zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen. Die große parlamentarische Mehrheit von Grünen und CDU sei Privileg und Verpflichtung zugleich. Im Wohnungsbau brauche es eine grundsätzliche Neujustierung: „Die bisherigen Instrumente springen zu kurz“, wertet das Bündnis. Denn bei allen Maßnahmen im Bereich Wohnungsbau bleibe die letztlich alles entscheidende Frage der Finanzierbarkeit. Es empfehle sich ein Konnexitätsprinzip: Gesetzliche Vorgaben über einen Mindeststandard hinaus sollten demnach auch staatlich gegenfinanziert werden. „Bei der Entlastung der Finanzierungskosten sehen wir eine große Aufgabe beim Land. Da muss ein Impuls in die ganze Breite des Wohnungsbaus kommen“, ergänzt Kammerpräsident Markus Müller. |
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| Junior-Architekt:innen im Außeneinsatz |
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| „WHAT IF … ?! WE GO OUT!“: Mit einem neuen Format startet das > Netzwerk JunAS.BW eine praxisnahe Reihe. Sie ermöglicht exklusive Blicke hinter die Kulissen – auf Baustellen ebenso wie bei bereits realisierten Projekten. Das Konzept aus Fachvortrag und Besichtigung wurde gezielt für den Kammernachwuchs entwickelt. Planer:innen geben persönliche Erfahrungsberichte: ehrlich, reflektiert und mit konkreten Lessons Learned. Zum Auftakt nahm Eberhard Becker (asp Architekten) die Gruppe mit auf eine fachlich fundierte, zugleich leidenschaftliche Reise durch „sein“ Stadion: die Stuttgarter MHP Arena. Von der komplexen Dachkonstruktion bis zur Innenarchitektur (Judith Kappes, asp Architekten), wurde deutlich, welches Potenzial im Bauen im Bestand selbst bei komplexen Großprojekten steckt. |
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| Nächstes „WHAT IF … ?! WE GO OUT!“: 10. Juni, 17-18:30 Uhr, Besichtigung > Mobiles Hallenbad, Holz-Modulbau, 4a Architekten |
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| Stephan Weber: „Mutig sein, ausprobieren!“ |
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| Die Bundesarchitektenkammer (BAK) hat einen neuen KI-Kodex formuliert für den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Stephan Weber, Vizepräsident der AKBW und der BAK, war beteiligt. Im Interview mit DABonline erklärt er den Hintergrund. Der Einsatz von KI verändere bereits den Planungsalltag. Die klassischen Leistungsphasen seien überholt. Der Berufsstand müsse sich stärker öffnen, etwa für Phase 0: Projektentwicklung. Die Verunsicherungen und Sorgen beispielsweise durch BIM seien exakt dieselben wie vor 35 Jahren, als CAD in den Büros Einzug hielt, erinnert Weber. „Wenn ich mir anschaue, auf welchem Standard wir heute arbeiten im Vergleich zu damals: Das sind Welten! Wer nicht mitgeht, wird ein Problem bekommen.“ |
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| AKBW-Kompetenzteam Wohnen |
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Zusätzliche Geschossfläche als Bonus |
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Einen Anreiz, in gesellschaftliche und klimarelevante Qualitäten beim Wohnbau zu investieren, ohne langfristige Mietausfälle in Kauf nehmen zu müssen, schaffen die sogenannten „Bonus-Geschossflächen“. Es handelt sich dabei um ein wirkungsvolles, bislang wenig bekanntes Planungsinstrument, mit dem Kommunen Bauherr:innen zusätzliche Geschossfläche über das regulär zulässige Maß hinaus gewähren können – und damit Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz sichern. Auf Initiative des AKBW-Kompetenzteams „Wohnen“ findet am 20. Mai, 18-21 Uhr, in Stuttgart und per Livestream das Fachseminar „Bonus-Geschossflächen – nachhaltig und wirtschaftlich mehr Wohnraum schaffen“ zu Forschungsergebnissen und Praxiserfahrungen statt. Zu den Referent:innen gehört Prof. Karin Schmid (Foto), Autorin des Buchs > „Bonus‑Geschossflächen – Handbuch und Planungshilfe“.
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| „Wir brauchen Experimentierräume, die Bezahlbarkeit für den Staat und seine Bürger, Klimaschutz, Nachbarschaftlichkeit und gute Außenräume miteinander verbinden – ohne Kostenexplosion.“ |
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| AKBW-Präsident Markus Müller mit Verweis auf die IBA'27
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Traditioneller Baustoff für die Zukunft |
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Organisiert von der Kammergruppe Stuttgart-Nord, hält Björn Klug, Lehmbau Berater und Host des > LehmBauTreffs, am 5. Mai, 19-21:30 Uhr, einen Vortrag über > „Potenziale und Hürden des Lehm-(Holz-)baus“ mit anschließender Expert:innenrunde. Anlass ist das IBA’27 Projekt Evangelisches Gemeindehaus Feuerbach, das im alten Ortskern entsteht und konsequent auf Weiterbauen statt Abriss setzt. Wiederverwendete Bauteile, natürliche Materialien und eine klare Low-Tech-Strategie prägen das Konzept (s. dazu auch > DABonline). Eine Materialausstellung bietet praxisnahe Einblicke.
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| Digitale Plattform zur Vernetzung |
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| Zirkuläres Bauen gilt als zentraler Schlüssel für die nachhaltige Transformation der Bau- und Immobilienbranche. Doch oft fehlt es an Übersicht, welche Lösungen bereits existieren und wer sie umsetzen kann. Ganz neu bietet nun der „Kompetenzatlas Zirkuläres Bauen“ eine zentrale Plattform, um für die Region Stuttgart eine flächendeckende Wende vom linearen zum kreislaufgerechten Planen und Bauen herbeizuführen. Das Besondere: alle Angebote sind konkreten Fragestellungen des zirkulären Bauens zugeordnet und lassen sich strukturiert durchsuchen. Anbieter können – nach Registrierung – ihre Leistungen oder Produkte kostenlos einstellen lassen. Initiiert wurde die Datenbank von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, zu deren Projektpartnern auch die Architektenkammer Baden-Württemberg gehört. |
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Nach dem Start in Frankfurt ist die > Ausstellung des Architekturpreises max40 nun bis 22. Mai im BDA Wechselraum in Stuttgart zu sehen. Sie präsentiert die ausgezeichneten Arbeiten des bundesweiten Förderpreises für junge Architekt:innen. Unter den Ausgezeichneten sind auch vier Büros aus Baden-Württemberg: ADAPTER e. V., Stuttgart, hat einen Preis erhalten, Anerkennungen gingen an Schneider Hoffmann Architekten (Foto), Karlsruhe, BOLTE | Einselen & Kirchmann Architekten, Kirchheim unter Teck, sowie STUDIO SOZIA, Karlsruhe.
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Bedeutung, Beständigkeit und nachhaltige Wirkung ausgezeichneter Architektur, eingefangen in Fotografien von Wilfried Dechau: die > Ausstellung ZWEITER BLICK im Rathaus Biberach zeigt Bauten, die in den vergangenen 40 Jahren in Baden-Württemberg realisiert und mit dem Hugo-Häring-Landespreis des BDA ausgezeichnet wurden. Die Hugo Häring Gesellschaft, der BDA BW und die Stadt Biberach laden zur Ausstellungseröffnung am 4. Mai um 18 Uhr ein.
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| Gesucht: naturnaher Flussraum in Freiburg |
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| Der Peter-Joseph-Lenné-Preis, Landes Berlin gilt als der weltweit größte Wettbewerb für Kreative bis 35 Jahre und richtet sich an Studierende und junge Fachkräfte aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung. In diesem Jahr stehen drei Aufgaben im Mittelpunkt: die Weiterentwicklung eines bedeutenden Freiraumprojekts in Berlin, die Gestaltung eines naturnahen Flussraums in Freiburg im Breisgau und die Transformation eines ehemaligen Güterbahnhofs in Prag. Gesucht werden Konzepte, die ökologische, soziale und gestalterische Aspekte verbinden. Einreichungsfrist bis 26. Juni. |
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„Wir müssen die Art und Weise, wie wir entwerfen, angesichts einer tiefgreifend veränderten Welt neu überdenken.“ Dieses Zitat von Carlo Ratti bildete den gedanklichen Auftakt für das offene Forum Baukultur, zu dem der Förderverein der Bundesstiftung am 24. April ins FORUM Haus der Architektinnen und Architekten, Stuttgart, einlud. Im Mittelpunkt stand die Nachwuchsförderung. Junge Stimmen, innovative Formate und vielfältige Perspektiven machten deutlich, wie breit und differenziert diese verstanden wird: im Spannungsfeld von Forschung und Praxis, zwischen traditionellem Handwerk und künstlicher Intelligenz, zwischen Stadtmachen und politischem Engagement.
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Mit ihrem > „Schulbuch Baukultur“ möchte die Bundesstiftung junge Menschen für Baukultur begeistern. Die Publikation lässt sich an allgemeinbildenden Schulen sowie an Berufsschulen einsetzen.
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Wer bereits begeistert ist, sollte über einen Besuch des > Konvents der Baukultur nachdenken: am 10. und 11. Juni in Potsdam.
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Bilder von oben: Matthias Schmiedel; AKBW; JunAS/AKBW; DAB; Albrecht Fuchs/AKBW; Franziska Kraufmann; Wirtschaftsförderung Region Stuttgart; Kim Fohmann; SenMVKU; Leif-Hendrik Piechowski |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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