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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 14/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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bisschen viel Wahlkampf in Baden-Württemberg? Für die Mitglieder der Architektenkammer ist nach der Wahl tatsächlich vor der Wahl. Aber nun gilt es, in eigener Sache die Weichen zu stellen. Die Bewerbungsfrist für die Kammerwahlen 2026 läuft ab morgen. Jetzt ist der Moment, den Hut in den Ring zu werfen für den Vorsitz einer Kammergruppe oder für einen Sitz in der Landesvertreterversammlung (LVV). Diese Kammerwahlen 2026 sind anders als vorherige: Nicht nur sind die Gremien etwas kleiner, auch unterscheidet das novellierte Architektengesetz nicht mehr nach Tätigkeitsarten. Bauwirtschaftlich Tätige, Angestellte oder Beamtete müssen aktiv werden, um etwa in der LVV Einfluss auf die Entwicklung der Kammer nehmen zu können. Das gilt auch für die Junior-Architekt:innen. Wir freuen uns deshalb durchaus auf einen (Hauch von) Wahlkampf in Veranstaltungen oder im Netz. Für die LVV-Kandidaturen wird eigens einen Wahl-O-Mat mit Thesen zur Kammer entwickelt. Demokratie lebt von Unterschieden, von guten Argumenten und vom Mitmachen. Entscheiden Sie sich dafür! Kandidieren Sie! Wählen Sie!
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Startschuss für Bewerbungsphase |
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Die erste heiße Phase der Kammerwahlen beginnt! Interessierte für den Posten des Kammergruppenvorsitzes oder dessen Stellvertretung sowie Interessierte an einer Wahl ins „Architektenparlament“, also der Landesvertreterversammlung, können ihre Bewerbung vom 24. April bis 25. Mai einreichen. Erstmals ist dies in Kammergruppen auch als Kollektiv möglich. „Der Wunsch, als Kollektiv im Team kandidieren zu können, wurde immer häufiger geäußert“, sagt AKBW-Hauptgeschäftsführer Hans Dieterle. „Deshalb hat die Landesvertreterversammlung die Möglichkeit dazu letztlich auch beschlossen.“ Eingehende Kandidaturen werden nach Zulassung ab Anfang Mai auf einer Kandidierenden-Webseite (Foto: Dummy) vorgestellt.
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| AKBW und Regierungsbildung |
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Im Vorfeld der Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen hat sich die Architektenkammer BW an die Verhandler:innen gewendet, um ihre bau- und städtebaupolitischen Erwartungen an die kommende Regierung zu kommunizieren. Diese Positionen entstanden im fachlichen Austausch mit weiteren Verbänden. „Wir müssen sehen, dass die Rezepte der vergangenen zehn Jahre in einer sich ändernden Welt nicht mehr funktionieren“, sagt Kammerpräsident Markus Müller. „Die neue Landesregierung hat die Chance, eine Perspektive für die Problemlösung im Land zu entwickeln – auch bei der sich weiter verschärfenden Wohnungskrise“. Im Papier nennt die Kammer die Senkung von Standards und Baunebenkosten, die Neukalibrierung der Förderung, einfachere Verfahren und Prozesse sowie die strategische Landesentwicklungsplanung als Handlungsfelder.
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel
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Teil #11: Fragen zur Honorarabrechnung |
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In Ergänzung zur Beratung durch die AKBW-Rechtsabteilung ist bei der Abrechnung der Architekt:innen-Honorare oftmals eine Beurteilung durch einen Sachverständigen nötig – beispielsweise bei Fragen zur honorarrechtlichen Abgrenzung einzelner Objekte, zur Zuordnung zu einer Honorarzone, zu den anrechenbaren Kosten oder zur angemessenen Berücksichtigung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz, wenn es um die anrechenbaren Kosten beim Bauen im Bestand geht. Mitglieder können sich hierzu an den Honorarreferenten Walter Ziser wenden, freier Architekt und von der IHK öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Honorare für Architektenleistungen: per > Mail oder montags, 13-16 Uhr, telefonisch unter 0711-2196-119.
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| Kammergruppen und -bezirk aktiv |
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Feministische Perspektive |
| Der Kammerbezirk Stuttgart beteiligt sich an der internationalen Jane’s-Walk-Bewegung, die zu Ehren der Stadtaktivistin Jane Jacobs initiiert wurde, und lädt in Kooperation mit dem Netzwerk Architektinnen am 4. Mai um 16:45 Uhr zu Stadtspaziergängen mit anschließender Podiumsdiskussion ein. |
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Die Rundgänge führen zu ausgewählten Orten in Stuttgart und richten den Blick auf Gestaltung, Nutzung und Zugänglichkeit. Impulse von Vera Krimmer, Stadtentwicklungsplanerin Stuttgart, und Sarah Thiel, Städtebau Institut der Universität Stuttgart, zeigen, wie feministische Perspektiven neue Zugänge zur Stadtplanung eröffnen. Die anschließende Diskussion bietet Raum für den fachlichen Austausch unterschiedlicher Sichtweisen auf eine gerechtere Stadt.
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Die Kammergruppe Esslingen I lädt am 7. Mai, 17 Uhr, zu einer Führung durch den > Neubau der Hochschule Esslingen ein. Das Architekturbüro bär, stadelmann, stöcker architekten (Nürnberg/München) gibt Einblicke in Entwurf und Umsetzung des Projekts. Ergänzend führen eine Vertreterin von Vermögen und Bau sowie der zuständige Bauleiter von ERNST² durch das nahezu fertiggestellte Gebäude und berichten aus der Praxis.
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Im Rahmen von „Architektur vor Ort“ lädt die Kammergruppe Esslingen II am 6. Mai, 16 Uhr, zur Besichtigung des Neubaus der > Turnhalle an der Limburg-Grundschule Weilheim/Teck ein. Den fachlichen Einstieg übernimmt Peter Dorn, freier Architekt BDA und DATSCHA Architekten/EHA² Stuttgart. Im Anschluss erfolgt eine Besichtigung der > Peterskirche.
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| „Entweder wir bekommen in Vergaben hin, dass Architekt und Bauunternehmen im Team zusammenarbeiten, oder es gilt das Recht des Stärkeren.“ |
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| Hans-Jörg Reisch, Bauunternehmer und Architekt
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| AKBW-Architektinnenpreis 2026 |
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Eine Preisträgerin berichtet |
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2026 bietet der Architektinnenpreis, initiiert durch das AKBW-Netzwerk „Architektinnen in der Kammer“, erneut eine Plattform für Architektinnen und ihre Arbeiten – Einreichungen sind noch bis zum 4. Mai möglich! Im Gespräch mit der AKBW berichtet Annette Sinz-Beerstecher, Publikumspreisträgerin 2023, warum sie den Architektinnenpreis für ein geeignetes Instrument der Sichtbarmachung von Architektinnen hält, und erklärt ihre Planungsprinzipien anhand des „Stadtquartiers HEN Tübingen“. Das aktuell im Bau befindliche „Hechinger Eck“ steht beispielhaft für ihre Arbeitsweise, multicodierte Freiräume zu entwerfen. Im konkreten Fall treffen dort ein Pflegeheim, Wohnraum und eine Grundschule zusammen.
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| Fachtag und Verleihung Holzbaupreis |
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Holzbau: wertschöpfend und ausgezeichnet |
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Beim 5. D-A-CH-Fachkongress „Drei Länder, eine Mission: Holzbau – wirtschaftsstark und regional!“ kommen am 6. und 7. Mai Fachleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Friedrichshafen zusammen, um zentrale Fragen des modernen Holzbaus und dessen gesamter Wertschöpfungskette zu diskutieren. Die Themen reichen vom Wald über Holz und Planung bis zur Umsetzung im Gebäude und Quartier. Am ersten Kongressabend steht die feierliche Verleihung des – von der AKBW mit ausgelobten – Holzbaupreises Baden-Württemberg 2026 an: von den 18 Nominierten (s. Foto und > NL 11/26) erhalten 11 einen Preis oder eine Auszeichnung.
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Aus Baden für Baden-Württemberg |
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Zum vierten Mal würdigt der Badische Architekturpreis Bauprojekte, die Architekturqualität, Nachhaltigkeit und Lebensqualität verbinden – 2026 ist er erstmals offen für Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg. Bis zum 7. Juni können Objekte in zehn Kategorien online eingereicht werden. Diese werden zunächst von einer Fachjury unter Vorsitz von AKBW-Ehrenpräsident Wolfgang Riehle bewertet. In einem zweiten Schritt entscheidet das Publikum im öffentlichen Online-Voting über die Prämierungen.
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Eine filmische Hommage an den Architekten Hans Scharoun präsentiert die Volkshochschule Biberach am 26. April, 19 Uhr (mit Anmeldung). George Sluizers lange verschollener Film > „Hans Scharoun – Sein letzter Film“ (1970) setzt sich mit Leben und Werk Scharouns auseinander und richtet den Blick auf Schlüsselwerke wie die Berliner Philharmonie (Foto), Wohn- und Schulbauten in Stuttgart und Böblingen sowie Schulen in Lünen und Marl.
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Angesichts überstrapazierter natürlicher Ressourcen und zunehmender Wohnungsnot wird Umbau zur Notwendigkeit. In seinem Vortrag > „Ästhetische Ressourcen“ zeigt Dionys Ottl (Hild und K Architekten, München/Berlin) am 21. Mai, 19 Uhr im Konzerthaus Freiburg, wie der bestehende Gebäudebestand nicht nur funktional, sondern auch als ästhetische Ressource verstanden werden kann. Der respektvolle Umgang mit dem baukulturellen Erbe steht dabei im Zentrum der vorgestellten Umbauprojekte. Anmeldung: 27./28. April.
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Benachteiligte Familien müssen bei der Wohnungssuche ganz besondere Probleme bewältigen. Wie Wohnungspolitik, Architektur und Stadtplanung sie dabei unterstützen können, ist Thema von > „Impulse der IBA #13: Wohnen und Armut“. Die Tagung am 8. Mai, 9:30-16:30 Uhr, lotet die Möglichkeiten einer sozial gerechte Wohnungspolitik aus und vernetzt Akteure von Wohnungshilfe und sozialen Trägern mit Vertreter:innen aus Planung und Kommunen. Eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Akademie Bad Boll und der IBA'27.
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Vermessung des Vergabedschungels |
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„Der Tag heute soll der Auftakt in eine breite Diskussion sein, wie wir zu guten und funktionierenden Verfahren kommen. Und zwar mit allen Beteiligten“, umriss Kammerpräsident Markus Müller den Gegenstand des Gesprächs am 21. Mai in der Bertha-Benz-Schule (Planung: LRO) in Sigmaringen, an dem neben Vertretern des Landkreises auch andere Kommunen, Architekten, Bauunternehmer, Verfahrensbetreuer, Rechtsanwälte und Landesvorstände der Kammer zugegen waren. Die Berufsschule hatte ein Volumen von rund 100 Millionen Euro und kam ohne Kostenexplosion, Verzögerungen oder Abstriche in der Qualität aus. Umgesetzt wurde das Projekt in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP), bei der der Betrieb und das Gebäudemanagement für 25 Jahre mitvergeben wurden. Das Gebäude selbst gehört jedoch dem Landkreis. Ab einer bestimmten Volumengröße, so die Erkenntnis, kann diese Art von Verfahren zu guten Resultaten führen. „Wir werden die Ergebnisse der heutigen Diskussion zusammentragen und über die kommenden Wochen und Monate versuchen, zu identifizieren, unter welchen Voraussetzungen welche Vergabeverfahren die richtigen sind“, schloss Müller.
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Bilder von oben: sutter³ GmbH & Co. KG; Tom Treitz / AKBW; AKBW; AKBW; AKBW; Achim Birnbaum | Elias Hassos | ICD | Isabel Meyer | David Matthiessen Fotografie | Martin Maier | Peter Ziegner | Fast + Epp GmbH | Kim Fohmann | Roland Halbe | Werner Hutmacher | Norbert Miguletz | Brigida González | Roland Halbe | Brigida González | Achim Birnbaum | Sebastian Schels | Jan Bitter; Grossmann Group; Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 078817a / Fotograf: Willy Pragher; AKBW |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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