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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 10/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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viel wird gerade über Architekturpreise räsonniert. Das Bekanntwerden der Verstrickung des Pritzker-Erben in das Epstein-Netzwerk hat eine schon länger schwelende Debatte wieder angestoßen über Preise, die das Fulminante, das Spektakuläre feiern. Die Frage stellt sich: Ist diese Form, „schöne“ Architektur als ästhetischen Genie-Streich herauszustellen, noch angemessen? Die Architektenkammer vergibt seit fast einem halben Jahrhundert Plaketten für Beispielhaftes Bauen: Einfamilienhäuser, Feuerwehrgebäude, Bushaltestellen, Sporthallen, Geschossbauten, sanierte Dachstühle. Unsere Jurys prämieren das Alltägliche. Sie prüfen den Umgang mit Material, Fläche und Ausstattung, wollen wissen: Beantworten Gebäude und Freiräume die Fragen der Zeit? Unsere Auszeichnungsverfahren – wie andere hierzulande – sind gewissermaßen die Graswurzelbewegung der Architekturpreislandschaft. Ohne Pomp und Gloria, aber im ehrlichen Bemühen um Baukultur in der Breite. Das macht uns und viele tausend Bauherrschaften mit ihren planenden Büros stolz.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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| Ehemalige Bauzeichner/in-Ausbildung |
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Neu: Bautechnische/r Konstrukteur/in |
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Building Information Modeling (BIM), Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind als Themen im Alltag von Architekturbüros längst angekommen und sollen sich auch in der Ausbildung von Bauzeichner/innen wiederfinden. Am 1. August 2026 tritt deshalb bundesweit eine neue Ausbildungsverordnung in Kraft, die den bisherigen Ausbildungsgang ablöst durch die Ausbildung zum/zur Bautechnischen Konstrukteur/in. Für Auszubildende, die ab diesem Stichdatum starten, gelten dann ein neuer Rahmenlehrplan und eine neue Prüfungsordnung. Alle Informationen zur Neuordnung und zur Übergangszeit hat die AKBW im aktualisierten Merkblatt Nr. 01 zusammengefasst. Sonja Hauska, ehrenamtliche AKBW-Referentin für die Ausbildung von Bauzeichner/innen und Bautechniker/innen, ist zudem Ansprechpartnerin für ausbildende Architekturbüros.
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| Videoserie „Wir sind Kammer!“ |
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Büros im ländlichen Raum unter Druck |
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„Wir haben die Gefahr, dass der Architekt vor Ort verschwindet, ähnlich wie der Bäcker, der vielleicht schon weg ist.“ So beschreibt Markus Keller die Realität vieler kleinerer Büros im ländlichen Raum in der neuesten Folge unserer Ehrenamt-Interviewreihe „Wir sind Kammer!“. Der stellvertretende Vorsitzende der Kammergruppe Karlsruhe-Land fordert Änderungen der Vergabeordnung, etwa Teilnahmequoten, um kleinere und junge Büros zu stärken. Kritik übt er auch an der Politik: „Wir bemerken, dass trotz all der großen Ankündigungen der oberen Ebene auf der unteren lokalen Ebene dann doch viele Hindernisse gefunden werden, die manchmal konstruiert wirken.“ Seine Kammerarbeit hingegen bewertet er sehr positiv: „Ich finde es toll, dass es in der Kammer einen Vertrauensvorschuss gibt, das macht die Arbeit sehr sinnstiftend.“
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2026 ist Kammerwahljahr: Bis zum 25. Mai können Wahlvorschläge eingereicht werden für Kammergruppenvorstände und die Kandidat:innen der Landesvertreterversammlung. Diese wählt dann im November das neue Präsidium. > Informationen und Formulare zur Kandidatur
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LVV-Beschlüsse in Kraft getreten |
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Am 14. März sind die von der Landesvertreterversammlung 2025 beschlossenen Änderungen der Satzung, der Wahlordnung, der Beitragsordnung sowie der Gebührenordnung in Kraft getreten. Nach Genehmigung durch das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg erfolgte die Bekanntmachung am 13. März auf der für amtliche Bekanntmachungen vorgesehenen Seite der AKBW.
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. > Bislang erschienene Artikel
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Praxishilfe # 9: Fachlisten |
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Um für die immer komplexeren Bauaufgaben passgenau kompetente Planer:innen auffindbar zu machen, führt die AKBW Fachlisten für die Bereiche Brandschutz, Denkmalschutz, Energieeffizienz, Fachpreisgericht, Ortsentwicklungsbeirat, Sachverständigenwesen sowie Vergabe- und Wettbewerbsbetreuung. Sie dienen als Orientierung für Bauherren, Investoren und öffentliche Auftraggeber. Architektinnen und Architekten, die für die jeweiligen Leistungsbereiche über nachgewiesene besondere Qualifikationen verfügen, können sich in die entsprechende Liste eintragen lassen. Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung durch ein unabhängiges Gremium der Kammer, je nach Art der Fachliste gibt es unterschiedliche Anforderungen.
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Fachleute für klimagerechtes Bauen und Nachhaltigkeitskoordinatoren lassen sich zudem über das > Bundesregister Nachhaltigkeit der Bundesarchitektenkammer finden: Kammermitglieder können sich entsprechend bestimmter Voraussetzungen registrieren lassen.
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| „Der Erfolg des Gebäudemodernisierungsgesetzes entscheidet sich nicht an einzelnen Technologien, sondern an einer klaren und langfristig verlässlichen Systematik im Gebäude selbst.“ |
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| Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer
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Kirchenbotschaft: Weiterbauen! |
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Die Evangelische Kirchengemeinde in Stuttgart-Feuerbach hat sich für Weiterbauen statt Abriss ihres Gemeindehauses aus den 1970er Jahren entschieden. Rückgebaute Materialien werden wieder eingesetzt. Das IBA’27-Projekt hat es mit diesem Ansatz in die Förderung als „Pilotprojekt Innovationen im Gebäudebereich“ des BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) geschafft. „Die Aufnahme als Pilotprojekt würdigt Mut, Haltung und Umsetzungskraft der Kirchengemeinde und stärkt das Weiterbauen im Bestand als zentrale Aufgabe der Bauwende“, so IBA-Projektleiterin Grazyna Adamczyk-Arns. Die ganze Geschichte vom Weiterbauen als Kirchenbotschaft als AKBW-Beitrag auf DABonline, der Website der Architektenkammern.
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Apropos Kirche: Die Berthold Leibinger Stiftung hat das > Förderprogramm „The Churchground Project“ aufgesetzt, das auf die Gestaltung von Zwischenräumen rund um Kirchen (Brachen, Grünflächen, Parkplätze etc.) und öffentlichem Raum abhebt. Bewerben können sich Tandems aus Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche Württemberg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit Akteuren aus Architektur/Stadtplanung/Landschaftsarchitektur. Die drei Gewinnerprojekte werden jeweils mit bis zu 20.000 Euro gefördert. Umsetzung bis Oktober, Bewerbungsfrist bis 28. Mai. Am 28. März findet eine > Info-Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll statt, bei der auch AKBW-Landesvorstand Albrecht Reuß mitwirkt.
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Ziel: vernetzte, lebendige Gewerbequartiere |
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Gewerbegebiete rücken zunehmend in den Fokus der Stadtentwicklung. Auch beim Fachtag „Transformation von Gewerbegebieten“, initiiert vom AKBW-Kompetenzteam Arbeitswelt, wurde deutlich: Ein Großteil der Wertschöpfung entsteht nicht im Büro, sondern in Produktionshallen, Werkstätten und Logistikzentren. Zahlreiche Gewerbeareale geraten heute unter Druck – neue Arbeitsformen, Flächenknappheit und Klimafragen verlangen nach einem Paradigmenwechsel. Beispiele wie der TRUMPF-Campus in Ditzingen zeigen, wie aus klassischen Standorten vielfältige „Industrial Villages“ werden können. Kommunen stehen parallel vor der Aufgabe, bestehende Gebiete zu erneuern, wie das Sanierungsgebiet Grünwinkel in Karlsruhe belegt. Auch kleine Gemeinden – etwa Horb a. N. und Empfingen mit ihrem geplanten interkommunalen Gewerbegebiet an der A81 – setzen auf Kooperation. Tenor der Veranstaltung am 12. März: Die Zukunft der Arbeit entsteht dort, wo Gewerbegebiete Schritt für Schritt zu vernetzten, lebendigen Gewerbequartieren werden.
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Wahlverwandtschaften in der Architektur |
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Die Kammergruppe Reutlingen setzt ihre Vortragsreihe „Architektur im Gespräch“ fort: Am 25. März, 19:30 Uhr, spricht Architekt David Brodbeck über „Wahlverwandtschaften“ und die Arbeitsweise seines Büros mehr* architekten, das er 2013 gemeinsam mit Jens Rössler und Florian van het Hekke gegründet hat. Dieses arbeitet nach eigenen Angaben „im Spannungsfeld von Architektur, Stadt, Kunst, Design und Technologie.“ Wie das aussieht, zeigt Brodbeck unter anderem am Beispiel der Brauereihalle in Kirchheim unter Teck (Foto), die auch für > Beispielhaftes Bauen prämiert wurde.
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Metamorphose eines Konsumtempels |
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Zur > Langen Nacht der Museen am 22. März in Stuttgart öffnen sich die Türen der ehemaligen Galeria Kaufhof, eine schon geraume Zeit leerstehende Immobilie. Mit audiovisuellen Installationen werfen die Künstler Clemens Schneider und Roland Batroff einen Blick voraus in das Ausstellungsjahr der Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027, wenn sich das verlassene Kaufhaus neben dem Weissenhof-Forum zum zweiten zentralen Veranstaltungsort der IBA'27 wandelt. Besucherinnen und Besucher erleben den Leerstand als Möglichkeitsraum und erhalten exklusive Einblicke in zwei Geschosse des Gebäudes.
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Akteure für Wärmewochen gesucht |
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Im Frühling an den Herbst denken: „Zukunft Altbau“ lädt am 25. März, 11 bis 12 Uhr, zum digitalen Kick-off für die Wärmewochen BW (1. Oktober – 29. November) ein. Ziel ist, die Menschen im Land für Sanierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu gewinnen. Dafür sind Architektinnen und Architekten gesucht, die sich mit eigenen Aktionen beteiligen. Ob Vorstellung eines gut sanierten Gebäudes, Beratung an einem Messestand, Vortrag bei einem Infotag – die Angebote können ganz unterschiedlich sein. Rund 200 Aktionen zählten die Wärmewochen im Vorjahr. Auch 2026 wird wieder eine gemeinsame Event-Landkarte als zentrale Online-Bühne fungieren.
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| AKBW exklusiv: Ausstellungsführung |
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Tor zur Literatur lädt ein |
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Exklusiv für AKBW-Mitglieder findet am 21. März, 14 Uhr, eine Besichtigung der Ausstellung „Wettbewerbsergebnisse zum Neubau ,Tor zur Literatur‘“ in Marbach am Neckar statt. Arne Fentzloff, ARCHITEKTUR 109, wird die Wettbewerbsaufgabe eines Neubaus und der Sanierung des Literaturarchivs, die Siegerentwürfe und Anerkennungen erläutern. Die Jury, die am 11. und 12. März tagte, vergab den 1. Preis an den Entwurf von Gustav Düsing Architekt, Berlin, mit Landschaftsarchitektur mahl gebhard konzepte, München (Foto). Geschäftsführerin des für die Landschaftsarchitektur ausgezeichneten Büros ist Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. Wir gratulieren ganz herzlich!
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Bilder von oben: Michael Ruder; AKBW; AKBW; Arge Joos Keller + Curious About / Von K Landschaftsarchitektur | IBA’27/Dominique Brewing; AKBW; Sebastian Schels; IBA’27/Tobias Schiller; Zukunft Altbau; Gustav Düsing Architekt |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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