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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 07/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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das „Heizungsgesetz“, das nie so hieß, sondern als politische Kampagnenvokabel erfunden wurde, wird also „abgeschafft“. Der neue Nickname der GEG-Novelle lautet „Gebäudemodernisierungsgesetz“. Der Titel klingt zukunftsgerichtet, geradezu dynamisch, doch der Gap zwischen Begriff und Inhalt ist bei näherer Betrachtung unübersehbar. Denn das „Moderne“ einer – im Wortsinne: der Zeit entsprechenden – Energie-Strategie für den Gebäudesektor verrät der Entwurf eher nicht. Die Etikettierung verschleiert vielmehr, wie weit entfernt man ist von Verlässlichkeit und Planbarkeit für Bürgerinnen und Bürger, für Investoren und Planende, die sich auf den Weg einer klimagerechten Modernisierung gemacht haben. Ehrlicherweise sollte „Gebäudeenergierückabwicklungsgesetz“ oder gar „Gasthermenfördergesetz“ über den Eckpunkten stehen. Apropos Labeling: Morgen ist wieder Equal Pay Day, der eine unverändert existierende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen anmahnt. Auch er müsste korrekter „Unequal Pay Day“ heißen.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Stop and Go teurer als Klimaschutz |
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Die Architektenkammern bewerten die Eckpunkte zum sogenanntenGebäudemodernisierungsgesetz (GMG) kritisch. Insbesondere das Signal an Planung und Baupraxis, einerseits die Leitplanken zu lockern, gleichzeitig aber für 2030 (Ziel-Datum aus der EU-Gebäuderichtlinie für Nullemission im Neubau) eine Evaluation mit eventueller Nachsteuerung anzukündigen, schaffe Unsicherheit. „Wenn sich der Markt bereits auf 2030 ausrichtet, sollte die Politik diesen Weg stabilisieren, nicht temporär relativieren“, kommentiert BAK-Präsidentin Andrea Gebhard. Stop and Go verteuere Projekte. Die Kammer Baden-Württemberg drängt die Landesebene, wo das GEG vollzogen werden muss, auf Handhabbarkeit in Genehmigungs- und Planungsverfahren. „Klimapolitische Wirkung entfaltet eine wie auch immer bezeichnete GEG-Novelle nur, wenn Investitionen ausgelöst, nicht blockiert werden“, so AKBW-Präsident Markus Müller.
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| AKBW vor den Landtagswahlen |
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Kammerpräsident: mehr politische Ernsthaftigkeit! |
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„Wir haben viele politische Debatten, die im Endeffekt zynisch sind gegenüber den Nöten der Menschen“, konstatiert AKBW-Präsident Markus Müller mit Blick auf die Landtagswahl am 8. März im Video-Interview. Politik müsse mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen, so sein Appell. Wer gewählt und mit einem Mandat ausgestattet werde, stehe in persönlicher Verantwortung – nicht nur, wenn es Erfolge zu vermelden gebe, sondern gerade auch dann, wenn Fehler gemacht würden. Politik dürfe Probleme nicht abtun oder negieren, sondern müsse diese gemeinschaftlich im breiten Konsens lösen: „Dazu hat man Politik. Und dazu hat man demokratische Prozesse!“ Die Kammer habe sich entschieden, so der AKBW-Präsident: Missstände klar benennen. Das wird sie auch in der nächsten Legislaturperiode tun und dafür kämpfen, dass die Anliegend des Berufsstandes nicht nur gehört, sondern auch angegangen werden. Aber: Demokratie benötigt aktive Wähler. Daher: Gehen Sie wählen! Für Ihre Interessen, für die Interessen des Berufsstands.
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| Bausachverständigentag 2026 |
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Erfolgsformat der Community |
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Mit 220 Teilnehmenden war der Bausachverständigentag 2026 bereits vor Wochen ausgebucht. Die Tagung des Instituts Fortbildung Bau (IFBau) der AKBW – in Kooperation mit dem BVS Landesverband Baden-Württemberg, dem Bundesverband BVS und der BVS-Akademie – habe sich vom Austausch einer einst 20-köpfigen Expertengruppe zu einem etablierten Veranstaltungsformat im süddeutschen Raum entwickelt, so Helmut Stötzler, Freier Architekt und ö. b. u. v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden. Themen des Fachtages 2026 waren u. a. Flachdachabdeckung, Leckageortung, Isotopenanalyse bei Wasserschäden, rechtliche Rahmen, aktuelle technische Regelwerke sowie, als Schwerpunkt, die künstliche Intelligenz (KI) im Sachverständigenwesen. Fazit von Manuela Gantner, IFBau: „Eine gelungene Verbindung von technischer Präzision, rechtlicher Einordnung und digitalem Ausblick – der Bausachverständigentag bleibt die zentrale Plattform für Fortbildung, Austausch und Vernetzung innerhalb der Sachverständigen-Community.“ AKBW-Ehrenpräsident Wolfgang Riehle nutzte das Forum für den Appell an erfahrene Kolleg:innen, sich stärker mit dem Nachwuchs – etwa den Absolventinnen und Absolventen der AKBW-Qualifizierung „Schäden an Gebäuden“ – zu vernetzen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
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| Kammergruppen und -bezirke aktiv |
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Jour fixe: kostengünstiger Wohnungsbau |
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Wie lässt sich bezahlbarer und qualitätvoller Wohnraum bereitstellen? Dieser Frage widmet sich am 12. März, 17 Uhr, der Jour Fixe „Kostengünstiger Wohnungsbau“ im LAB Mannheim. Die Architekten Gregor Kiefer (GBG Wohnen GmbH) und Patrick Lubs (ap88) sprechen über modulares Bauen im Mietwohnungsbau und Kollaborationen für ein soziales Wohnquartier. Thorsten Blatter (andOFFICE) zeigt am Beispiel der > Hoffnungshäuser (Foto), wie gemeinschaftliches Wohnen in Serie funktioniert. Der Jour fixe findet im Rahmen des Themenjahrs Wohnen der Kammergruppe Mannheim statt.
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Die Kammergruppe Heidelberg lädt am 12. März, 18:30 Uhr, zum Filmabend in der Chapel – Raum für Stadtkultur. Die Dokufiktion > „E.1027 – Eileen Gray und das Haus am Meer“ wirft nicht nur einen Blick auf die Architekturgeschichte, sondern auch auf Autorinnenschaft, Sichtbarkeit und Geschlechterrollen in der Architektur. Vorab gibt es eine kurze Einführung zu feministischer Architektur.
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Save the Date: Urban Green 2026 |
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Grün in der Stadt ist mehr als Gestaltung: Es ist ein zentrales Werkzeug der Klimaanpassung. Unter dem Titel „Urban Green“ widmen sich die FÜNF Stuttgarter Kammergruppen 2026 in einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe der Frage, wie klimaangepasstes Bauen, Biodiversität und lebenswerte Stadträume konkret umgesetzt werden können – von der Planung bis zur Praxis. Die ersten beiden Termine jeweils 19 Uhr im Forum Haus der Architektinnen und Architekten:
- 18. März: Hitzeinsel – klimaangepasstes Bauen in der Stadt
- 21. April: Natur trifft sta(d)tt – Biodiversität und Artenschutz
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„Architektur & Landschaft | Architecture & Paysage“ ist das Motto der diesjährigen Architekturtage in der Region Oberrhein. Bei einer Reihe von > Programmtreffen können sich alle Interessierten in die Veranstaltungsplanung für Oktober einbringen. Den Auftakt machte der Kammerbezirk Karlsruhe bereits heute; es folgt der Bezirk Freiburg am 3. März, 17:30 Uhr, im Architekturforum. Anschließend ist jeweils ein Treffen im Monat geplant.
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| „Transformation gelingt nicht durch wiederholtes Umsteuern, sondern durch konsequente, verlässliche Leitplanken – wir haben kein Energieproblem, sondern ein Emissionsproblem.“ |
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| Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer
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| Über Kammergrenzen hinweg |
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Drei Montage für Digitalisierung |
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Von Connected Urban Twins über generatives Design bis zum KI-Einsatz im Büro – die Architektur steht mitten im digitalen Wandel. Mit der Vortrags- und Workshopreihe digitalMONDAYs lädt die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen im März ein, sich mit den Themen „Digitalisierung und Stadtmodell“, „parametrisches Entwerfen“ sowie „Künstliche Intelligenz und Architektur“ zu befassen. Am 2., 9. und 16. März, 18:30 Uhr per Zoom, geben führende Expertinnen und Experten Einblicke in aktuelle Entwicklungen und konkrete Anwendungen für die Planungspraxis.
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„Bau-Booster“ Gebäudetyp E |
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Die Veranstaltungsreihe „Auf Zukunftskurs: Öffentliches Bauen mit Holz“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) greift am 11. März, 10 Uhr, den „Gebäudetyp E – Innovativ, kostengünstig, effizient“ auf. Er soll Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse vereinfachen, ohne Abstriche bei Sicherheit und Umweltstandards zu machen – ein „Bau-Booster“, wie Architekt Christoph Deimel seinen Impulsvortrag betitelt. Das Online-Seminar beleuchtet, wie experimentelles und zugleich wirtschaftliches Bauen beschleunigt werden kann. Die Bundesarchitektenkammer (BAK) ist Veranstaltungspartnerin.
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Wer kuratiert den Deutschen Pavillon? |
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Wie und mit welcher Botschaft sich Deutschland auf der 20. Internationalen Architekturbiennale in Venedig 2027 präsentiert, entscheidet ein offenes Wettbewerbsverfahren. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat die Kuratierung des deutschen Pavillons auf der weltweit wichtigsten Plattform für Architektur, Städtebau und Stadtentwicklung ausgeschrieben. Gesucht wird ein überzeugendes Ausstellungskonzept. Eine Expert:innen-Kommission wählt die Kuratorien aus. Die Frist für die Einreichung endet am 2. April 2026.
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Gesucht: Stadt der Zukunft |
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Der Polis Award gilt als DIE Bühne der Aufmerksamkeit für alle, die eine Stadt der Zukunft schon heute denken und gestalten wollen. Anfang Mai wird der in acht Kategorien ausgelobte Preis zum elften Mal vom Verlag Müller + Buschmann mit erneuter Unterstützung der Bundesstiftung Baukultur vergeben. Die 15-köpfige Jury bewertet insbesondere den kooperativen Charakter der beteiligten Akteur:innen und Gewerke. Alle, die mit ihren Projekten Städte bewegen wollen, sind zur Teilnahme eingeladen. Ein bis maximal zwei Projekte in unterschiedlichen Kategorien können bis zum 13. März eingereicht werden.
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| Die Designmesse Blickfang im 33. Jahr in der Liederhalle Stuttgart. Ein Inspirationsort für alle Kreativen. Zahlreiche Vorträge flankieren das Ausstellungsprogramm: über „atmende Räume“, „low tech“, „Glas neu denken“ bis zu Kommunikationsthemen. |
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Hinweis für AKBW-Mitglieder: Fast alle Veranstaltungen sind als Fort-/Weiterbildung anerkannt. AKBW-Mitglieder profitieren zudem von einem Rabattcode: akbw_BLICKFANG26
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Bilder von oben: Dietmar Strauß; AKBW; Jan Potente; David Franck; Thomas Schneider-Graf; Jørgen Håland auf Unsplash; Jens Schwan auf Unsplash; Blickfang |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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