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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 05/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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gleich drei Preisverleihungen „Beispielhaftes Bauen“ fanden in den letzten Tagen statt: Um ihre Auszeichnungen entgegenzunehmen, strömten in Ettlingen, Ludwigsburg und Rottweil Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten in Scharen zum Festakt. Das erfolgreiche Auszeichnungsverfahren der AKBW hat auch nach über 40 Jahren seines Bestehens nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Vor dem Hintergrund multipler Herausforderungen der Gegenwart kommt der Baukultur – in der umfassenden Bedeutung des Wortes – eine enorme Bedeutung zu. Denn sie liefert Antworten auf essenzielle Fragen: Wie sehen gute Beispiele für kostengünstiges Bauen aus? An welchen Orten funktioniert das soziale Miteinander? Wodurch zeichnen sich energieeffiziente und ressourcensparende Lösungen aus? Pro Auszeichnungsverfahren liegt die Zahl der Einreichung mitunter bei bis zu Hundert: viel Arbeit für die Jury, aber sie lohnt sich. Die Ausgezeichneten verfügen über ein wertvolles Prädikat, mit dem sie nicht nur für ihr eigenes Büro werben können, sondern darüber hinaus wichtige Ideen fürs Bauen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. Mit diesem Ziel führt die Kammer auch im neuen Jahr wieder in sechs Stadt- und Landkreisen das Verfahren „Beispielhaftes Bauen“ durch.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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Vorbildfunktion öffentlicher Bauherren
Im barocken Asamsaal im Schloss Ettlingen wanderten Urkunden und Bronzeplaketten in die Hände von stolzen Preisträgerinnen und Preisträgern. Die Bandbreite der ausgezeichneten Objekte im Landkreis Karlsruhe ist groß: von der Sanierung einer kleinen Kirche mit Vorplatz, über Kitas, Sporthallen, eine Schulerweiterung, umgestalteter öffentlicher Raum bis hin zu einer Aussegnungshalle; außerdem kreative Sanierungen von Wohnhäusern, einem Altenzentrum, einer alten Schule sowie eine vor dem Abbruch gerettete Zehntscheune. Landrat und Schirmherr Dr. Christoph Schnaudigel verwies auf die Vorbildfunktion der öffentlichen Bauherren, 13 der 23 Prämierungen gingen an sie. Die Ausstellung ist noch bis 25. Februar im Rathaus Ettlingen zu sehen.
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Ausdruck von Haltung
„Qualität, Nachhaltigkeit und gestalterischer Anspruch sind keine Luxusgüter, sondern Ausdruck von Haltung. Und genau das zeigen die ausgezeichneten Projekte“, so Landrat Dietmar Allgaier bei der sehr gut besuchten Preisverleihung in Ludwigsburg. Von den 93 Einreichungen prämierte die Jury unter dem Vorsitz von Jens Rannow 21 Projekte. Darunter sind mit fünf Schulen, Kindergarten, Gemeindehallen und Feuerwehrgebäude auffällig viele öffentliche Bauvorhaben, sei es als gelungene Bestandserweiterungen oder als überzeugende Neubauten bis hin zum Jägerhofquartier und dem Arsenalplatz in Ludwigsburg. Kammergruppenvorsitzende Nora Schöffel übernahm die Eröffnung der Ausstellung im Landratsamt.
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Menschliche Begegnungen
„Das Wichtigste im Leben sind die menschlichen Begegnungen“, betonte Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel als Schirmherr des Auszeichnungsverfahrens Rottweil. Und für eben diese Begegnungen gelte es, die passenden Orte zu schaffen. Gelungenes Beispiel: die historische Markthalle Rottweil, wo die aktuelle Preisverleihung stattfand. Landschaftsarchitekt Hannes Bäuerle (Foto li.), Vorsitzender der Jury und Landesvorstand der AKWB, lobte die „21 tollen Projekte, die die Vielfalt an Baukultur im Landkreis Rottweil wunderbar wiedergeben“, darunter Wohnhäuser, Kindergärten und Produktionsstätten, Schule und Feuerwehr, Kirche und Gemeindehaus genauso wie neugestalteter öffentlicher Raum. Die prämierten Objekte sind von 23. Februar bis 13. März im ENRW-Kundenzentrum Rottweil ausgestellt.
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Auslobungen „Beispielhaftes Bauen“ in 2026 |
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In diesem Jahr lobt die Architektenkammer Baden-Württemberg erneut sechs Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ aus – drei davon im April, die andere drei im Juni. Die konkreten Daten werden rechtzeitig bekanntgegeben.
- Alb-Donau-Kreis und Ulm 2019-2026
- Enzkreis und Pforzheim 2017-2026
- Landkreis Emmendingen 2018-2026
- Landkreis Reutlingen 2020-2026
- Main-Tauber-Kreis 2017-2026
- Stadt und Landkreis Heilbronn 2020-2026
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| AKBW-Kompetenzteam Arbeitswelten |
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Monofunktionalität überwinden |
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Gewerbegebiete stehen vor einem grundlegenden Wandel. Digitalisierung, neue Formen der Arbeit und gesellschaftliche Veränderungen stellen ihre Monofunktionalität infrage. Wie der Schritt hin zu lebendigen, vernetzten und nachhaltigen Arealen gelingen kann, beleuchtet der vom AKBW-Kompetenzteam Arbeitswelten initiierte Fachtag „Transformation von Gewerbegebieten“ am 12. März, 14-18 Uhr, in Stuttgart. Fachimpulse kommen u. a. von Dr. Britta Hüttenhain, Städtebau-Institut Universität Stuttgart, Heike Dederer, Stadtplanungsamt Karlsruhe, Prof. Martina Bauer, Institut für Industriebau Universität Stuttgart, und Ferdinand Truffner, Bürgermeister Gemeinde Empfingen. Ergänzt wird das Programm durch eine moderierte Talkrunde und einen Ausblick auf die Chancen, die sich für Architekturbüros infolge der Transformation bieten. Im Fokus steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die nötig ist, um aus monofunktionalen Arealen identitätsstiftende Quartiere zu machen.
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Kreislaufwirtschaft in all ihren Aspekten |
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Urban Mining, Cradle-to-Cradle, Re-Use, Recycling, Upcycling: Kreislaufwirtschaft in all ihren Aspekten ist das Februar-Monatsthema auf DAB online. Die neue Website des „Deutschen Architekt:innenblatts“ liefert als Teil des DAB-Kosmos mit Print-Magazin, Newsletter (> Anmeldung hier) und Social Media zahlreiche Beispiele, Case Studys und Fachbeiträge zu Materialien und Methoden aus allen Länderkammern, natürlich auch aus Baden-Württemberg. Im großen Einstiegsreport zum Monatsthema wird Heidelberg als Vorzeigekommune in Sachen Urban Mining portraitiert: Die Stadt plant bei der Konversion der ehemaligen US-Kaserne eine Wiederverwendungsquote des Baumaterials von 90 Prozent. „Wir markieren Relevanz“, so DAB-Chefredakteurin Eva Maria Herrmann selbstbewusst. „Das neue DAB macht die Themen sichtbar, die Planende heute bewegen.“
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| „90 Prozent des Wohnungsbaus stammen von privaten und gewerblichen Investoren; damit sich die Investition in Immobilien auch für institutionelle Anleger wieder lohnt, muss die Politik einen Anreiz setzen.“ |
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| Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg
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Dänische Uni: Land BW europaweit Vorreiter |
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Einen Anruf aus Dänemark bekommt die AKBW nicht alle Tage. Die Universität Aarborg wurde vom Bauministerium in Kopenhagen beauftragt zu evaluieren, in welchem Land es regulatorisch am einfachsten ist, im Bestand zu bauen. Dass die Novelle der Landesbauordnung in diesem Punkt einige Erleichterungen brachte, sprach sich herum. Der mit der Aufgabe betraute Wissenschaftler erkundigte sich ausgiebig beim AKBW-Referenten für Berufspolitik, Dr. Felix Goldberg, der erst einmal das Grundsätzliche klärte: den Föderalaufbau und die Zuständigkeiten der Staatsebenen. Abstandsflächen, Brandschutz, Umnutzung – all diese sicherheitsrelevanten Themen sind Landesrecht. Auf diesem Wege erfuhr Goldberg, dass Baden-Württemberg europaweit eine der liberalsten Bauordnungen für Bauen im Bestand hat. Durch die LBO-Novellen sei der deutsche Südwesten Vorreiter, urteilten die dänischen Forscher. Schon 2014 habe das Land mit der Holzbauoffensive ganz vorn gelegen.
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Wohnungsbau: Debatte versachlichen |
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„Mit Blick auf die Wahl am 8. März möchten wir Orientierung bieten und zur sachlichen Debatte beitragen“, so Dennis Ewert, Vorsitzender der Kammergruppe Mannheim, die in Kooperation mit Haus & Grund und Mieterverein am 26. Februar, 17-19 Uhr, zur Podiumsdiskussion einlädt. Über ihre Konzepte für mehr Wohnungsbau sprechen (Foto v.l.n.r.) Lennart Christ (CDU), Chris Rihm (Grüne), Dr. Boris Weirauch, MdL (SPD), Oskar Weiß (FDP) und Philipp Fränkle (Linke). Unter dem Titel > planBAR soll ein Raum eröffnet werden, in dem politische Positionen, fachliche Expertise und gesellschaftliche Erwartungen rund um das Thema Wohnen aufeinandertreffen. Die Veranstaltung ist der Auftakt zum Jahresthema der Kammerguppe Mannheim.
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An Entscheider:innen aus Architektur, Verwaltung und Bildung wendet sich die SCHULBAU Messe, die am 25. und 26. Februar, 9 bis 16 Uhr, erneut in Stuttgart stattfindet. Ziel ist, die baulichen, pädagogischen und organisatorischen Anforderungen an den Schulbau aufzuzeigen und Handlungsschritte hin zur digitalen, gesunden und nachhaltigen Lernumgebung zu konkretisieren. Zum umfangreichen Vortragsprogramm gehören Lernräume mit flexiblen Raumkonzepten, Best-Practice-Beispiele sowie Strategien, mittels derer sich Schulbau stärker in übergeordnete Stadtentwicklungsprozesse einbetten lässt und damit auch kommunale Synergien nutzt. AKBW-Vorstand René Pier gibt als Innenarchitekt Einblick, welche Chancen die Weiterentwicklung des Bestands bietet. (Foto: als beispielhaft prämierte > Erweiterung Pestalozzischule in Passivhausstandard)
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Drei Tage im Zeichen der Nachhaltigkeit |
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Von 3. bis 5. März findet der digitale DGNB-Jahreskongress statt – 2026 erstmals an drei Tagen. Tag eins beleuchtet Klimaschutz auf globaler, nationaler und kommunaler Ebene. Tag zwei startet mit der Frage, wie Kommunen die neu geschaffenen Möglichkeiten des Bau-Turbos sinnvoll für sich nutzen können; daneben stehen Sustainable Finance, Architektur und Suffizienz im Fokus. Neu ist der dritte Kongresstag, der sich mit den internationalen Entwicklungen des nachhaltigen Bauens samt zugehöriger Zertifizierung beschäftigt. Auch die EU-Taxonomie wird beleuchtet. Das Besondere: Teilnehmende können entweder das komplette Programm oder flexibel einzelne Slots verfolgen. Start ist jeweils um 10 Uhr.
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Last Call Einreichung Industrie-/Gewerbebau |
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Noch bis 28. Februar läuft die Einreichungsfrist für den Industriebaupreis 2026 des IREM Industrial Real Estate Management der Universität Stuttgart – auch die AKBW gehört zu den Auslobern. Gesucht sind herausragende Industrie- und Gewerbebauarchitekturen. Für die Einreichung stehen drei Kategorien zur Verfügung: seit Juni 2023 realisierte Bauwerke; geplante oder schon realisierte Städtebauliche Anlagen; Nachwuchspreis für Semester-/Abschlussarbeiten oder Dissertationen, die seit Juni 2023 vorliegen.
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| Stadtgesellschaft Freiburg |
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| Ein Stadtmodell als Ort des Austausches – über bauliche Entwicklung, soziale Fragen, Mobilität, Grünräume, Kultur, Dichte und die Zukunft der Stadt insgesamt: noch bis 19. Februar bietet der Pop-up-Standort (in der Schusterstraße) für das > StadtModellFreiburg Gelegenheit zum Besuch. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, Fachinstitutionen, Schulklassen sowie Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung. |
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Über die enorme Resonanz in den vergangenen Wochen sind die Veranstalter begeistert. Sie zeige, „welche Bedeutung ein dauerhaft öffentlich zugänglicher Standort für das StadtModellFreiburg und für die Stadtgesellschaft insgesamt hätte.“
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Bilder von oben: faktorgruen PartGmbB; Fotofreunde Heidelsheim; Landratsamt Ludwigsburg; Felix Kästle; berchtoldkrass space+options; DABonline; Kammergruppe Mannheim; Miguel Babo Photography; DGNB; StadtModellFreiburg e.V. |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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